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Am 3. Safari-Tag nimmt unser Bush-Reporter höchstpersönlich den Steuerknüppel in die Hand und fliegt zur nächsten Lodge, der "Ant Collection" im Waterberg-Gebiet. Es erwarten ihn dort Springbock-Carpaccio nebst fruchtigem Weißwein, spannende Game Walks, eine Mountainbike-Safari, Reitsafaris sowie eine Büffel-Pirsch im Busch. Lesen Sie seinen Reisebericht.
Was für ein Tag! Der reine Wahnsinn. Beim Flug von Madikwe Richtung Waterberg versetzt Jan mich in eine Art freudiger Schreckstarre. Auf 9.000 Fuß Höhe, zwischen puscheligen Wolkentürmchen, fragt er mich, ob ich mal an den Steuerknüppel wolle. Ähm, was heißt fragen. Über Kopfhörer meint er lapidar: „Jetzt greif mal zu, schön gerade halten, keine heftigen Bewegungen. Ganz sanft, wie bei einer Frau .ja, alter Machospruch; aber einer wie Jan darf das)“
Ich weiß nicht, wie mir geschieht. Das ist ein Kleine-Jungen-Traum. Du spürst, wie die Maschine auf kleinste Handbewegungen reagiert, wie eine geringe Bewegung der Arme nach vorn die Schnauze nach unten drückt und sich die Cessna beim Gegenzug nach oben schraubt.
Wir fliegen ein paar leichte Kurven, während die spärlich begrünten schroffen Hänge des zerklüfteten Waterberg immer näher kommen. Wir sausen im Blindflug durch dichte Wolken und dann wieder über enge Täler, durch die silbern glitzernd wasserreiche Flüsse gurgeln. Das ist der absolute Adrenalinkick ...
Der Airstrip, auf dem Jan dann die Maschine wieder auf den Boden bringt, ist abenteuerlich schmal – aber mit gestutztem Rasen wirkt er wie ein Putting Green. Unten wartet schon Ant, der Besitzer der nächsten Lodge auf uns.
Der Abschied von Jan fällt fast etwas schwer. Er ist ein echt patenter Kerl – mit viel Humor und echtem Machergeist. Es ist ein Privileg, auf einer inhabergeführten Lodge zu sein, das beweisen auch unsere neuen Gastgeber, Ant und Tessa.
Individueller Baustil, mit viel Hingabe und sicherem Geschmack gestaltetes Interieur, eine sehr persönliche Note, nur wenige Betten und Gastgeber, die echte Gastgeber sind, das ist der wahre Luxus. Und das zählt viel mehr als vergoldete Wasserhähne und das weltweite (damit genormte) Serviceversprechen großer Hotelketten.
Ganz zu schweigen von der unglaublichen Passion und Hingabe, mit der sie das Leben im Busch führen – und mit der sie anderen Menschen diesen „Lifestyle“ vermitteln. Echte Buschmänner eben.
Auf der Fahrt zur Lodge auf einem 4.500 Hektar großen Privatgelände erzählt uns Ant, dass seine Familie schon in den 1830er Jahren in die Region gezogen und sich als Rinderfarmer niedergelassen habe. Damals war der Wasserreichtum des Plateau aber Fluch wie Segen. Erst in den 1960ern Jahren wurde die Malaria dort ausgerottet. Zuvor war es ein Paradies für stechende Insekten aller Art.
Das alte Ranchhaus der Familie haben die beiden reizenden Gastgeber – sie eine hübsche, zierliche blonde Kenianerin, er ein Schrank von einem Kerl – mit „viel Mühe und wenig Geld“ zum „Ant’s Nest“ ausgebaut. Unter einem hohen Reetdach mit offenem Dachstuhl warten großzügige, sehr geschmackvoll und organisch eingerichtete Zimmer – es wurden viele knorrige Hartholzstämme und -Äste verbaut.
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
@ danke, bruderherz! ich denke mir, dass eingelitschirmflug ueber dem busch auch ein hammer sein muss! gruesse vom wasserloch
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Axel sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
ooooh wow! Cessna fliegen - Neid! Hört sich alles echt sehr gut an, und die Fotos sind Hammer (bei dem mit dem Rhino im Rücken kriegt man ja selbst Angst). Viel Spaß noch, Peter. Grüße ausdem verschneiten Berlin.
