Die Fortsetzung unsers Mittelamerika-Reiseberichts (lesen Sie auch den ersten Teil, der in Guatemala beginnt) schildert die Begegnung mit der Maya-Kultur in der spektakulären historischen Stadt Chichén Itzá. Von hier ist es nicht weit zu den Badeorten der Halbinsel Yucatán.
Am nächsten Vormittag bringt uns das Boot auf dem breiten Usumacinta-Fluss nach Mexiko, Stunden in brüllender Hitze auf dem Wasser, keine Menschenseele, keine Häuser, keine Spuren von Besiedlung. Aber im Nirgendwo eine Baracke am Fluss, die Grenzstation.
Der Zöllner sei nicht da oder schlafe oder es sei zu heiß oder sonst was, ruft einer vom Ufer. Also fahren wir weiter bis Piedras Negras, laut Karte ein Ort, aber eigentlich eher eine Kneipe an einer Brücke oder eine Brücke an einer Kneipe. Als wir uns nähern, dreht der Wirt die Musik auf, die Mariachi-Trompeten dröhnen über den Fluss. Das ist die größte Show, die sie seit langem hatten: vier Gringos, die mit dem Boot aus dem Urwald kommen. Und maisgelbes "Sol"-Bier zischt eiskalt die Kehle runter. Das, so wird der Autor später berichten, war einer seiner ganz großen Momente auf dieser Reise.
Dann wird alles anders, die Straßen breiter, der Verkehr dichter, die Häuser größer und besser in Schuss: Der wirtschaftliche Unterschied zwischen Guatemala, einem der ärmsten Länder Amerikas, und dem "reichen" Nachbarn Mexiko ist augenfällig.
Am nächsten Tag sehen wir Palenque, Mexikos schönste Maya-Ruinen. Selbst riesige Bus-Parkplätze und fliegende Händler mit dem obligatorischen Maya-Kitsch können der Erhabenheit und Eleganz der Tempel und Paläste vor einer großartigen Berg- und Dschungelkulisse nichts anhaben. Von den einst bunt bemalten Stuckwänden sieht man noch Reste, das 1952 entdeckte Grab des Herrschers Pakal (615 bis 683 n.Chr.) kann man allerdings nicht besichtigen.
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Auf den Spuren der Maya
egon flashman (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 37 Wochen:
sieht blöd aus, der zerschossene hyperlink im ankündigungstext auf der startseite zu dieser story - saludos
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