Rund 65.441.000 Bewohner. Davon 15 Prozent Chinesen. Buddhismus ist die wichtigste Religion. 2.815 Kilometer Küstenlänge. Maximal 1.770 Kilometer lang und 780 Kilometer breit. Jahresdurchschnittstemperatur im Süden: 28 Grad. Das Land hat Hunderte von schönen Inseln, deren Name immer mit Ko beginnt und danach manchmal kompliziert (Lao Liang Nuea), manchmal ganz einfach wird (Kai). Unser Reisebericht verrät, was Sie erwartet ...
... Morgens in einem Tempel
„Do not speak unless you can improve on silence“, steht auf dem Zettel am Eingang des Klosters: Bitte nur dann sprechen, wenn das Gesagte die Stille verbessert. Irgendwo singt ein Vogel. Wenn man ganz aufmerksam lauscht, kann man die Stadt hören, ein weißes Rauschen von ganz weit weg - sonst aber ist es still.
Es gibt schlechtere Orte für den ersten Spaziergang als ein Kloster am frühen Morgen, wenn Thailand gerade begonnen hat, sich aus der Schwärze der Nacht zu schälen. Dann sieht das Land aus wie einem Fantasy-Märchen entlehnt, ein Reich der fahlen Schatten und blassen Konturen, getuscht mit wenig Farbe und viel, viel Wasser. Dann kann man beobachten, wie Thailand erwacht, die Märkte, die Läden, der Verkehr. Und die Klöster.
Thailand ist durch und durch buddhistisch. Vielleicht ist das das Wichtigste, was man über das Land sagen kann. Der Buddhismus ist überall, er prägt das Leben in den Großstadtlofts und in den Bambushütten tief im Dschungel, die Börsenbroker tragen ihn genauso im Herzen wie die Elefantenführer, die nachts mit ihren Tieren unter den Schnellstraßen Bangkoks übernachten. Buddhas Lehre ist überall, in den Klöstern des Landes aber lädt sie täglich neue Energie. Die meisten Thais verbringen irgendwann in ihrem Leben eine Zeit in einem dieser Wats. Ein paar Tage oder Wochen. Manchmal auch ein paar Jahre.
Betritt man ein Wat, scheint es immer, als lasse man alles außer sich selbst vor der Tür. Das hat mit der Kühle in den Hallen zu tun, dem plötzlichen Verschwinden der restlichen Welt - aber auch damit, dass wir natürlich ganz genau wissen, dass wir soeben ein Kloster betreten haben.
Selbst wer keinerlei Zugang zu dem verspürt, was man im Westen Religion nennt, wird ruhiger an so einem Ort. Fühlt den kühlen Stein unter den nackten Füßen. Lässt sich blenden vom Gold des großen Buddhas. Riecht den Duft der Räucherstäbchen, mit denen die Gläubigen ihre Wünsche und Gebete zum Himmel schicken. Hört die Schritte der Mönche, die mit ihren Bettelschalen aufbrechen. Man kann die Zeit ganz schnell vergessen an einem frühen Morgen in einem Wat. Und ganz ruhig werden kann man auch. „Do not speak unless you can improve on silence“.
Manchmal weiß man, wann man schweigen sollte.
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Der Siam-Trip für Einsteiger
Thomas Konn (nicht überprüft) sagte vor 7 Wochen 1 Tag:
Ihr macht ein einfach geiles Heft. Danke. Die Thailandstory ist genial. Weiter so - die nächsten 20 Jahre
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Gabriele Biemer-Daub (nicht überprüft) sagte vor 9 Wochen 1 Tag:
Liebes Abenteuer und Reisen-Team,
ich hatte gestern Ihr neues Heft im Briefkasten und habe heute in meiner Mittagspause den Artikel über Thailand gelesen. Es ist der beste und originellste Artikel, den ich jemals über Thailand gelesen habe und das sind viele an der Zahl. Ich musste beim Lesen mehrmals laut auflachen. Thailand ist das Lieblingsreiseland meiner Familie. Wir waren u. a. auch im Tsunami-Jahr dort und mussten notgedrungen 14 Tage in Bangkok bleiben, da die Weiterreise nach Phuket unmöglich war. In dieser Zeit haben wir die Stadt ziemlich gut kennengelernt, auch abseits der Touristenpfade. Ich kann die Erlebnisse des Autors Stefan Nink nur bestätigen. Eine originelle Hauptstadt, tolle Menschen, ein herrliches Land, das immer für neue Entdeckungen gut ist.
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