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Nach einem kleinen Nacht-Ausflug zu Jupiter, Wega und Andromeda führt am anderen Morgen Tag 3 ins Teno-Gebirge im Westen der Insel. Auf einer herrlichen Kammwanderung geht es von Santiago del Teide nach Masca.
Freitag, 22 h: Heute ist mein Arbeitstag lang. Doch was mir jetzt spät am Abend noch blüht, klingt außerordentlich interessant: nämlich ein interstellarer Ausflug in die Milchstraße. Die Reiseleitung übernimmt Franzisco, ein Hobby-Astronom (www.astroamigos.com). Kostet pro Person ab 25 Euro, die Teilnehmerzahl beträgt maximal 10 Personen.
Aufgebaut hat Franzisco sein Teleskop – es hat etwa den Durchmesser und die Länge eines großen Büropapierkorbs – einige hundert Meter vom „Hotel El Parador Nacional“ entfernt. Leider ziehen einige Wolken am Himmel umher, doch der größte Teil der Sternenpracht funkelt auf uns herunter. Mehr als 2.000 davon kann man mit bloßem Auge sehen. Und erst mit einem Teleskop ...
Was schätzen Astronomen an Teneriffa besonders? „Erstmal natürlich die hohe Lage hier, wir befinden uns auf 2.000 Meter“, erklärt Franzisco. „Hinzu kommt, dass der Passat meist eine kompakte Wolkendecke heranschiebt, die nicht über 1.600 Meter Höhe erreicht. Und über dieser Wolkendecke nun ist die Atmosphäre besonders stabil – und das ist sehr gut für die Sicht ins Weltall.“
Franzisco zeigt uns Sterne, die die verschiedenen Lebensphasen eines Sterns repräsentieren, und erklärt deren Merkmale. Stern Wega ist relativ jung, entwickelt daher besonders hohe Temperaturen und hat einen blauen Schimmer. Ein gewisser Stern namens Granate ist schon alt, nicht mehr ganz so heiß und leicht rötlich.
Der Blick durchs Fernrohr ist faszinierend – als ob man durch ein kleines Schlüsselloch ins Universum spähen würde. Am meisten beeindruckt mich Planet Jupiter, er ist der Erde auch relativ nahe und dementsprechend deutlich und groß zu sehen.
Heute Samstag, 9 Uhr: Die schönsten Wandertouren Teneriffas findet man im Orotava-Tal (da waren wir an Tag 1), in den Canadas del Teide (da waren wir an Tag 2), im Anaga-Gebirge im Nordosten und im Teno-Gebirge im Südwesten – dorthin wollen wir heute. (Übrigens: 60 Wanderrouten hat der neue Rother Wanderführer „Teneriffa“ zusammengetragen.)
Wir starten kurz hinter dem Dorf Santiago del Teide, Guide ist heute Fatima von der Agentur Gregorio, www.gregorio-teneriffa.de. Während ich gestern im Teide-Nationalpark eine lange Hose und eine Fleecejacke plus Windschutz trug, ist es heute so warm, dass man in kurzer Hose und kurzärmeligem Hemd gehen kann. Die Temperatur beträgt etwa 24 Grad und wird gegen Mittag 28 Grad haben. Wir befinden uns etwa auf 900 Meter Höhe, werden 400 Meter aufsteigen und anschließend wieder 600 absteigen. Insgesamt sind wir heute fünf bis sechs Stunden unterwegs.
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Britta (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 43 Wochen:
Ich glaub wir sind den gleichen Weg andersherum gegangen.
Und zwar sind wir am Cruz de Hilda, etwas oberhalb von Masca eingestiegen, und dann den Höhenwanderweg Richtung Pico Verde hin- und zurück gelaufen... Bis zum Pico sind wir gar nicht gegangen, wir waren zu faul.. Aber wir hatten auch klasse Wetter und auf der ganzen Wanderung wunderschöne Panormablicke.
