
Autor:
Brigitte Baumann
Weitere Reportagen
Kreuzfahrt Inside Passage Küsten-Häppchen für Genießer
Große Rundtour Ans Ende der Welt und wieder zurück
Im Wohnmobil durch Alaska Elchtest in der Einsamkeit
InsiderTipps
Mount Alyeska nahe Anchorage ist nicht nur Alaskas einziges Skigebiet, sondern auch ein ausgesprochen schönes, wie unser Reisebericht zeigt. Wo gibt es schon Meerblick beim Wedeln, Karibu-Steak auf dem Teller und 15 Meter Schneehöhe?
Die Hunde Molly und Sam kennen den Unterschied zwischen links und rechts. Das haben sie der frisch gebackenen Hundeschlittenlenkerin voraus, die sich kurz vor Erreichen der Spurgabelung fieberhaft an das Kommando für links zu erinnern versucht. Wie hat Musher Dave bei der Kurzeinweisung gleich wieder gesagt? War es "Ge" oder "Ha"? Rechtzeitig vor der Gabelung kommt das erlösende "Ha". Na also, nun wissen Molly und Sam endlich Bescheid, wo's langgehen soll. Die beiden blitzgescheiten Alaskan Malmuts führen das achtköpfige Hundegespann an, das Urlauber in flottem Tempo über die leicht hügelige Moose Meadow zieht. Die Regie auf dem Hundeschlitten übernehmen in der Regel erfahrene Musher, während die Gäste, in warme Decken gepackt, die bergige Winterlandschaft an sich vorüberziehen lassen. Aber wer Lust hat, darf in die Rolle des Mushers schlüpfen und das gut aufeinander eingespielte Hundeteam durch dieses einsame Winter-Wonderland rund um Girdwood dirigieren. Für Daves Hunde ist die halbstündige Spazierfahrt nichts weiter als ein lockeres Aufwärmtraining. Einige aus Daves Stall gehen nämlich im März beim härtesten Hundeschlittenrennen der Welt, dem 1.860 Kilometer langen Iditarod Trail, an den Start, der von Anchorage nordwestlich bis nach Nome führt. Zehn Tage benötigen die schnellsten Gespanne für diese mörderische Strecke.
Alaska im Winter? Das klingt mehr nach Überlebenstraining als nach Urlaub. Das stellt man sich klirrend kalt, menschenfeindlich und stockfinster vor. Doch es spricht sich immer mehr herum, dass die Mär von mörderischer Kälte und Dauerfinsternis dummes Geschwätz ist. Von den wirklich unfreundlich grauen Dezember- und Januarwochen einmal abgesehen, bietet Alaska ideale Outdoor-Bedingungen für naturverliebte Aktivurlauber. So richtig gemütlich wird's ab März. Da scheint die Sonne fast 14 Stunden pro Tag und beschert komfortable Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt und wärmer.
Der attraktivste Winterspielplatz Alaskas ist am Mount Alyeska hoch über dem Städtchen Girdwood entstanden, Alaskas einziges "richtiges" Skigebiet. Man erreicht es von Anchorage aus in rund 50 Autominuten über den spektakulären Seward Highway, der den Turnagain-Meeresarm entlangführt und aus gutem Grund Auszeichnungen à la "America's Most Outstanding Scenic Byway" hamstert.
"Let's go, pack ma's!", bläst Chris von Imhof an der Bergstation zum Aufbruch und stößt sich mit kräftigen Skistockschüben ab. Der gebürtige Berliner, der seine Jugend in Garmisch-Partenkirchen verbracht und den bayerischen Akzent nach Amerika mitgenommen hat, ist der Chef des Skigebiets am Mount Alyeska und General Manager des angeschlossenen "Alyeska Prince Hotel". Schon in den 60er Jahren tüftelte von Imhof an der utopischen Idee herum, den lediglich von einem Sessellift erschlossenen Mount Alyeska zu einem Skigebiet auszubauen. Das Gelände in den Chugach Mountains schien ihm ideal für ein weitläufiges Pistenterrain.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde ...
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos

Kommentar hinzufügen