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Nach einem beschaulichen, frostigen und ziemlich frugalen (Organic Breakfast!) Auftakt gerät der vierte Tag für unseren Live-Reporter zur Treibjagd auf die legendären feuerroten Baumkronen. Und endet mit einer kühlen Mountainbiketour an den Flanken des Mount Greylock.
M-i-n-u-s DREI Grad morgens um acht Uhr. Und dabei wollte ich mir heute zwei, drei Stunden auf dem Mountainbike gönnen. Nach einem sehr, sehr gesunden, aber etwas dürftig portionierten Organic Breakfast im „Topia“, das wir selbstredend erst dann zu uns genommen haben, nachdem wir, wie von der Gastgeberin gewünscht, uns das hauseigene Aftershave (Organic) ins Gesicht gespritzt und das hauseigene Deo versprüht haben.
Die Dame des Hauses hatte da keinen Zweifel gelassen: „Es gibt hier viele allergische Gäste, die auf böse synthetische Stoffe reagieren, lasst als bitte Eure Kosmetika im Koffer!“ Aus Gesundheitsgründen (Strahlung) gibt es auch kein Telefon im Zimmer. Deshalb muss ich meine Telefonate coram publico und barfuß im Speiseraum führen, während mir die Bedienung kurz danach auf ihrem iPhone (natürlich keine Strahlung) die aktuelle Wettervorhersage zeigt. Aber zugegeben, der Kaffee (Organic) war gut.
Die Verrichtung privater Dinge in der Öffentlichkeit beschäftigt mich einige Zeit und rotlaubfreie Kilometer später wieder. Ich stehe im sehenswerten Hancock Shaker Village vor dem Toilettenhaus und rätsele über die nebeneinander in ein Brett gebohrten Löcher. Haben sich die Shaker gemeinsam auf’s Plumpsklo gesetzt? Und wozu dienten die abgenagten Maiskolben, die in rauen Mengen bereitlagen? Waren sie das WC-Papier der ebenso fleißigen wie tugendhaften „Zitterer“?
Die Shaker sind – oder besser waren – eine Freikirche, die aus den Quäkern hervorging. Der kuriose Name ist dem rituellen Schütteltanz zu verdanken, mit dem sie Gott verehrten. Dabei waren sie recht helle und geschickte Köpfe, die nicht nur Nachhaltigkeit und Simplizität predigten, sondern auch begabte Heilkräuterkundler und –händler sowie designbegabte Handwerker waren. So sind die von ihnen entworfenen Shaker-Möbel, die im Museumsdorf zu sehen sind, wahre Geniestreiche in Sachen reduziert-minimalistischer Schick.
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Herr Steininger das mit dem Süden ist eine Idee. Aber dort ist das Laub noch sehr grün, das hilft uns leider auch nicht weiter. @ Britta: Oh doch, es gibt hier viele schöne, teils flach verlaufende, teils hügelige Backroads, auf denen man wunderbar radafahren kann. Oft sind die Routen auch ausgeschildert, wie etwa zwischen Adams und Pittsfield.
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Liebe Dörte, Ahornfarmer David Ripley hat es uns erklärt. Der Eissturm im Dezember hatte viele Ahornkronen zerstört, der viele Regen und starke Wind hat dazu noch viel Laub von den Bäumen geblasen, bevor es richtig schön rot werden konnte. Wir gehen morgen ostwärts und hoffen dort auf ein rotes Wunder. Heute hatte es übrigens -3 bis 2 Grad!
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Doerte Buss (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
das wetter spielt überall verrückt. Musste heute Winterreifen aufziehen lassen.Glaubst Du das Du in Richtung Boston dann noch auf mehr Farbe treffen wirst?
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Britta (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
huuh, dass hört sich nicht gemütlich an für das Radfahren. Ich bin ja ehr für die etwas softere Variante. Sprich auf gut markierten Wegen auf möglichst ebenen, verkehrsarmen Untergrund von Ort zu Ort radeln mit Zwichendurchstopp in lauschigen Restaurants oder Cafes. Aber das ist wohl ehr nicht zu haben?!?! Mal abgesehen davon, dass ich bei dem Wetter wahrscheinlich beim ersten schönen Zwischenstopp hängenbleiben würd.
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Rudolf Steininger (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Mir ist es rätselhaft, wie der Reporter bei dem kargen Frühstück überhaupt durchgehalten hat. Eigentlich hätte er doch spätestens nach fünf Minuten vom Rad kippen müssen. Aber nur weiter so!
Hier bei uns in Deutschland ist das Wetter übrigens auch nicht besser als in Neuengland. Gestern gab's die ersten Schneeflocken im Süden.
Was die prächtigen Laubfarben betrifft, die man ja jetzt offenbar nur noch auf dem Boden bewundern kann, wie wäre es denn, wenn der Reporter sich mal weiter in den Süden bewegte? Oder sieht's in Connecticut und Rhode Island auch nicht besser aus? Aber wahrscheinlich ist die ganze Tour schon minutiös durchgeplant und lässt kaum Raum für Improvisationen, hab ich recht?
Viele Grüße aus dem winterlichen Deutschland
Rudolf Steininger
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ginger sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
toll, deine live-reportage, man reist richtig mit dir mit. schön, auch zu lesen, dass die "organic"-szene in den usa immer grösser wird. und das bei einem volk, dass JA zum gen-food sagt. das mit dem bio-deo kann ich nur empfehlen, wo man doch mittlerweile weiss, welcher mist (z.b.aluminium) in konventionellen deos steckt.
ach noch was: wieviel höhenmeter hast du eigentlich bei der mountainbike-tour abgeradelt?
ich wünsche euch noch viel spass und besseres wetter
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Liebe Jessica, das oktroyierte Bio-Deo hat sich tapfer geschlagen. Es hat weder durch seine eigene spezielle Duftnote noch durch Versagen mit der Folge delikater Ausdünstungen des Autors für Probleme gesorgt. Aber heute schmuggle ich mein eigenes Wässerchen in der Achslehöhle gen Frühstsücksraum. Mal sehen, ob es jemand wittert!
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jessica harazim sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Mich würde ja brennend interessieren, ob denn das Bio-Deo bei der anschließenden Rad-(Tor)t(o)ur überhaupt gehalten hat. Nicht, dass die Blätter vor Schreck ob des Odeurs des „Topia“-After-Shaves von den Bäumen gefallen sind und nicht wegen des Windes? ;-)
Was aber wirklich ungewöhnlich wäre, denn sonst hätten Sie es wahrscheinlich gar nicht benutzt. Schließlich riecht es im Pfänder'schen Büro ja immer vorbildlich nach Limone und Co.… Ich geh' mal rüber und sprüh' was „vor“ für Ihre Rückkehr, okay?
Duftende Grüße aus dem stinkekalten München
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Elli sagte vor 2 Jahre 16 Wochen:
Tja, lieber Peter, da hättest du gar nicht so weit weg müssen. -3°C hatten wir heute morgen in Innsbruck auch und ein bisschen Foliage können wir momentan auch bieten.
Selbst einen perfekten Schütteltanz kriegen wir bei diesen frostigen Temperaturen auch ohne kaputte Federgabel am Bike noch hin. Also, warum in die Ferne schweifen.........?
Trotzdem noch viel Vergnügen auf eurer Reise.
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