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Zum Sonnenfest Inti Raymi zeigt sich Cusco von seiner lebhaftesten Seite. Stille findet man dann nur im Heiligen Tal der Inkas hinter Pisaq.
Touristen, Fotografen, Backpacker, Verkäufer, Schuhputzer - in Cusco treffen sich alle auf der Plaza de Armas. Fotografen und Verkäufer verdienen ihr Geld auf der Straße. Touristen und Backpacker geben es dort aus. Barfuß kicken argentinische Backpacker mit den Schuhputzerjungen.
Die Schatten der kolonialen Häuserzeilen neigen sich zum Brunnen in der Mitte des Platzes. Wenn die Schatten die Kirche San Francisco erreicht haben, wird es ganz plötzlich kühl werden auf der Plaza. Dann merkt man wieder, dass Cusco auf 3.360 Meter Höhe liegt.
Die Plaza de Armas ist das Herz der Stadt. Nach ein paar Tagen auf und um den Platz glaubt man Cusco zu kennen, grüßt die Schmuckverkäufer in der Calle Procuradores und betritt Tag für Tag kurz vor Sonnenuntergang das "Café Bagdad". Nur um festzustellen, dass wieder kein Tisch auf den kolonialen Balkons über der Plaza frei ist. Und dann geht man wie jeden Abend in eine andere Bar, um seinen Mate de Coca zu schlürfen.
Bis einen das Herumstreifen durch die Straßen hinaufführt zur Kirche und Plaza von San Blas. Dort lernt man vielleicht Manuel kennen, den Maler, und der bittet einen in sein Atelier. Wenn man seine Bilder sieht - Menschen aus Cusco in ihren Häusern, in handtuchschmalen Gassen, auf Festen oder in den Kirchen -, dann schwant einem schon, dass man Cusco nie wirklich kennen wird.
Auf der Plaza de San Blas sitzen Kunsthandwerker und in den Bars der angrenzenden Gassen ahnt man, dass das In-Viertel von Cusco nicht an der Plaza de Armas liegt, sondern eher in den Gassen von San Blas.
Drei Kulturen bauten in Cusco übereinander. Im 15. Jahrhundert erblühte die damalige Hauptstadt unter dem Inka Pachacútec Yupanqui. 200.000 Menschen lebten in einer prachtvollen Stadt zwischen Plätzen, Tempeln und Palästen. 1533 eroberten der Spanier Francisco Pizarro und eine Hand voll goldgieriger Abenteurer die Stadt.
Nach besten Kräften zerstörten sie die geniale Inka-Architektur. Auf den unzerstörbaren Mauern errichteten sie ihre Kirchen und Paläste. Wie die Iglesia Santo Domingo auf den Mauern des Sonnentempels ruht, so wurzelt der Glaube vieler Indígenas in den alten Mythen. Sie ließen sich christianisieren und beten trotzdem im Bedarfsfall zu sämtlichen Göttern, die Erfolg versprechen.
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