
Autor:
Karin Hanta
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Duke Ellingtons bekannte Nummer als Reisetipp. Erkunden Sie Manhattan entlang der „blauen“ Subway-Linie. Tribeca, West Village, der Meatpacking District und Chelsea haben stets neue Überraschungen auf Lager. Promi-Spotter tummeln sich vor Robert De Niros Hotel und Kunstliebhaber stürmen „MAD,“ das neue Designmuseum.
Was tun, wenn man vom Vater Hunderte von Zeichnungen und Malereien erbt? Wenn man Robert De Niro heißt, baut man einfach ein Hotel und hat somit genug Platz, das abstrakt-expressionistische Werk des Seniors auszustellen.
Das „Greenwich Hotel“ ließ der Filmstar auf einem Parkplatz gleich neben seinem Büro hochziehen. Damit war er auch nicht gezwungen, weiterhin auf einen Betonfleck zu schauen, sondern kann sich in der Landhausatmosphäre seines „home away from home“ entspannen.
Robert De Niro vor allem hat Tribeca („Triangle below Canal Street“) zum Zentrum des kreativen Filmschaffens gemacht. Zwischen der Canal Street im Norden und der Murray Street im Süden standen riesige Lagerhäuser aus dem 19. Jahrhundert leer, nachdem die Hafen- und Textilarbeiter in andere Gegenden abgewandert waren.
De Niro nistete sich dort schon 1989 häuslich ein. Im Martinson Coffee Building, einem ehemaligen Kaffeedepot, eröffnete er das Tribeca Film Center für innovative Filmkünstler. Mit dem Restaurant-Impresario Drew Nieporent startete er eine Reihe von Restaurants.
Zuerst den „Tribeca Grill,“ in dem amerikanisch gekocht wird, dann den japanischen Gourmettempel „Nobu“. Das ist bis heute unerreicht in Sachen frischer roher Fisch und ausgefallene Kreationen. Als der 11. September 2001 schwer auf der Stadt und besonders den Vierteln um Ground Zero lastete, ersann De Niro das Tribeca Film Festival, für das die Tribeca Cinemas aus dem Boden gestampft wurden.
De Niros letzter Streich ist das „Greenwich Hotel“. Ein moderner Glaspalast kam für den in Lower Manhattan Aufgewachsenen, der die historische Architektur seiner Heimatstadt zu schätzen weiß, nicht in Frage. Deshalb sieht das Hotel so aus, als wäre es vor 100 Jahren entstanden.
Für den achtstöckigen Bau wurden nur handgeschöpfte rote Ziegel verwendet, für die Fenster des Restaurants sogar Glas vom berühmten dreieckigen Flatiron Building (Bügeleisengebäude) auf der 23. Straße, in dem noch eingeschlossene, von Mund geformte Luftblasen zu sehen sind.
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