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gertraud_baumann sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
Hallo Peter,
wollte mich als erste gleich mal als office manager (klingt besser als sekretärin) an deinem neuen standort bewerben. meine erfahrungen hier mit brüllenden löwen, sturen elefanten schnaubenden büffeln und wilden hunden qualifizieren mich doch auf jeden fall;-)
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
hallo aus dem busch - uebers extra langsame internet. jeden tag ein neues abenteuer - heute ging es durchs gestruepp auf der suche nach bueffelbullen, gestern abend wurde MTB gefahren. Abenteuer pur ist das, Leute! Ein Hinweis noch: der Windhund von Bush Blog Tag II ist ein Wild Dog, also Wildhund.
@jessica: danke fuer den tollen job im back office, spannender als fliegen ist die bueffelsuchwe auf allen vieren
@Odday: wieso schiessen, ier schiesst keiner. ich han noch kein gewehr gesehen, fernglas ja, aber keine bullets
@anusch: ich verlege mein buero zu ant und tessa - es gibt ja internet und handy, auch wenn man nicvht durchkommt, bis demnaechst!
@lauluk> ich hab unter die chaps meine mtb-hose mit polstern angezogen, das war sehr komfortabel :-}
@wolfgang: jan hatte alle lizenzen, erfliegt seit 32 jahren in ganz afrika.
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Elli sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
Warum tu ich mir eigentlich jeden Tag deinen Bericht an? Mein Fernweh wächst von Tag zu Tag langsam ins Unertägliche. Aber es ist einfach zu schön, was du so alles erleben darfst. Und ich will unbedingt wissen wie's weitergeht. Bis morgen.....und Flieger; grüß mir die Sonne!!
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reisefreak58 sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
Fliegen mit einer Cessna: Wer Zeit hat, muß nicht viel Geld mitbringen. Auf kleinen Flugplätzen kann man in Südafrika die PPL (Privatpilotenlizenz) erwerben, sogar in "Ferienkursen". Einfach mal googeln!
Ich selbst habe in Südafrika (Pretoria: Wonderboom Airport) meine PPL gemacht, die sogar, wenn man das wesentlich teurere Hobby in Deutschland weiter ausüben möchte, mit einigem Aufwand in eine deutsche PPL umgewandelt werden kann.
Aus dem Bericht habe ich entnommen, dass durch Wolken geflogen wurde. Da kann man nur hoffen, dass der Pilot eine "Wolkenfluglizenz" (IFR) hatte. Und das mit dem Steuerknüppel-aus-der-Hand-in-die-Hand-eines-Fluggastes-geben will ich mal nicht gelesen haben, auch wenn's dem Herrn Pfänder sichtbar Spaß gemacht hat ;-)
Wolfgang
Autor des Buches "Erlebnis Südliches Afrika"
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ginger sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
hallo peter,
ein freund hat mich auf eure seite und die community aufmerksam gemacht.
seit ein paar stunden (!) klicke ich mich nun bei euch um die welt, lese spannende reportagen und sehe faszinierende bilder und bin jetzt zu deiner live-reportage gekommen. die idee finde ich super. ich war schon immer ein fan von fortsetzungsromane, das ist so schön spannend.
ganz ehrlich, das ist ne super seite, die echt laune macht.
weiter so und bis morgen.
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Lauluk sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
Hallo Peter,
Tag 1 und 2 haben sich schon super gelesen und auch dieses Mal wieder ein Volltreffer. Mit dem Pferd auf Safari stelle ich mir total super vor. Hat das Dein Allerwertester gut ausgehalten? Ich hoffe übrigens, im Gegensatz zu Oddy Seuß, dass Du auf keinen Fall ein Schießgewehr in die Hand nehmen wirst. Das Schießen von tollen Fotos sollte genügen. Viel Spaß noch bei Deinen Abenteuern.
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anuschka_dresel sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
lieber kollege,
die redaktion hat schon den ganzen tag gespannt auf den dritten teil deiner live-reportage gewartet. selbst in einem flugzeug über die steppe südafrikas zu fliegen ist wohl ein ganz besonderes abenteuer und dann die vielen tiere live zu sehen, unglaublich.
pass auf dich auf und bis morgen.
ach ja, ich muss dich nicht daran erinnern wie dein "reporter-büro" in der redaktion aussieht, oder? leider hat es nicht viel gemein mit dem büro im ants nest...
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Oddy Seuß sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
Die Safari scheint mir sehr abwechslungsreich zu sein. Jeep, Mtb, Pferd, Flugzeug – mehr Äktsch geht wohl kaum. Doch. Eines fehlt:
Wie sieht's den aus mit dem Schießgewehr? Schon was erlegt?
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