
Autor:
Klaus von Seckendorff
InsiderTipps
Hoboken? Was ist das? Unser Tipp für New York. Das Städtchen in New Jersey lockt mit irrem Ausblick auf Manhattans Skyline. Viele New Yorker wechseln gar ganz über den Hudson River in die „cosy neighbourhood“, die übrigens auch Geburtsort von Frank Sinatra ist!
Das Fahrrad ist an allem schuld. Für eine Reportage den Big Apple auf dem Bike erkunden? Klingt abwegig, ist aber klasse, um die 14 Kilometer von der Südspitze Manhattans bis Harlem zurückzulegen (tolerante Autofahrer, problemlose Orientierung).
Damals habe ich auf der Washington Bridge den Hudson überquert und bin – angelockt von der Aussicht auf Aussicht – am anderen Ufer zurückgefahren. Richtung Süden, immer mit Blick auf Manhattans Skyline. Keine schlechte Idee, trotz fehlender Fahrradwege und einiger unfreiwilliger Abstecher ins Hinterland. Und dann, just als die Tour zur Strapaze zu werden drohte, kam Hoboken – auf der Höhe des szenigen Meatpacking District – genau richtig.Es war zu erwarten gewesen, dass man von der Waterfront aus einen idealen Überblick aufs gegenüberliegende Hudson-Ufer haben würde. Getoppt hat das Ganze der erhöhte Lookout Point auf dem Gelände der Stevens University: links die Washington Bridge, schräg gegenüber das Empire State Building und zur Rechten der Financial District.
Die eigentliche Überraschung aber, die mich zwei Jahre später hat zurückkommen lassen, war Hoboken selbst. Das wird von den Einheimischen liebevoll „Square Mile City“ genannt, als Kontrast zum Big Apple. Hoboken ist zu urban, um als Kleinstadt durchzugehen, aber auffallend gemütlich. Brownstone-Häuser mit schnuckeligen Vorgärten, nachbarschaftliches Hallo, in den baumbestandenen Straßen häufig der Geruch von frisch gebackenem Brot aus zahllosen italienischen Bäckereien. Daneben Tante-Emma-Läden für gehobene Ansprüche und von Kinderlachen erfüllte Spielplätze.
Der Church Square Park verdankt seinen Namen jener Kirche, die bei Dreharbeiten für den Klassiker „Die Faust im Nacken“ als Versammlungsort empörter Hafenarbeiter ins Bild gesetzt wurde. Der angrenzende Hundetreff ist gerüstet mit Brunnenwasser und kostenlosen „Doggy Bags“ für tierische Hinterlassenschaften. Die Schaukeln und Wippen für die zweibeinigen kleinen Lieblinge der Hobokener sind selbstverständlich von einem Rundumzaun abgegrenzt.
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jessica harazim sagte vor 1 Jahr 25 Wochen:
Auch wenn der Hinweis zu Hoboken als Frank Sinatras Geburtsort fehlt, sagt das unserer Meinung nach nichts über die Qualität der Reportage aus. Denn die ist und bleibt einfach gut.
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Frank Rehwald (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 25 Wochen:
Gute Reportage über Hoboken.
Leider fehlt ein Hinweis auf den wohl berühmtesten Sohn Hobokens "Frank Sinatra".
Ohne dessen Erwähnung ist keine Reportage über Hoboken ernst zu nehmen.
FR
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