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Getestet: Bio-Hotel "Chesa Valisa" im Kleinwalsertal
1 2 3 4 5Winterlust mit Biosiegel, Bonks und Baby
Schnell mal in den Schnee? Unser Reisetipp: Das Kleinwalsertal. Unser Basislager: das familienfreundliche Bio-Hotel „Chesa Valisa“. Und denken Sie jetzt nicht an Ausdruckstanz und geschmacksverirrte Weltverbesserer, an Selbstgestricktes und Grobgezimmertes, an Eso-Getöse und fades Körnerfutter. Nachhaltigkeit verträgt sich dort bestens mit Genuss, feiner Küche, Lebenslust und Wohlbefinden, wie dieser Test beweist!
„Wir Walser sind Sturschädel!“ Der das sagt, tut dies ungestraft. Weil er selbst ein waschechter Walser ist. Ohne Sturschädel hätte Hotelier Klaus Kessler nicht schon vor 20 Jahren auf Bio gesetzt, begleitet vom Gespött manches Artgenossen aus dem Beherbergungsgewerbe. Mit Aussagen wie „Wir brauchen keinen Alpinbarock und keinen Lederhosenstil“ wird er noch immer manchem Kleinwalsertaler Stammesbruder auf den rotweiß-karierten Nerven herumtrampeln.
Damals in den 80ern stand „Bio“ für alles, was bodenständigen Alpenbewohnern nur zuwider sein konnte. Schmuddelige lange Bärte und reduzierte Körperpflege, Sitzblockaden und Ausdruckstrommler, Fusselpullis und Jesuslatschen. Öko versprach saure Weine, Körnerfraß, Baumumarmungsseminare und Nachwuchs-Yogis, die sich mental zwischen Kamasutra und Mutter Teresa verlaufen haben.
Ein Glück, dass die Kesslers aus Hirschegg, die ihr Hotel bereits in der vierten Generation führen, wider alle Vorurteile unbeirrt am „biologischen Weg“ festgehalten haben. Den Gästen des „Naturhotel Chesa Valisa“ beschert dies gesundes und delikates Essen nebst exzellenten Weinen – und den Bauern im Tal faire Preise. 0,85 Euro bekommen sie für den Liter Walser Biomilch. Kessler betont, dass „biologisch keinesfalls Komfortverlust und Verzicht bedeutet, wenn man intelligente Lösungen sucht“.
Ästheten fühlen sich im nach baubiologischen Kriterien errichteten und nachhaltig betriebenen Hotel auf Anhieb wohl. Nicht nur wegen des stabil guten grünen Gewissens. Wenngleich nicht alle Gäste konsequent sind und mit Zug und Bus oder wenigstens im umweltverträglichen Kompaktwagen anreisen.
Im Gegenteil, man registriert überrascht einige Spritschlucker wie BMW X5 oder VW Touareg auf den Parkplätzen. Diese ostentativ kaufkraftstarke Klientel weiß das schick-naturnahe, modern reduzierte Design zu schätzen. Nirgendwo gibt es Spuren der aus vielen Skihotels bekannten alpinbarocken „Gemütlichkeit“. Die präsentiert sich vorzugsweise fassadenseitig mit Geranienkaskaden über grausamen Schnitzbalkons und innerlich mit xyladecorgetränkten Deckenbalken und lösungsmittelhaltigen Billigpressspanmöbeln. Wenn im "Chesa" etwas alpin-gemütlich anmutet, dann ist es, wie die Deckentäfelung der Stube im Stammhaus, originär und alt (500 Jahre, um genau zu sein).
Heben Sie ab: Film vom Panoramaflug über dem Kleinwalsertal ansehen
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Tanja H. (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 15 Wochen:
Das Chesa Valisa ist in der Tat ein Vorreiterbeispiel, was die geschickte Kombination von Tradition, Gastlichkeit, Nachhaltigkeit und gelungener moderner Architektur betrifft! Für alle, die sich näher für Architektur im Tourismus interessieren, sei auch dieser Blog wärmstens zu empfehlen: www.platoumarket.at/blog
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peter_pfaender sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Danke für die Blumen, Simone! Ich mache regelmäßig Yoga und es tut mir sogar sehr gut. Die Zeit im "Chesa" aber wollte ich anderweitig nutzen
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Ralf Marx sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Yeaaah!! Fellhorn ist ein starkes Boarderrevier. Bin da öfter. Crystal Ground kenn ich auch, aber das hier so gelobte Ökohotelchen, das kann ich mir leider noch nicht leisten! "Bonk Monk" Ralf
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Thomasr sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Herzlichen Dank für Ihren tollen Bericht. Wenn ich das so lese, bekomme ich gleich Lust das Chesa wieder zu besuchen. Ich durfte im November 2008 Gast im Chesa sein und kann Ihnen nur zustimmen. Es ist ein Traum dort wohnen zu dürfen bei solch einem stimmigen Konzept. Tolles Hotel, tolle Mitarbeiter und die Lage ein Traum. Ist ja nicht selbstverständlich hier ein Zimmer zu bekommen, bei der Auslastung. Ich kann nur jedem empfehlen hier einmal ein paar Tage sein Leben zu entschleunigen und zurück zum wirklich wichtigem im Leben zu kommen, zu sich selbst und das ganze noch voll auf Bio.
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Simone Bauer sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Ach, das klingt aber verlockend. Weshalb haben Sie nichtmal Yoga oder Qigong ausprobiert und darüber berichtet, Herr Pfänder? Hätte Ihnen sicher gut getan. Die Schilderung der Ökobewegten aus den 1980-Jahren ist sehr amüsant geraten
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peter_pfaender sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Nein, Tom. Die Preise sind sehr reell. So zahlt man im Februar je nach Zimmerkategorie 118-145 Euro pro Pers. und Tag inkl. Vitalpension und Goodies wie Schnupperkurs Schneeschuhwandern, Schnupperkurs Alpin Ski, kostenlose Langlaufausrüstung,Nutzung des Wellnessbereichs, Tai Chi und Qigong. Im selben Zeitraum verlangt etwa der "Club Aldiana Hochkönig" 95-120 Euro Tag und Person für Halbpension.
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Tom Golan sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Klingt naturmäßig voll korrekt. Aber was kostet der Spaß denn? Sicher nicht ganz billig, wenn man sich die Apothekenpreise in den Bioläden ansieht
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