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Wieder mal nimmt unser Reporter kein Blatt vor den Mund: Endlich wissen wir, weshalb wir vergebens nach rotem Laub „peepen“ und was Barack Obama sieht, wenn er im Oval Office ratlos an die Decke starrt. Das Warum und Was erfahren Sie im Live-Report Nummer fünf, Stand 23.45 Uhr Ortszeit Stockbridge/Massachusetts.
Gesundheitsreform? Klemmt! Wirtschaft? Brummt immer noch nicht! Afghanistan? Kopfzerbrechen! Olympia in Chicago? Geplatzt. Dann kann man als President schon mal ratlos hilfesuchend gen Himmel blicken.
Doch der ist im Oval Office nicht zu sehen. Aber wenn Sie wissen, worüber der Blick von Barack Obama streift, dann buchen Sie einfach einen Tisch fürs Dinner im Restaurant „Wyndhurst“ des Cranwell Resort Spa Golfclub in Lenox.
Weshalb, fragen Sie sich jetzt zurecht. Weil „die oval angeordneten Deckenreliefs aus Mahagonischnitzereien dieses Raums das Vorbild für die Decke des Oval Office waren“, so David Weeks, der Maître D' des "Wyndhurst".
Genau dort endet unser Tag mit Lobster Tails, einem 2004-er Sauvignon von Francis F. Coppola (Regisseur von „Der Pate“ sowie „Apocalypse now!“ und preisgekrönter Winzer im kalifornischen Alexander Valley) und Crème Brûlée.
Das „Mansion“ wirkt wie ein schottisches Schloss – mit wuchtig-dunkler Fassade, schwerer Täfelung und kunstvollen Decken, wertvollen Delfter Kacheln am Kamin des Butlerzimmers und einem Garten, der vom Architekten des Central Park in New York entworfen wurde. Die „Hütte“ entstand 1894 auf Kosten eines Vanderbilt-Verwandten.
Doch der schwerreiche Möbelfabrikant Joan Sloane hat die Rechnung ohne seine Frau gemacht. Die fand das „Cottage“ so schlimm, dass sie sich weigerte, darin zu leben. Wenige Jahre später wurde daraus erst ein Jagd- und Country-Club und dann eine elitäre Knabenschule, die 1975 Pleite ging. Danach begann die Karriere als Luxusresort mit Riesen-Spa und einem 18-Loch-Championship-Golfplatz.
„Boy, they got hammered“, bringt David Ripley, der junge Ahornsirup-Farmer aus Granville das Unglück auf den Punkt, das im Dezember nicht nur seine Marple Corner Farn, sondern auch alle anderen Sirup-Zapfer im Südwesten von Massachusetts ereilte. „Ein Eissturm im Dezember 2008 verwüstete fast 50 Prozent aller Baumkronen.“ „O my god, es war, als habe jemand eine große Bombe abgeworfen. Bäume knickten um, Strom- und Telefonmasten wurden umgelegt“, erinnert sich Bill Mund, der auf der Farm arbeitet.
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
@Kuhlimuh: Nein, der Wein schmeckt eher nach "Ein schöner warmer Sommertag"
@Also, Hummer ist, wenn man trotzdem lacht: es waren vier kleine Mini-Tails und das Ganze liegt bei knapp 30 $. An der Küste gibt's mehr für weniger, das testen wir morgen!
@ Gregor, believe it or not: Das sehr schöne Porches Inn in North Adams kostet zur Foliage-Season inkl. Frühstück nurf 180 $, das ist ein Spitzenpreis!
@ Abu Hel: Kein Elch, kein Bär, nur Eichhörnchen und ein Park Ranger. Alles ganz friedlich hier abgesehen von den gerösteten Knoblauchknollen eines gewissen Jeffrey aus Springfield...
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ABU HEL (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Hallo Peter,
läuft denn einem halb erfrorenen Biker auch mal ein kuscheliger Bär oder ein feingliedriger Elch über den Weg?
Das wäre sicher erwärmend!
Liebe Grüße von Abu und Abuka
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anuschka_dresel sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
mmmh - ahornsirup, wie köstlich. hast du noch platz im gepäck? - dann nimm doch ein fläschchen mit - ich mache köstliche pancakes und hoffe, damit deine rückkehr zu versüssen.
grüsse aus dem winterlichen münchen
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Britta (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Das mit den Bäumen ist ja schade!! Mein Fazit: Es macht wenig Sinn nur wegen dem Indian Summer rüberzufliegen. Könnte in die Augen gehen. Der Hummer könnte natürlich ein Grund sein ... na ja, den gibt es auch in der Karibik, da ist es wärmer ..
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Gregor sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Immer schön zu lesen, wenn es Euch Reportern mal wieder auf höchstem Niveau schlecht geht. Wie viel müsste man als Normalverdiener denn während des Indian Summer in Massachusetts in einem einfachen Motel oder Guesthouse pro Nacht rechnen? Die schlagen doch wahrscheinlich zu der Jahreszeit jede Menge drauf, oder?
Auf die Info freut sich USA-Fan Gregor
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Holly sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Schade das mit dem Sturm und den gefallenen Blättern – aber ich finde Neu-England auch entblättert faszinierend. Eine tolle Mischung aus USA und Europa.
Und die vielen Gruselgeschichten. Lebt nicht Stephen King dort?
Weil wir es gerade mit dem Kino hatten:
Einer meiner Lieblingsfilme ist "Nebel des Grauens" von John Carpenter.Er spielt an der Küste Neu-Englands, mit vielen, schon leicht vergammelten untoten, einst ertrunkenen Seeleuten, die sich an den Bewohnern einer Hafenstadt rächen, weil deren Vorfahren wiederum den Seenötigen und später ertrunkenen Untoten nicht geholfen und sie statt dessen beklaut hatten usw. Prädikat: spannend und sehr neblig!
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jessica harazim sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Das mit den "Lobstertails" kommt so im Nebensatz. So beiläufig. Als ob der Autor wollte, dass man überliest, dass er sich wahrscheinlich KILOWEISE HUMMERSCHWÄNZE für n Appel und n Ei reingezogen hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich PLATZE VOR NEID!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Auch wenn ich es Euch natürlich von Herzen gönne - wenn schon kein roter Blätterzauber, dann wenigstens roter Krustentier-Genuss…
Ich geh morgen mal auf den Viktualienmarkt, gucken, was ich hinlegen müsste. Wir machen dann nen Preisvergleich.
Apropos: Was kostet denn nun so ein Hummermenü im „Wyndhurst“?
Lieben Gruß!
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Kuhlimuh sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Dass der Regisseur Coppola Wein produziert, ist ja interessant. Wie schmecken denn seine Tropfen so? Blutrot-fruchtig à la "Pate" oder explodieren sie auf der Zunge à la "Apocalypse Now"?
Ich habe im Web auch die Website seines Weinguts gefunden:
www.rubiconestate.com
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