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Das berühmteste Hotel der Stadt zieht prominente Gäste seit je an wie ein Magnet. Kein Wunder: Denn den Gründern gelang die perfekte Symbiose aus amerikanischem Komfort und europäischer Eleganz.
Doppelnamen sind etwas Feines. Handelt es sich nicht gerade um peinliche Kreationen von Lehrer-Ehepaaren, manifestiert sich in ihnen zumeist die erfolgreiche Symbiose aus zwei Partnern, die eigentlich schon immer zusammengehört hätten. Nehmen wir etwa Hennes und Mauritz, Tom und Jerry oder Siegfried und Roy.
Etwas anders hat es sich bei William Waldorf Astor und seinem Cousin John Jacob Astor IV. schon verhalten. Die Nachkommen deutscher Einwanderer verfügten über beträchtlichen Reichtum. Den verdankten sie ihrem Vorfahren Johann Jakob Astor. Der 1763 in Baden Geborene wurde in Amerika durch Pelz- und Porzellanhandel sowie Immobilienspekulationen zu einem der reichsten Männer seiner Zeit. Kein Wunder, dass sich schon die Elternhäuser der Millionärssprösslinge in New Yorker Bestlage an der Fifth Avenue befanden.
Genau dort, an der Ecke 33. Straße, eröffnete William 1893 das 13-stöckige „Waldorf Hotel“, dem die Gäste von Beginn an quasi das Foyer einrannten. Bald empfahl der Hotelmanager Williams Cousin den Bau eines weiteren Hotels gleich nebenan, 1897 war das „Astoria“ dann fertig. Ein überdachter Korridor, die sogenannte Peacock Alley, verband es mit dem „Waldorf“. Noch heute symbolisiert der doppelte Bindestrich zwischen beiden Namen den Verbindungsweg. Mit dem „Waldorf = Astoria“ war eine der nachhaltigsten Luxus-Unionen der Hotelbranche geboren. Und beinah zeitgleich eines der berühmtesten Rezepte der Welt: der Waldorf-Salat aus Apfel- und Sellerie-Julienne mit Mayonnaise, den Maître Oskar Tschirky dereinst erfand.
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