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Direkt an Werfenwengs Skipiste stehen die „Wood Ridge Luxury Chalets“. Das klingt mehr etepetete, als es ist. Zwischen den oberkörperdicken Stämmen der Blockhäuser herrscht rustikale Romantik inklusive eigener Sauna, Outdoor-Jacuzzi und Clubsesseln im Vintagelook. In den Bergen drum herum warten „nachhaltige Enthastung“, schöne Abfahrten und Schneeschuhtrails. Unser Tipp für ein Kurzwochenende im Schnee! Lesen Sie diesen Test.
Lisa furzt im Takt. Hannah kichert. Lisa ist eine von zwei Stuten, die unseren Schlitten durch die Wenger Au ziehen. Hannah ist unsere kleine Tochter – und dick vermummt in Decken. Eine sternenklare, knackig kalte Nacht mit einem Himmel wie im Planetarium.
Das Mondlicht taucht das vor uns emporragende Tennengebirge in leichtes leuchtendes Lila. Es verleiht dem Doppelgipfel des Eiskogel und seinen Flanken eine seltsame Tiefe. Die Felswände des 2.300 m hohen Bergs scheinen zum Greifen nah.
Lisa pupst nicht mehr. Sie gibt jetzt richtig Gas, es geht ja auch bergab. Es ist kalt, minus 12 Grad. Kutscherin Waltraud hält die Zügel, während der Schlitten durch die Kurve driftet. Der Fahrtwind zwängt sich durch jede Lücke, die Daunenjacken, Mützen und Deckenverpackung bieten. Das Tennengebirge, das die Wenger Au so imposant abschirmt, birgt einen eiskalten Weltrekord: die größte Eishöhle der Welt. Sie erstreckt sich auf insgesamt 42 Kilometer Länge. Eine milchigweiße Wunderwelt im tiefen Alpen-Karst.
Stalaktiten aus gefrorenem Wasser, Kegel, abstrus verdrehte Kugeln mit Eistentakeln, die an Quallen erinnern. Geologen nennen so was „dynamische Eishöhle“. Da einige Zugänge ganz tief liegen und andere weit oben im Fels, herrscht ein Kamineffekt. Im Winter jagt die konstant um die null Grad warme Luft im Innern empor, im Sommer wird die kalte Luft nach unten gezogen. Dies sorgt für die skurrilen Skulpturen und macht es möglich, dass Teile des Eises in der Rekordhöhle fast 5.000 Jahre alt sind.
Von der Eishöhle in die Kuschelhöhle. Das im Dezember 2009 eröffnete Romantik-Retreat "Wood Ridge", das Alois Schwarzenberger und seine zauberhaft gastfreundliche Frau Carolyne (die übrigens Downunder geboren ist) an der Zaglauer Piste errichtet haben, ist ein heißer Tipp für Romantiker mit Sinn für Nachhaltigkeit.
Für Letztere sorgt auch der opulente Frühstückskorb mit Milch, Joghurt und Butter vom Biobauernhof Vorderoberlehen und deftiger Wurst ohne böse Zutatenliste, natürlich aus dem örtlichen Bauernladen. Keine Massenware aus der Alupackung, sondern Slow Food von vor Ort mit viel Geschmack. Für die ebenso wichtige Romantik sorgt das weiche, warme und duftende Holz der Wände und Decken – und das gespaltene, das im Kachelofen knistert, während draußen eiskalter Wind über den Talgrund fegt.
Kein Problem, die Kälte kann man brauchen. Die blockhauseigene Privatsauna treibt einem spätestens beim Kräuter-Aufguss den Schweiß auf die Stirn und die Schlacke aus den Poren. Zur Abkühlung genügt dann ein halbnackte Runde vor der Hütte – oder ein kurzer Eisengel im tiefen, weichen Schnee.
Es geht weiter mit dem Wechselbad der Temperaturen. Der blickgeschützte Open-Air-Whirlpool dampft munter vor sich hin. Er wird am besten unter Zuhilfenahme des gekühlten Schampus genossen. So entspannt mann seine Muskeln, denen die nachmittägliche Schneeschuh-Direttissima durch den Bergwald hinter den Chalets zu schaffen gemacht hat. Besser als munter drauflos zu stapfen ist es aber, einen der zwei ausgeschilderten Schneeschuhtrails in Angriff zu nehmen. Der ambitionierte ist 10 km und führt über 550 Höhenmeter zur Sonnseit’n-Hochmaisalm. Langläufer werden ihre Freude an der 9 km langen Wengerau-Loipe haben, die mittelschwer durch ein stilles, verträumtes Bergtal führt.
Entspannter in höhere Lagen kommt man mit den Achter-Kabinen der Ikarusbahn. Auf 1.834 m Höhe präsentiert der Bischling bei klarem Wetter ein 360-Grad-Alpenpanorama vom Feinsten.
Während sich auf der einen Seite Carver in die ihrem Namen gerecht werdende Panorama-Abfahrt stürzen, heben auf der dem Frommerkogel zugewandten Seite die Paraglider ab. Wenige Minuten später kreisen sie wie neonbunte Raubvögel in den Aufwinden über Werfenweng, während weit unten vor allem Familien die sechs Kilometer lange Rodelbahn von der Strußinglam hinunter kreischen, dass es nur so schneestaubt. Das Schöne ist, dass der Werfenwenger Ski-Zirkus, der keiner ist, ohne ständige Spaß-Musik-Beschallung und ein Überangebot an lauter, alkoholgetränkter Fröhlichkeit auskommt.
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Alexia (nicht überprüft) sagte vor 30 Wochen 3 Tage:
Hallo,
toller Artikel, tolle Bilder. Haben Sie sie selbst geschossen? Ich war auch diesen Winter im Salzburger Land, genauer gesagt in ski amade. Die Gegend ist einfach traumhaft und super gut zum Skifahren geeignet! LG Alex
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peter_pfaender sagte vor 51 Wochen 6 Tage:
Frau Radtke,
ich war erst vor einer Woche dort - und kann Ihnen eine Aufenthalt nur empfehlen. Das Skigebiet ist klein, aber fein und sehr kinderfreundlich
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Stefanie Radtke (nicht überprüft) sagte vor 52 Wochen 8 Stunden:
Wow, klasse Hotel. Das ist das richtige für ein schönes Wochenende zu 2. Oder im Kreis von Freunden -ich werde das im Sommer gern mal ausprobieren, bis Anfang Juli sind die Preise ja sehr kommod. Wann waren sie dort, Herr Pfänder
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