
Autor:
Martin Müller
InsiderTipps
Ungezähmte Natur. Unangepasste Typen. Gold? Ist es das, was Sie suchen? An der Westküste von Neuseelands Südinsel werden Sie fündig – wenn Sie unseren Reisebericht lesen.
Sechs Nationalparks, darunter der riesige Fiordland National Park im Süden als wildes, unbewohnbares Weltkulturerbe, begleiten die 600 Kilometer lange Alpenkette. Buchen und Podocarp-Riesen wie Kahikatea und Totara wachsen sehr langsam, brauchen 300 Jahre bis zur Reife. Etliche Bäume dürften bereits gestanden haben, als die Vögel vor lauter paradiesischer Abgeschiedenheit das Fliegen verlernten. Dann kamen die polynesischen Maori von der Nordinsel in Einbäumen, um in den Flüssen nach dem grünen Gold zu suchen. Pounamu nannten sie es, machten daraus in langwieriger Arbeit Werkzeuge und Waffen. Die Pakeha, die hellhäutigen Neuankömmlinge, nannten es Greenstone und begannen den harten Jade mit Diamant zu schleifen. Braune und weiße Menschen brachten Ratten und Haustiere, Rotwild, australische Possums und die Säge mit. Pionier sein hieß, erst mal in das Land einzubrechen.
Ein tödliches Verhängnis für die komischen Vögel und ihre sanften Wälder. Weil die Westküste aber schon immer die letzte Grenze für die Menschen war, hat sich viel schützenswerte Natur erhalten. Nur 32.000 Menschen wohnen auf dem schmalen Küstenstreifen in Wellblechschuppen wie kantige Pioniere oder in den Kleinstädten Greymouth, Westport und Hokitika.
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