
Autor:
Isabel Garcia
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Ein Reisebericht für Aktive: Die Gipfel der Cumbre recken sich fast 2.000 Meter hoch in den Sonnenhimmel über dem Atlantik. Oben werden Besucher mit einmaliger Fernsicht bis nach Teneriffa belohnt.
Kühler Wind streicht durch hellgrüne, luftige Pinienwälder, Feigen- und Mispelhaine spenden Schatten, Maulbeerbäume und Pappeln schütteln ihr Laub ab. Und Schnee legt sich dünn über die Höhen – dass von Gran Canaria die Rede ist, mag man kaum glauben. Vor dem Gipfelsturm auf den Pico de las Nieves steht eine abenteuerliche Zeitreise über enge Serpentinen durch tief gefurchte Täler, in denen die Bauern wie seit Generationen Mais, Kartoffeln und Gemüse auf Terrassenfeldern anbauen. Dort trotten noch Esel mit Holzpflügen über winzige Äcker. Und auf den Dorfplätzen dösen in Schwarz gekleidete Alte.
Das verschlafene San Bartolomé de Tirajana wurde schon von den Altkanariern bewohnt. Kaum lebhafter geht es im Nachbarort Santa Lucía im Barranco de Tirajana zu. Er liegt in einem weiten Felsenrund und wird gern wegen seines kleinen Bauernmuseums mit dem nettem Speiselokal „Hao“ im Patio besucht.
Nach dem Chira-Stausee beginnt das eigentliche Hochland. Die Wasserreservoirs sind der Lebensspeicher der Insel. Nach starken Regenfällen in den letzten Jahre sind sie wieder gut gefüllt. Bei Ayacata, das für seine Mandelblüte im Februar bekannt ist, lohnt sich ein Abstecher zum idyllischsten von ihnen, dem Stausee Cueva de las Niñas mit seinen bei den picknickvernarrten Canarios beliebten Grillplätzen. Auf der Strecke von Ayacata nach Cruz de Tejeda sieht man sie an den Wochenenden überall mit Freunden zusammensitzen.
Gleich am Anfang erhebt sich links der gewaltige Roque Nublo. Der „Wolkenfelsen“ ist 1.813 Meter hoch, ein von weitem sichtbares Wahrzeichen, das gute Kletterer besteigen können. Cruz de Tejeda ist ein Scheitelpunkt der Insel. Ausflugsbusse machen dort Station, die Souvenirstände und Lokale sind gut besucht. Danach geht die Fahrt zum malerischen Tejeda weiter. Dessen weiße Häuschen stapeln sich den Hang hinauf. Wie ein Faustkeil steht der Felsen Roque Bentaiga gegenüber. Er war den Altkanariern heilig und die nahe Höhle Cueva del Rey diente ihnen als Kultstätte.
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