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Das Schneetreiben war uferlos, der steile Weg für das Auto und seine Passagiere eine Qual. Doch die Mühen haben sich gelohnt: Auf dem Hochpillberg bei Schwaz erwartet den gestressten Gast ein echtes Kleinod für Körper, Geist und Seele. Alle drei kann man im „Naturhotel Grafenast“ vortrefflich baumeln – und sich nach Herzenslust verwöhnen lassen.
Typisch Mann. Ob ich an Schneeketten gedacht hätte, fragt er süffisant. Ich bin doch kein KFZ-Mechaniker? Na gut, bei einem Hotel auf 1.330 Metern Höhe hätte es nach den Niederschlagsmengen der letzten Wochen zur Abwechslung auch mal bei mir klingeln können, zumal ich der Fahrer bin.
Aber was soll’s: Jetzt haben wir uns bereits etliche Höhenmeter den zugeschneiten Pillberg vom Tiroler Städtchen Schwaz hinaufgequält, und die Blöße der Umkehr würde ich mir sowieso nur im äußersten Notfall geben. Als nach einer Dreiviertelstunde Rutschpartie mit durchdrehenden Reifen und verzweifelten Schimpftiraden aus dem stockdunklen Nichts das sanft schimmernde Außenlicht von „Grafenast“ auftaucht, ist die Erleichterung riesig – fürchteten wir zuvor noch, wir müssten die Nacht in der Eiseskälte mit dem Warten auf den Abschleppdienst verbringen.
Stattdessen erwartet uns in der kuschelig warmen, dunkel getäfelten Stube des Hotels genau das, was man sich nach einer fünfstündigen Horrorfahrt wünscht – vor allem, wenn man in Österreich ist: Einen Kachelofen im Rücken und dazu ein echt Wiener Heurigenbuffet bei Kerzenschein, serviert vom freundlichen Ober Peer.
Das Schwelgen reicht von Wurstsalat und Leberkäs’ über Fleischkücherl und Erdäpfelsalat bis hin zu Kümmelbraten und Liptauer. Alles gekrönt von einem 2008er-Bio-Veltliner vom Weingut Willi Weber, fruchtig, spritzig und einfach die ideale Begleitung für das knusprige Grammelschmalzbrot und die heiß dampfenden Schinkenfleckerl.
„Bio“ ist übrigens fast alles in „Grafenast“. Getränke (außer Campari und Co.) sowie Fleisch, Gemüse, Käse und Kräuter (aus dem eigenen Garten!) und was sonst noch in der Küche verwendet wird. Natürlich auch die Pflegeprodukte in den Bädern und Wellnessbereich. Überraschend jedoch: Bereits um 1930 wurde das Hotel in seiner heutigen Größe aus mondgeschlagenen Hölzern der umliegenden Bergwälder gebaut.
Der naturnahe Charakter wurde bei der Innenausstattung beibehalten – jeder Balken, jeder Vorhang stammt aus ökologischer Landwirtschaft. Das Schwimmbad wird bereits seit den 1970er-Jahren mit Solarenergie betrieben, schon damals wurde also echte Pionierarbeit geleistet.
„Früher galten wir als exzentrische Spinner“, erzählt mir Peter Unterlechner, 35, sympatischer Juniorchef des Hauses, „heute ist Bio in aller Munde und im mittleren Segment längst angekommen.“ Dennoch, alle Achtung: Seit 2006 hat „Grafenast“ sogar ein eigenes Biomasse-Heizwerk, mit dem im Ganzen sechs Häuser am Hochpillberg mit nachhaltiger Wärme versorgt werden.
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Ralf Marx sagte vor 2 Jahre 45 Wochen:
Schön, dass es dich in Clickpix' Heimatgefilde zieht, Jessika. Ihr füllt ja die halbe Community. Wer aber will jetzt noch was von WInterurlaub wissen. Mich zieht es schon südlich der Alpen.
Und eine Frage noch;: Ist das alles "echt Bio"?
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clickpix sagte vor 2 Jahre 45 Wochen:
Schöner Bericht!!
...und das ein paar km von mir entfernt, aber Grafenast ist hier ja eh fast jedem ein Begriff ;o)
Grüsse, Torsten
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