
Autor:
Andreas Hub
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Kraftfelder. Parallel-Universen. Der New-Age-Wallfahrtsort Sedona füttert Sinnsuchende mit Seelennahrung und unseren Reisebericht mit kuriosen Geschichten. Mahlzeit!
Nie nach Sedona! Schon vor Jahren hatte mich ein Hopi-Indianer gewarnt, als wir vor seinem Haus auf Second Mesa saßen. "Sedona", deutete er wortkarg und voller Verachtung mit dem Finger in Richtung Sonnenuntergang, "weirdos of all kind." Verrückte aller Art träfen sich dort, um ihrem New-Age-Fimmel zu frönen und als Weiße die alten indianischen Götter, Weisheiten und heiligen Rituale zu missbrauchen.
Doch nach Sedona! Und schon an der ersten Tankstelle: "Hier Irisdiagnose". Einmal Ölkontrolle und Iris nachgucken? Nö! Saubere Scheibe reicht für den Durchblick. Viel zu sehen gibt's eh nicht in der 10.000-Einwohner-Stadt. "If you blink, you'll miss it", sagen die Amerikaner: Einmal blinzeln und du bist dran vorbeigefahren. Eine Hauptstraße, die üblichen Einkaufszentren, Tankstellen, Motels, Fast-Food-Ketten, hier ein bisschen Hellsehen, da ein paar Kristalle. Und um die Ernüchterung komplett zu machen: Sedona verdanken wir einem trivialen Poststempel. Im Jahr 1902 ließen sich Carl Schnebly und Ehefrau Sedona am Ufer des Flüsschens Oak Creek nieder, legten Obstplantagen an, bauten eine Pension: Pioniere des Tourismus. Als Familie Schnebly ein Postamt eröffnen wollte, musste ein Name für die kleine Siedlung her. Oak Creek Crossing? Schnebly Station? Schwager Schneblys Blick fiel auf die Frau seines Bruders : Wie wär's denn mit Sedona? Und so bekam der Ort für alle Zeit seinen Stempel aufgedrückt, ohne dass die Welt davon Notiz genommen hätte.
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admin10 sagte vor 3 Jahre 47 Wochen:
Der Eingang zum Parallel-Universum! Super Reportage!
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