Und sa wir mit unserem Mitauto unterwegs waren, hatte diese Variante den Vorteil, dass es an der Cruz de Hilda beim Einstieg ausreichend Parkplätze gab, wir uns die Höhenmeter von Masca hoch gespart hatten und wir auf dem Rückweg in der dortigen Cafetaria in aller Ruhe den herrlichen Blick bei einem cafe con leche genießen konnten. Später Nachmittags sind nämlich schon die ganzen Sightseeing-Busse weg.
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markus sagte vor 3 Jahre 18 Wochen:
Vielen Dank für die netten Kommentare!
Leider ist nach Tag 3 Schluss mit der Wanderreise ... Den Tipp mit der Städtetour nehmen wir natürlich gern auf in unsere Planung.
Die Küstenregionen von Teneriffa sind wirklich stark be- und mitunter auch zersiedelt. Immerhin leben in der Hauptstadt Santa Cruz 250.000 Einwohner. Aber je weiter man sich ins Inselinnere Richtung Bergwelt bewegt, desto einsamer wird's und man kann wirklich allein seine Bahnen ziehen.
Und auf der anderen Seite ist es ja auch ein Vorteil, wenn die Zivilisation und ihre Annehmlichkeiten (die gibt's nämlich) nahe sind.
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spiko sagte vor 3 Jahre 19 Wochen:
schade, dass dein trip vorbei ist. es hat spass gemacht, dich zu begleiten. oder gehts noch weiter, weil sich dein kollege peter nach tag 5 erkundigt?
hoffentlich gibt es bald die nächste live-reportage, wie wärs mal mit einem city-trip?
mit besten grüssen an die redaktion...
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Britta H. sagte vor 3 Jahre 19 Wochen:
Hi,
bei den Kanaren denkt ich ja immer nur an Massentourismus, gerade auch bei Teneriffa. Mit schaudern erinnere ich mich an Los Christianos, wo ich mal bei einem wunderschönen Segeltörn halt gemacht habe. Eine Ansammlung geschmackloser und hässlicher Zeitgenossen, brr....Was war ich froh, als wir wieder in See gestochen sind. Und nie mehr wollte ich nach Teneriffa!
Letztes Jahr von La Palma aus, haben wir bei unseren wunderschönen Wanderungen fast immer den Teide im Blick gehabt. Das man auch auf Teneriffa so schöne Wanderungen machen kann, wusste ich wirklich nicht! In meiner Fantasie gab es so einen Art Shuttelbus von Los Christianos hoch zum Teide. Da habe ich mich wohl gründlich geirrt - Teneriffa als mögliches Wanderziel behalte ich auf jeden Fall im Hinterkopf.
Viel Spaß noch in Teneriffa!!
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peter_pfaender sagte vor 3 Jahre 19 Wochen:
Na Kollege, und was steht an Tag 5 auf dem Programm? Erneuter Gipfelsturm? Oder chillen am Pool?
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Tom Golan sagte vor 3 Jahre 19 Wochen:
Hallo Markus,
Wanderparadies für rote Socken? Die Fotos, die du gemacht hast, lassen mitunter an Mondlandschaften denken. Toll sieht das aus!
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Silverpiano sagte vor 3 Jahre 19 Wochen:
Drei Tage Teneriffa erwandern - das war sicher auch für den einen oder anderen User eine tolle Sache zum Miterleben. Man bekommt ja schon vom Lesen Blasen an den Füßen. Dann aber immer wieder eine Belohnung nach der anderen durch die tolle Landschaft wie hier geschildert. Also, eine prima Live-Reportage.
Eine Bemerkung noch zu den Web-Tipps, weil da ja offensichtlich Kritik kam, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich finde diese Hinweise ganz super und bestimmt für alle sehr, sehr nützlich, die auch mal mit dem Gedanken an eine Kanarien-Reise spielen. Nur weiter so!!
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