
Autor:
Robert Haidinger
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InsiderTipps
Für echtes Erlebnis auf den Spuren der klassischen Safari lautet das Rezept: Gehen Sie im Kreis! Übernachten Sie mal im Zelt und mal in der Luxuslodge. Und halten Sie immer die Augen und Ohren offen! Gehen Sie mal in die Luft und lassen Sie sich mal vom vermutlich weltbesten Butler bedienen. Wie der Autor unseres Reiseberichts.
Corned Beef mitgenommen, Fischkonserven auch. Wasser sowieso, ein paar Flaschen Wein können nie schaden, immerhin soll das Picknick ja zehn Tage dauern. Aber sonst ist der Einkaufszettel jetzt durch. Auch der Jeep hat, was er braucht: Extrakanister Benzin und zwei Reservereifen. Schließlich fährt man nicht irgendwohin, sondern einmal in die Serengeti und wieder zurück. Die Damen am Central Market von Arusha nicken wissend mit den runden Köpfen: "Ja, ja, die Zebras und die Löwen. Wird sicher schön, Bwana." Auch der Tankwart - vier Stunden später - nickt wissend: "Ja, ja, die Kinder von der Straße! Immer spielen sie mit scharfen Scherben und spitzen Nägeln. Das mit deinem kaputten Reifen bringen wir wieder hin. Bloß billig, das sage ich dir, Bwana, billig wird das nicht."
Das war der erste Tag der Safari im Selbstfahrerstil. Der erste Tag war der Tag, an dem der Mount Meru gleich dreimal versank. Zuerst im butterweichen Staub, dann im Grau der fliegenden Wolken und schließlich im Rückspiegel des (für sündhaft viel Geld angemieteten) Jeeps. Es war auch der Tag, an dem die Straße nach Grumeti das erste Mal ihre Zähne zeigte, jene der spielenden Kinder. Aber Zufall war das keiner. Wer in die Eisenzacken der Autofallensteller-Bande fährt, der zahlt beim Flickschuster ums Eck. So einfach ist das. Und jetzt zurück auf die Safari-Schulbank und Ostafrika-Lektionen gebüffelt.
Wer hinter Arusha, der tansanischen Safari-Metropole am Fuß des grandiosen Mount Meru, die Kurve kratzt, kann noch etwas lernen. Klar, die Straße zur Serengeti wird auch hier von Jahr zu Jahr glatter. Das neueste Stück Asphalt haben die Japaner spendiert. Aber irgendwann reißt es trotzdem ab, wird von gelbem Sand geschluckt und spätestens dann sollte man beginnen, Ostafrikas Wildheit ernst zu nehmen. Zum Beispiel beim ersten Picknick, am Campingplatz von Mto Wa Mbu, gleich neben dem Eingang zum kleinen Manyara-Nationalpark. Ein herrlicher Flecken Land! Saftiges Gras. Baumriesen. Das Krächzen der Buntstörche in den Kronen. Sogar ein kleiner Bach und darüber der saftige Geruch von frischen Gräsern, ein erdiges Aroma von Abenteuer, Adrenalin und Afrika. Black Label eben, hochprozentig.
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