
Autor:
Andreas Klotz
Das Ruwenzori-Gebirge mit seinen mystischen Mondbergen: verwunschene Sümpfe, dichter Urwald und tosende Wasserfälle. Eine Ochsentour durch eine Landschaft, die nicht von dieser Welt scheint. Der Lohn für alle Mühen: ein Besuch im Bwindi Impenetrable Forest bei einer der letzten frei lebenden Berggorilla-Populationen Afrikas.
Die Mondberge sind über 5.000 Meter hohe, gletscherbedeckte Gipfel nahe dem Äquator, fast immer unter dich-ten Wolken verborgen. Sie werden auch Ruwenzori-Gebirge genannt. Nachts fallen die Temperaturen weit unter null Grad, tagsüber ist es oft tropisch warm. Schneeschauer wechseln sich ab mit eisigem Wind oder dichtem Nebel, es gibt 320 Regentage im Jahr. Nicht umsonst heißt Ruwenzori frei übersetzt „der Regenmacher“.
Eine surreale Welt aus fantastischem Urwald mit riesigen Sümpfen, steilen Fels-passagen und rutschigen Wurzeln erstreckt sich im Westen Ugandas. Überwältigende urtümliche Riesenpflanzen (Blumen werden hier mehrere Meter groß) stehen neben mit Flechten behangenen Erikabäumen und farbenprächtigen Moosteppichen. Zwischen-drin reißende Flüsse, romantische Wasserfälle, mystische Seen. Doch es war nicht nur das, was uns reizte, den beschwerlichen Central Circuit durch den Ruwenzori Mountains National Park zu gehen: Denn danach sollten wir im Bwindi Impenetrable Forest die letzten frei lebenden Berggorillas erleben dürfen!
Wir nahmen uns für das Trekkingabenteuer neun statt der üblichen sechs Tage Zeit. Insgesamt lagen an dem Rundkurs fünf Hütten. Nur eines gleich vorweg: Die Unterkünfte waren alles andere als sauber, kalt und unkomfortabel. Start war am Hauptquartier des Ruwenzori Mountaineering Service (RMS) in Nyakalengija, einem kleinen Dorf der Bakonjo am Rand des Nationalparks. Dort haben wir die letzte warme Dusche genossen.
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