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Auch in den Hohen Tauern ist nicht alles Gold, was man auswäscht. Aber es gibt ja noch andere Glanzpunkte am Fuß des Großglockner. Ein heiterer Reisebericht.
Der Sacramento River heißt heute Mühlbach. Die Forty-niners tragen farbenfrohe Fleecejacken. Dawson City liegt ums Eck und sieht mit seinem Kirchturm genauso aus wie Heiligenblut. Statt Glücksritterkolonnen am Chilkoot Pass kämpfen sich Motorradritter mit lautem Röhren die Großglockner Hochalpenstraße hinauf. Mit der Schlagzeile „Gold! Gold! Gold!“ aus dem „California Star“ vom 14. Mai 1848 und mit Charlie-Chaplin-Filmszenen aus „Gold Rush“ im Hinterkopf steige ich in den Mühlbach …
Ob der American River damals auch so kalt war? Schnell die Goldwaschpfanne schwenken, das macht warm. Beim ersten Kreisen mit dem „Blech-Wok“ kippe ich mir Eiswasser in die gelben Gummistiefel, vermutlich samt dem ersten Gramm Gold …! Geduld, einfach gleichmäßig rütteln, schütteln, schwenken! Da, Glanz am Grund der Schüssel … Schiefer! Schiefer! Schiefer! Dabei hatte ich meiner Frau ein Nugget versprochen … Na ja, sie mag auch Pralinen!
Mein „persönlicher Prospector und Claim-Besitzer“ Raimund Granögger ruft mir vom Ufer aus Tipps zu. Nach erfolglosem Goldwaschgang tröstet er mich Greenhorn mit dem Hinweis auf den ungewöhnlich hohen Wasserstand und mit einem Selbstgebrannten, dessen Alkoholgehalt den Goldgehalt des Mühlbachs um einiges übertrifft. Stolz verkündet ein Schild an seiner Goldwaschanlage Heiligenblut „Hier schuftet der Raimund“. An seiner breiten Brust prangen die Ehrenzeichen einer international erfolgreichen Goldgräberkarriere. Nein, nein, auch hier finde man immer noch etwas Gold, beteuert er, immerhin enthält eine Tonne Golderz sage und schreibe 13 Gramm Gold. Aber ich wollte ja kein halbes Jahr bleiben.
Der Weg zum Claim am Mühlbach hatte am Mentlhof in Apriach begonnen, wo ein Heimatmuseum das bäuerliche Leben von ehedem illustriert. Auch wenn die Vorfreude auf die sicheren Goldfunde die Aufmerksamkeit reduzierte, so beeindruckten doch altes landwirtschaftliches Gerät, Herrgottswinkel und die nahen Stockmühlen. Gestärkt durch rustikale Deftigkeiten vom Jaus’nbrettl und Zitronenmelissesaft bestiegen wir Golddigger unsere Pferde, um – ganz in der Tradition der Säumer – das Tal hinauf- und der Goldwaschanlage entgegenzureiten. Netto, mein gleichmütiges Reittier, schunkelte mich in eine Art aufmerksamer Apathie. Berg und Tal schwebten vorbei und im Zustand dieses Eingelulltseins schimmerte eine Erkenntnis durch: Wenn die Hohen Tauern von etwas noch mehr bieten als Gold, dann Wasser! Der tosende Gösnitzfall und am Felsen gegenüber der 130 Meter hohe Jungfernsprung, später der Granitzer Wasserfall und der Gartlwasserfall, dazu die glitzernde Möll im Talgrund, gespeist aus Seen, Mooren und Gletschern in den Seitentälern – Wasser überall. Gelegentlich gar von oben!
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peter_pfaender sagte vor 28 Wochen 3 Tage:
8 Gramm Gold am Parkplatz - das wird einen neuen Gold Rush auslösen
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Klaus Krampf (nicht überprüft) sagte vor 28 Wochen 4 Tage:
Man findet schon noch Gold im Mühlbach bei Raimund.Man
muss nur die Ausdauer mitbringen.Falls man nichts findet
ist die Bewirtung sehr gut.Ich hatte Glück,aber nicht beim
Raimund.Bei der Auffahrt zum Glockner,haben wir an einem
Parkplatz Rast gemacht,wo ich etliche Gesteinsprocken mit-
nahm.Zuhause habe ich die Steine zertrümmert und ca.8gr.
reines Gold gefunden.
Richten Sie bitte viele Grüsse an Raimund und den Bürgermeister aus.2012 sind wir wieder in Heiligenblut.
Klaus und Ruth mit dem schwarzen Hund.
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