
Autor:
Anja Beckerle
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Dutzende Kilometer feinsandige Strände, Medinas mit prallen Suks und engen Gassen sowie viel Römisch-Antikes im Hinterland. Damit lockt die Region zwischen Nabeul und Monastir. Das Schönste zeigt Ihnen dieser Beitrag.
Die über die Jahrhunderte gewachsenen Küstenstädte Nabeul, Hammamet, Sousse und Monastir am Golf von Hammamet haben sich seit den 70er Jahren enorm verändert. Sie sind das Zentrum des modernen Tunesien-Tourismus und bieten ein entsprechend hohes Niveau im Hotel-, Sport- und Wellness-Angebot. An den flach ins Meer abfallenden Stränden darf das Badelaken auch zwei mal vier Meter messen, im Gegensatz zu manch anderem Mittelmeerstrand, wo Platz teure Mangelware ist.
Hammamet war um 1900 ein kleines Fischerdorf. Zahlreiche Künstler ließen sich von dem Ort inspirieren und machten ihn durch Bilder, Romane und Gedichte in Europa bekannt. Immer mehr Ausländer wollten den Zauber dieser Mittelmeerküste unmittelbar erleben. Was zunächst exotischer Geheimtipp für wenige war, wurde zum Inbegriff für einen erschwinglichen Platz an der Sonne für alle. Yasmine Hammamet heißt die neue, aber auf alt getrimmte Stadt, in die Kopien zahlreicher berühmter Plätze und Bauten aus anderen Teilen des Landes eingefügt wurden. Malls, Kunsthandwerk, ein Themenpark und der größte Yachthafen des Mittelmeers sowie gepflegte Golfplätze unterstreichen diesen Anspruch.
Die Medina von Hammamet, also die Altstadt, liegt zwischen den Stadtstränden am Meer und ist von einer wuchtigen Mauer aus dem 15. Jahrhundert umgeben. In den Gassen reihen sich Shops mit den beliebtesten Souvenirs (darunter auch viel Kitsch) aneinander. Die so genannte Kasbah, eine Festung, liegt am Westrand der Medina. Allein wegen des Ausblicks von deren Mauerkrone aus lohnt es sich, die Festung aus dem 15. Jahrhundert zu besuchen, die im Westen ans Meer, im Norden an den Strand und im Süden und Osten an die Gassen der Altstadt grenzt.
Video-Clip Streifzug durch Hammamet und Sidi Bou Said auf a&r TV ansehen!
Das moderne Port el Kantaoui, ebenfalls mit Yachtmarina, geht nahtlos in die geschichtsträchtige Küstenmetropole Sousse über, die nach Tunis und Sfax drittgrößte Stadt des Landes. Sousse wurde im 9. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern gegründet, von den Römern im 2. Jahrhundert erweitert und von den Arabern im 7. Jahrhundert schließlich zerstört. Erst im 9. Jahrhundert entstand es wie Phönix aus der Asche neu: Die Aghlabiden erweckten die Medina mit ihren Souks wieder zum Leben, bauten die Große Moschee, den festungsähnlichen Ribat, ein Wehrkloster, sowie die Kasbah und friedeten alles mit einer wehrhaften Mauer ein.
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