
Autor:
Bettina Kowalewski
Weitere Reportagen
Sörmland Genussradeln unter blauem Himmel
Schlösser-Reise Herrschaftszeiten!
Dabei sein ist alles Auf den Hund gekommen
Ethno-Food: Surströmming Schwedens Gerüche-Küche
Porträt Malmö Eine Stadt dreht auf
Überunterwasser-Hotel
Hummer-Safari vor Westschweden Knackiges Vergnügen
InsiderTipps
Und wieder eine außergewöhnliche Unterkunft. Dieses Mal geht es ins schwedische Kolarbyn, wo man in überwucherten Erdhügeln mitten im Wald übernachtet.
Was aussieht wie ein aufgehäufter Erdhügel, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Hütte mit Eingangstür, sogar ein Schornstein ragt heraus. Ein Metalleimer steht neben dem Hüttchen, daneben ein schwarzer, halb überwucherter Haufen, der an Kohlereste erinnert. Und genau das ist er auch. „Kolarbyn“ ist eine Ansammlung von insgesamt zwölf originalen Köhlerhütten, die in dem schönen und lichten Nadelwald in einem Meer von Blaubeeren verteilt sind. Solche Hütten waren hier etwa seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts und noch bis vor rund 50 Jahren in Gebrauch.
Als durch die fortschreitende Industrialisierung ihr Handwerk mehr und mehr ausstarb, erbauten die Köhler 1996 die Hütten zur Wahrung ihrer Tradition. Doch sie verfielen zusehends, niemand kümmerte sich so recht um ihren Erhalt. Da erschien 2003 ein junger Mann, der für seine Elchsafaris Übernachtungsmöglichkeiten suchte. Er sah sie, verliebte sich in den idyllischen, abgelegenen Ort und beschloss, eine Jugendherberge zu eröffnen, trotz oder vielleicht gerade wegen der radikalen Naturnähe. Herbergsvater Marcus Jonson erzählt: „Als das Komitee des Jugendherbergsverbands kam, sagten die Herren in ihren Anzügen: ,Ja, sehr nett, aber wo ist das Hostel?‘ Es war lustig. Viele Kriterien einer Jugendherberge trafen auf ,Kolarbyn‘ gar nicht zu, zum Beispiel Verdunkelungen vor den Fenstern. Nun, bei mir gibt es gar keine Fenster.“
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos -

Das Vermächtnis des Dalai Lama
mehr Infos


alter sagte vor 1 Jahr 45 Wochen:
In Zeiten, in denen im Norden die Sonne nicht untergeht, verkriecht man sich gern in die Erde. Das fördert den Schlaf ungemein. Guter Hotel-Tip für Mittsommerübernächtige!
Diesen Beitrag melden!
Kommentar hinzufügen