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Das "Naturhotel Waldklause" im Ötztal setzt erfolgreich auf Umweltverträglichkeit. Wir haben es getestet. Resultat: Nachhaltigkeit und stilvoller Genuss vertragen sich hier bestens. Der Tiroler Trendsetter ist ein schönes Basislager für aktiven Kurzurlaub zwischen Wildbach, Sprudelbecken und Zimmerbrunnen. Natürlich schick!
Überall Wasser! Es kommt von oben, mal fein zerstäubt, mal in Strömen. Es tost als blauweiß schäumender Wildbach durchs Hochtal. Es rauscht in vielen kleinen Fällen die Bergflanken hinunter. Es spritzt von unten ins Gesicht des mountainbikenden Reporters, als wässrige Schlammkuhfladen-Emulsion.
Das Wasser steht als schmutzigbrauner, vom Wildbach unterhöhlter meterhoher Schneerest neben der Piste. Es schmatzt in den Bikeschuhen, tränkt den Rucksack und rinnt schmutzig über die Brillengläser. Und es dringt salzig in Strömen aus allen Poren – die knapp 600 Höhenmeter der letzten Stunde fordern Tribut.
Sommerfrische oder frischer Sommer? Ende Juni im oberen Sulztal, kurz vor der Amberger Hütte auf 2.135 Metern Höhe. Die Luft hat fünf Grad. Schiene die Sonne, wäre es warm und man könnte den Duft der vielen Zirben („Königin der Alpen“), die am liebsten oberhalb von 1.800 Meter Höhe wachsen, inhalieren.
So aber riecht es nur nasser Erde und würzigen Wiederkäuerfladen. Lautstark rauscht der regenschwere Fischbach talwärts. Während ich als Höhepunkt der Mountainbiketour - nach einem Aufwärm-Zwischenstopp in der Amberger Hütte - den frösteligen „Downhill“ in Angriff nehme, wird 900 Höhenmeter tiefer im Ötztaler Ort Längenfeld das wohl temperierte Wasser als Lifestyle-Fluidum zelebriert.
Das Auffälligste am Aqua Dome sind die drei ufo-ähnlichen Schalenbecken, in denen die Badegäste wie die Olive in der Dry-Martini-Schale am Rand kleben. Es gibt Unterwassermusik, Massagen und Fontänen nebst Geblubber in der Sprudelschale. Alles und immer mit 1-A-Alpenpanorama. Das Wasser des Aqua Dome besteht nur zu 10 Prozent aus Natrium-Chlorid-Sulfat-Schwefelwasser (das aus 1.865 Metern Tiefe kommt). Dieser Anteil genügt für gesundheitsfördernde Wirkung ohne die typische strenge Duftnote fauler Eier.
Wo wir schon beim Thema sind. Weder Lösungsmittel und Polyester-Ausdünstungen der üblichen „Hotelauslegeware“ noch synthetische Ambiance-Duftstoffe, sondern Tanne, Lärche, Zirbe und Fichte haben im „Naturhotel Waldklause“ von Irene und Edmund Auer die Lufthoheit. Die ökologisch ausgependelte Architektur des Vollholzhotels, für dessen Bau im Januar 2004 sechs Hektar steirischer Wald „mondgeschlägert“ - sprich: bei abnehmenden Mond gefällt - wurden, setzt auf die Natur als Form- und Materialgeber.
So läuft der Gast in den Zimmern auf warmen massiven Holzdielen oder Schieferplatten. Wenn er – strahlungsarm auf Naturware gebettet – an die Decke blickt, sieht er nur massives Nadelholz, das leimfrei mit Buchenholzdübeln verbunden wurde. Eine uralte Technik übrigens - furztrocken verbaut saugen sich die Dübel mit Luftfeuchtigkeit voll, quellen auf und sorgen so für festen Halt. Genial!
„Holzhäuser, die sind doch hellhörig wie noch was!“, wird nun der fleißige Berghüttenschläfer einwerfen. „Stimmt, wir haben im Modellhaus bis zu 40 Dezibel gemessen,“ erzählt Irene Auer. Das ist weiß Gott laut. Und weshalb höre ich nichts von den Nachbarn, Frau Auer? „Wir haben Österreichs bedeutendsten Schallschutzexperten befragt – und eine Lösung gefunden. Getrennte Zellen, die durch Kork isoliert sind, sowie dicke Lagen Schafwoll-Dämmung zwischen den Zimmern.“ Das ist in der Tat eine dicke Packung Natur.
