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„Da!“ sagt Hadi al Hikmani und weist auf einen grünen Fleck. Der Ärmel seines weißen Gewandes flattert im Wind. Vor uns ein atemberaubendes Bergpanorama, ein Farbenspiel in Rot-, Beige- und Grautönen, leuchtendes Blau über uns – und 1000 Meter freier Fall zu unseren Füßen.
Dort breitet sich das Wadi Rwadah aus und zwischen hier und nirgends, Entfernungen lassen sich nicht schätzen, liegt dieser grüne Fleck. „Ein Gehöft!“ Der junge Guide, Sohn eines omanischen Ziegenhirten, hat Augen wie ein Luchs. Ich brauche ein Fernglas. Bis wir da sind, dauert es noch fast eine Stunde im rüttelnden Pick-Up. Straßen gibt es nicht, allenfalls eine Fahrspur im Geröllbett.
Ohne Hadi wäre ich verloren. Er kennt sich aus – und vor allem: Er kennt die Regeln, das ist wichtig, denn Fremde kommen selten hierher. Vor dem Haus mit den hohen, weiß getünchten Wänden steigt er aus dem Wagen und wartet. Ob jemand da ist, ob überhaupt Kontakt erwünscht ist, kann man von außen nicht erkennen.
Dann öffnet sich ein Tor in der Mauer, ein Mann mit Kufie und Dishsdasha, dem bodenlangen Kleid der Männer, tritt heraus, wort- und gestenreiche Begrüßung. Im schattigen Innenhof werden blitzschnell Teppiche ausgerollt, und wir lassen uns nieder, Schuhe aus, Fußsohlen nie auf die Gastgeber gerichtet. Einer der Söhne bringt ein Tablett mit Datteln, frischen Orangen und Äpfeln, gefolgt von einer Wasserschale zum Waschen der rechten, der „richtigen“ Hand beim Essen. Dann gibt es süßen Tee und bitteren, gewürzten Kaffee.
Erst wenn der Letzte seine Tasse in der Hand schüttelt – das heißt: „Shukran - danke, ich möchte nichts mehr!“ – wird abgeräumt. Höflichkeiten und Komplimente wechseln hin und her, die wichtige Frage, wie viele Söhne man denn habe und das aufrichtige Bedauern darüber, wenn es nur einer ist, nimmt breiten Raum ein. Einmal öffnet sich im Hintergrund kurz ein schmaler Türschlitz und dahinter sieht man einen anderen schmalen Schlitz in der Burka mit zwei sehr dunklen Augen, vager und einziger Hinweis darauf, dass auch Frauen hier leben.
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Samuel (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 27 Wochen:
Am Arsch der Welt, sieht aber traumhaft aus!
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Micha sagte vor 3 Jahre 1 Woche:
Schöner wohnen am Geröllhang! Die Gentrification dieses bis dato weitgehend unberührten Kleinods vis-a-vis des Iran kotzt mich jetzt schon an. Überall der gleiche Lifestyle-Ethno-Hideaway Mist.
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