
Autor:
Dieter Losskarn
InsiderTipps
Auf den ersten Blick hat die Stadt unterm Tafelberg nichts mit Afrika zu tun. Wer länger bleibt, merkt rasch, dass der Slogan "One City - Many Cultures" absolut zutreffend ist. Am südwestlichen Ende bündelt Afrika alle seine Reize – das beweist dieser Reisebericht.
Kapstadt ist eine einzigartige und aufregende Mischung aus Europa, Karibik, Kalifornien und Afrika. Fliegende Händler verkaufen in der St. George's Mall Kunsthandwerk, Township Art, Gemälde, Zeitungen, Obst und Gemüse. Marimba-Bands heizen Passanten ein.
Dutzende von Coffee Shops offerieren echten Cappuccino und Espresso, Saftläden frisch Gepresstes und so genannte Power Smoothies, geeiste Drinks mit Ginseng, Blütenpollen oder Extraprotein. Eines fällt sofort auf. Es gibt in dieser Stadt kaum gestresste Gesichter. Die Capetonians sind, wie man hier sagt: laid back. Nirgendwo sonst im Land finden sich so viele historische Gebäude verschiedener Architektur-Richtungen auf so engem Raum. Neben kapholländischen, viktorianischen und georgianischen Häusern sind einige beeindruckende Art-déco-Gebäude etwa am Green Market Square zu bewundern.
In der Filmsaison, zwischen November und April, wird Kapstadt seinem Beinamen "Hollywood in Afrika" gerecht. Dann sind oft Teile der Long Street für Filmaufnahmen gesperrt. Und Besucher müssen sich nicht wundern, wenn plötzlich ein gelbes New Yorker Checker-Taxi mit quietschenden Reifen auf der falschen Straßenseite um die Ecke schießt. Viele Locations in Kapstadts haben - geschickt gefilmt oder fotografiert - eine verblüffende Ähnlichkeit mit Manhattan. Zusammen mit Yellow Cabs und Hot-Dog-Ständen wird die Illusion perfekt.
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