Der Quellwasserbrunnen im Zimmer, sollte er schon das Tüpfelchen auf dem Ö(ko) sein. "Alle Räume sind", bekräftigt Irene Auer, „strahlungs- und störungsfrei. Das Land, auf dem sich früher der schwiegerelterliche Sommercampingplatz erstreckte und jetzt das Hotel steht, wurde vor dem Bau energetisch vermessen.“ Das habe, so Auer weiter, einen dermaßen Schlaf fördernden Effekt, dass es Gäste wie „den berühmten Regisseur“ gebe, die immer wieder dasselbe Zimmer buchen, um endlich richtig gut und ruhig auszuschlafen.
Der Reporter hingegen hatte einen leichten Schlaf – was vermutlich auf das Essen zurückzuführen ist. Sehr gute Küche in sechs Gängen auf der Angebotsseite und gesunder Appetit (Sport in der Höhe!) auf der Nachfrageseite - das hat keine sedierende Wirkung, auch wenn man sich tagsüber auf den Wanderwegen und MTB-Trails verausgabt und im Kräuterdampfbad des Hotels wieder beruhigt hat.
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 1 Woche:
Ist mir bekannt, die Hüttenwirtin hatte davon erzählt!
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Franz Ludger (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 1 Woche:
Was Sie verschweigen: Das Energieunternehemen TIWAG wollte vor 5 Jahren ursprünglich genau dort, wo Sie unterwegs waren einen Reisedamm bauen und so das zur Stromgewinnung über den Fischbach das Sulztal fluten, die Amberger Hütte wäre in den Fluten versunken. Die Proteste der Bevölkerung und der Alpenvereine führten zur Beendigung dieser Pläne, nun wird im Kühtai ein Wasserkraftspeicher gebaut, der abert auch den Fischbach anzapft: Die Wasserfassungerfolghtz uz Beginn der Schluchtstrecke bei der Amberger Hütte, sie soll laut TIWAG " nur einen geringen Einfluss auf das Landschaftsbild haben. Der Großteil wird unterirdisch und von außen nicht sichtbar errichtet. Das eingezogene Wasser wird über eine Pumpstation im Bereich der Hinteren Sulztalalm in den höher liegenden Beileitungstollen gepumpt. Die Pumpstation wird überschüttet und landschaftsschonend in das Gelände eingepasst." So, das sollten alle zufriedenen Biker und Wanderer wissen, dass dieses Idyll sehr gefährdet war und ist
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 2 Wochen:
Dem ist nichts hinzuzufügen, Sabrina!
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Sabrina sagte vor 1 Jahr 2 Wochen:
Hi Peter, lass Dich mal vom Oli nicht anpinkeln. Ein Blick auf Bild 26 genügt, um zu wissen, dass das kein Familienausflug zum nächsten Spielplatz war.
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Rosa Malteke (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 3 Wochen:
ein bericht, der inspiriert. ich kenne das hotel nur von aussen, bin aber immer wieder im tal und werde mir vieleicht mal ein wochenende gönnen.
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 3 Wochen:
Aua, Oli! Das hört sich etwas nach Qual an. Danach aber sind sicher alle Sünden vom Dessertbüffett "verbrannt". Aber rechne mal, mein Lieber! Summa summarum ist das nicht so wild. Deine Tour hat oneway 9 km und 900 Meter Höhe, bei mir waren es oneway 6 Km und fast 600 Höhenmeter - also je rund 10 % Steigung. Das ist doch nichts für einen Kerl wie dich - auch wenn du den Porsche stehen lässt! :-))
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Oli Bauer sagte vor 1 Jahr 3 Wochen:
Servus Peter, na, da kann etwas Konditionstraining nicht schaden,oder? Du hättest mal die Tour ins Polles-Tal machen sollen, überdie Sattelalm zur Vorder Pollesalm auf knapp 1.776 Metern. Langer brutal steiler Anstieg vor der Pollesalm und geiler Downhill zurück. 18 km Schotter, 900 Höhenmeter - wenn du das unter 2 Stunden schaffst, biste gut!
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 4 Wochen:
Träume sind Schäume. Herr Wittendorf, haben Sie gelesen, welche ökologischen Furchen die zertifizierten Bio-Erdbeeren in Andalusien hinterlassen? Dann lieber konventionell, aber vernünftig und ortsnah! Abgesehen davon gibt es Hotels, die das Ganze sehr konsequent durchziehen - klick on www.biohotels.at. Dann wird der Urlaub aber noch einen Tick teurer!
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Klaus Wittendorf (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 4 Wochen:
Sieht gut aus, ist aber irgendwie ne 1/4-Mogelpackung in Sachen Öko. Konsequent wäre es schon, Gerichte auf der Basis kontrolliert ökologischer Landwirtschaft anzubieten.
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