Wir waren in Südkoreas Hauptstadt und auf dem Land unterwegs. Was es zu sehen gibt? Eine pulsierende Großstadt. Einen veritablen Indian Summer wie in Neuengland. Seegurkensalat und stille Tempel. Viel Spaß mit diesem Reisebericht aus einer verkannten Boomtown.
Seouls intimster Stadtteil ist das kleine Insadong. Die Hochhäuser und Bürotürme der angrenzenden Downtown-Viertel haben im Norden der Stadt bislang noch nicht so recht Fuß gefasst. Noch lagert der eine oder andere braun glasierte Kimchi-Topf in Insadongs kleinen Innenhöfen - und sei es nur als Requisit der verschiedenen Traditionsrestaurants, die zu Ochsenkniesuppe und Muschel-Porridge Volkstänze und Trommelklänge servieren. Wer rechteckige Papierdrachen, akkurat geschnitzte Stempel, Pinsel und Tuschereibesteine sucht, findet diese in den verwinkelten Gässchen des Viertels genauso wie Koreas berühmte Keramik. Im Yogesa-Tempel, dem "Vatikan" der größten koreanischen Buddhistensekte Jogyeong, dürfen Westler neuerdings zur Probe meditieren, nächtigen und Fastenspeisen verdrücken. Die umliegenden Shops versorgen qualitätsbewusste Mönche mit schicken Kutten. Kleines Kaufrausch-Nirwana! Weltlicher Augen- und Ohrenschmaus ist im Unhyeongung-Palast am anderen Ende von Insadong angesagt. Jeden Sonntag darf man sich als Zaungast zur Neuinszenierung der Königshochzeit und zu den aristokratisch ruhigen Schrittfolgen des königlichen Balletts einstellen.
Der Seating-Kellner des futuristischen Chongno Tower hat neugierige Nasen bestens im Griff. Im 33. Stockwerk des unmittelbar südlich von Insadong aufragenden neuen Downtown-Wahrzeichens bestimmen Dress-Code, Reservierung und das nötige Kleingeld die Regeln der neuen Isolation. Wer es bis zum Aperitif im "Top Cloud" schafft, bereut dies nicht. Der Blick zählt zu den schönsten der Stadt. Ringsum erstreckt sich das uferlose Lichtermeer der nächtlichen City.
Das Tempo der Veränderungen ist im Süden der Stadt am einschneidendsten. Bauprojekte wie das neue World Championship Stadium, in dem am 31. Mai das Eröffnungsspiel der WM stattfindet, wurden in wenigen Monaten aus dem Boden einer knapp zuvor planierten Müllhalde gestampft. Hochbauten wie das 63 Building oder das koreanische World Trade Center ragen neben königlichen Erdkuppelgräbern aus dem 11. Jahrhundert empor, während am Ufer des Han River das Volk entspannt.
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Seoul
peter_pfaender sagte vor 3 Jahre 35 Wochen:
Und wir bekommen mal ein Exemplar zur Rezension zugeschickt, oder?
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seoulinfo.de sagte vor 3 Jahre 35 Wochen:
Eine schöne Einstimmung in diese fantastische Stadt. Aber Seoul ist viel mehr als man in wenigen Zeilen ausdrücken kann. Deshalb gibt es jetzt den neuen und hochaktuellen Kultur- und Reiseführer "Abenteuer Seoul" der auf 240 Seiten mit über 300 Farbfotos einen ausführlichen Einblick in das Seouler Leben gibt. Mehr Informationen und Musterseiten gibt es auf seoulinfo.de.
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