
Autor:
Brigitte von Imhof
Weitere Reportagen
Taipeh, Berge und die Taroko-Schlucht Asien auf Speed
InsiderTipps
Wir kennen Taiwan als Hightech-Land, aber kaum als Reiseland. Dabei ist dieses Asien en miniature „gesegnet mit Naturschönheiten, einer lebendigen Kultur und den freundlichsten Gastgebern der Welt“, schwärmt die Autorin dieses Berichts nach ihrer Rückkehr.
Sofort ist mir klar, dass ich fällig bin. Erstens sitze ich direkt an einem Tisch neben der Bühne. Zweitens falle ich als Europäerin wie überall in Taiwan auf. Und drittens bin ich mein ganzes Leben lang immer von Zauberern oder Performern jeglicher Art rausgepickt worden, wenn sie einen Deppen gebraucht haben.
Nach dem Dinner, einer Orgie aus Vorspeisen, Fleisch- und Fischgerichten, beginnt die Vorstellung. Es gibt einen Prinzen, eine wunderschöne Prinzessin, einen Bösewicht und den Drachen Susu. Kaum ist der Drache tot und die Prinzessin gerettet, geht es von vorn los. Diesmal mit den „ausgewählten“ Gästen als Aushilfs-Puppenspieler. Herrje.
Heute Morgen erst bin ich in Taipeh angekommen, einer der spannendsten Metropolen Asiens. Nach dem 14-stündigen Flug etwas verknittert, war eine (ziemlich rabiate) Massage genau die richtige Maßnahme, um fit für die Stadttour zu werden.
Taipeh mag das Zentrum der Industriemacht Taiwan sein – aber es gebärdet sich nicht so. Parks, Tempel und Bauwerke aus früheren Stilepochen versprühen Leichtigkeit, auch wenn ein Wolkenkratzer nach dem anderen in den Himmel wächst. Allen voran natürlich der 509 Meter hohe Taipei 101, der bis vor Kurzem das höchste Gebäude der Welt war. Auf den Nachtmärkten schlägt der Puls der Stadt. Man kann sich von Stand zu Stand schlemmen und das geschäftige Treiben im Flimmern der Lampions auf sich wirken lassen.
Zwei Tage sollten reichen, um das besondere Flair und die Schätze Taipehs einzufangen. Allerdings könnten Kunstliebhaber diese zwei Tage allein im – nach aufwendiger Renovierung – wiedereröffneten Palastmuseum zubringen: Es beherbergt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunstobjekte. Nur ein Teil der rund 720.000 Exponate ist ausgestellt.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde ...
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos


Dirk Diestel (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 26 Wochen:
Ein wirklich schöner Reisebericht, der es schafft, in nur 3 Seiten das Wesentliche von Taiwan zu skizzieren. Kompliment!Ich lebe nun seit fast 5 Jahren als Fotograf in Taiwan und kann vieles Beschriebene - inclusive der unglaublichen taiwanesischen Gastfreundschaft - voll bestätigen. Man kann nur jeden ermuntern, Taiwan zu besuchen. Vielleicht während eines Stoppover Aufenthalts nach Bali oder nach Australien.
Eine kleine Korrektur aber ist nötig: Die Taiwanesen sind nicht so reich (mit Ausnahme vielleicht der ehemaligen Reisbauern im 101 Bereich und Finanzzentrum, die ihr Land zu horrenden Preisen verkaufen konnten) , dass sie echtes Geld als Opfergabe verbrennen könnten. Es handelt sich dabei vielmehr um gold/rot bedruckte Opfergeld, das man bündelweise für wenig echtes Geld kaufen kann.
Wen es interessiert: Einige hundert Taiwan Fotos sind auf meiner Homepage zu finden. www.taiwan-foto.de
Diesen Beitrag melden!
Kommentar hinzufügen