
Autor:
Robert Haidinger
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Wir waren für diesen Reisebericht in Südafrika. Weit jenseits der Kapregion haben wir die schönsten Tierbeobachtungs-Spots und Naturschönheiten KwaZulu Natals zwischen Ozean und Drakensbergen erkundet.
Ein Stück Afrika - geheimnisvoll und voller Überraschungen.
Zwei, drei Schritte noch. Der Asphalt brennt heiß unter den Sohlen. Schon endet die Straße und reißt hinter dem Schlagbaum einfach ab. Mit dem Asphalt verabschiedet sich Südafrika, und wo es abrupt in eine gelbsandige Piste übergeht, beginnt Mosambik. Dorthin wollte ich immer schon, allein wegen des wohlklingenden Namens. Bloß: Dass es so ganz nebenbei funktioniert, barfuß, spontan und als Dreiminutenausflug, hätte ich nicht gedacht.
Aber es ist auch ein Traum nach Kwamvutshane-Art, einem jener afrikanischen Stämme, denen irgendwann im Lauf der Geschichte eine ziemlich künstliche Grenze quer durch ihr Gebiet gezogen wurde - so wie etwa dem Stamm der Berliner die damalige Mauer. Und so führt mein kleiner Spaziergang über eine Grenze, die man zumindest als Kwamvutshane so ernst nicht nimmt. Ernst nimmt man aus deren Perspektive ganz andere Dinge: den Kiosk mit dem eisgekühlten Bier auf der südafrikanischen Seite etwa, die einzig sinnvolle Tränke weit und breit. Ernst nimmt man auch die seit Jahren anhaltende Trockenheit, die nicht nur den Fischern in der angrenzenden Kosi Bay zu schaffen macht. Und wichtig sind natürlich auch Dinge wie Josefas Frisur - ein wahres Kunstwerk, für das man als Kwamvutshane-Mädchen gern den halben Tag vor der Steinhütte hockt, in die warme Sonne blinzelt und sich von der Schwester die feinen Zöpfchen flechten lässt.
An dieser Stelle muss ich allerdings etwas weiter ausholen. An dem Tag, an dem ich zu Fuß und ohne Reisepass nach Mosambik hinüberspazierte, hatte ich das Beste bereits hinter mir. Nämlich einen Trip durch Südafrikas ebenholzigste Seite. KwaZulu Natal heißt diese, und dies ist ein Stück Afrika wie aus dem Bilderbuch - geheimnisvoll, ungezähmt und voller Überraschungen.
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