
Autor:
Anja Schröder
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Durch die Inselguppe der Lofoten mit Hurtigruten-Schiffen schippern – die natürliche Variante einer Kreuzfahrt. Es ist die schönste Art und Weise, die Langsamkeit der Welt wieder und eine wirklich atemberaubende Landschaft neu zu entdecken. Ein Reisebericht aus dem hohen Norden.
5. Juli. Tromsø. 18 Uhr. Mitten im Sommer also. In Deutschland waren es noch 26 Grad Celsius, als der Flieger Richtung Norwegen abhob. Hier, am 70. Breitengrad (was der Lage Nordalaskas entspricht), kommt das Thermometer gerade noch auf neun Grad. Ein bindfadenartiger Regenschleier hüllt die Landschaft in Gleichtönigkeit. 24 Uhr.
Endlich läuft die "Polarlys", ein Schiff der neueren Hurtigruten-Generation, im Hafen von Tromsø ein. Ein Haufen verschlafener Gäste inmitten von Koffern und Rucksäcken wartet frierend am Steg auf das Herunterklappen der Landungsbrücke. Das also wird für die nächsten Tage unsere Herberge sein: ein ganz passables Schiff mit sieben Decks in schwarz-rot-weißer Optik. Platz für 691 Gäste und 50 Autos.
Trotz der Zeit - schließlich ist es schon Mitternacht - verlassen noch viele Leute das Schiff. Unter anderem auch eine Gruppe von Jugendlichen, die sich am Ende der Mole versammeln. Eine junge Frau im weißen Hochzeitskleid schreitet unter deren jubelndem Gesang an ihnen vorbei. Hochzeitsmarsch auf Norwegisch. Allerdings ohne Bräutigam. Wie auch immer. Dafür wartet am Steg vor dem Schiff ein weißer Leichenwagen mit einem schwarzen Kreuz auf dem Dach. Hollywood könnte Pate gestanden haben. Filmreife Kulissen gibt es in Norwegen zur Genüge, wie wir in den nächsten Tagen noch erfahren werden.
Meine Kabine auf Deck 2 ist komfortabler, als ich gedacht hätte: ein Bett, eine zusätzliche Liege, kleines Bad (mit Dusche, Toilette), ein Schrank, zwei Bullaugen nach außen, sogar ein Stromanschluss. Zum Schlafen reicht es allemal. Länger hält sich ohnehin niemand in der Kabine auf. Wer die Landschaft betrachten will, ist in der Panoramalounge auf Deck 7 besser aufgehoben. Hauptbeschäftigung dort: sitzen und Berge, Fjorde und bunte Häuser vorbeiziehen lassen; lesen, genießen. Auch deshalb ist es auf dem ganzen Schiff eigenartig ruhig. Wer keine fünf Minuten still sitzen kann, auf ständige Abwechslung und Animation steht, ist auf den Hurtigruten fehl am Platz. Perfekt aber sind sie für alle, die eine wunderschöne Natur auf sich wirken lassen können.
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Britta (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 41 Wochen:
Hi,
die Lofoten sind ein Traum!!! Ich war im Sommer beim schönsten Wetter dort, etwas schöneres kann es nicht geben! Da ich aber finde Kreuzfahrten ist ehr etwas für alte Omas und Opas (und auch recht teuer) bin ich mit der Bahn gefahren. Die Norwegische Eisenbahn hat echt gute Angebote, zum Minipris gibt es Tickets von Oslo bis Bodo hin- und zurück für ca. 70,- €. Und das ist eine echt traumhaft schöne Bahnfahrt!! Einfach nachschauen unter: www.raumabanen.com. Ach so und von Bodo kann man dann mit der Hurtigrute nach Stamsund übersetzen. Und da kann ich die JH empfehlen, superschön direkt gelegen am Wasser, schöne Räumlichkeiten (auch 2 Bett-Zimmer) und der Herbergsvater Roar bietet immer frisch gefangenen Fisch an.
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