Kaliforniens kleine Schwester
George ist Schuld!
Was verbindet George Clooney, Leonardo Di Caprios Geliebte Bar Refaeli, Schauspielerin Jessica Alba und Rockmusiker Bono? Sie sind Promis. Sie werden von Paparazzi gejagt. Sie machen Urlaub in Baja California. Wir zeigen Ihnen die schönsten Buchten, die unberührte Natur und die ruhigsten Traumstrände mit kristallklarem Wasser.
George W. Bush ist an allem schuld. Seine Politik war dem Schweizer Fotografen Christian Heeb und seiner Frau Regula so zuwider, dass sie ihre Wahl-Heimat Oregon verlassen wollten. Für eine Story fuhren sie die Westküste der USA hinab und Mexikos Halbinsel Baja California entlang. Sie blieben am Mar de Cortés hängen, dem 160.000-Quadratkilometer großen Nebenmeer zwischen Festland und Halbinsel.
Die Naturliebhaber hatten ihr Paradies gefunden: hunderte Kilometer leere Traumstrände, kristallklares Wasser, eine karge Wüstenlandschaft, die beim geringsten Niederschlag wild zu blühen beginnt, und jede Menge Tiere. 891 Fischarten leben in den Küstengewässern und geben einen Vorgeschmack darauf, was sich im weiten Pazifik ansonsten noch so tummelt.
Und an Land? Dort wurden in Cabo San Lucas an der Südspitze der Halbinsel letzten Winter wieder jede Menge A-, B- und C-Promis gesichtet. Cameron Diaz und Alex Rodriguez etwa, Cindy Crawford, Brangelina natürlich, George Clooney und John Travolta. In anderen Biotopen sieht man kleine rotbäuchige Finken, filigrane zappelige Kolibris, gelbschnabelige Schopfkarakaras, Blaufußtölpel und Pelikane. Auf den Felsen im Meer krächzen Seelöwen, und Blauwale zeigen sich kurz vor der Küste, wenn sie an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu holen.
Christian und Regula Heeb hatten sich mit dem Baja-Virus infiziert und lernten einen Kanadier kennen, der in La Ventana, 40 Kilometer von der verschlafenen Hauptstadt La Paz entfernt, ein Resort entwickelte. Auf seinem Areal bezogen sie 2008 ihr „Rancho South“ direkt am Meer, um dem Winter in Oregon zu entkommen.
Schnell hatten sich die Heebs dem mexikanischen Lebens-Tempo angepasst. Nur kein Stress, immer mit der Ruhe. Nach dem Frühstück packen sie ihre Kajaks und paddeln eine Runde übers Meer. Später genießen sie an der Playa La Ventana die Sonne. Dieser Strand ist fast immer menschenleer. Die Heebs sind „Beach bums“ und haben die schönsten Strände der Welt für Bildbände fotografiert. „Obwohl der Sand etwas gröber ist als in der Karibik, kann das türkisblaue Meer leicht mit den weltbesten Stränden auf den Bahamas mithalten“, sagt Christian Heeb.
Das „Aquarium der Welt“ und die „Galapagos-Inseln von Nordamerika“ – so nannte Ozeanforscher Jacques Cousteau einst das Mar de Cortés, das seit 2005 aufgrund des Artenreichtums ein Weltnaturerbe der Menschheit ist...
Die komplette Reportage sowie ausführliche Hotel- und Restaurant-Tipps zu Baja California finden Sie in unserer April-Ausgabe 2011.
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