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InsiderTipps
Dubai Bashing ist in. Voller Häme stürzen sich viele auf das eben noch bejubelte Emirat. "Was ist dort los?", wollten wir Mitte Dezember, also kurz vor Eröffnung des 828 Meter hohen Burj Dubai (der plötzlich auf Burj Khalifa umgetauft wurde) wissen. Wir bloggten LIVE vom Golf. Eine touristische Bestandsaufnahme zwischen Riesenspringbrunnen, Wolkenkratzer-Plantagen, Mega-Shoppingmalls, Super-Staus und Sturzregen. Hier können Sie es nochmals nachlesen...
"Hurry up slowly!" treibt Guide Sunil uns durch das Besuchsprogramm unserer Pressereise! Zack-zack vorbei an der zweitgrößten Moschee Dubais (die überraschend klein ist). Zack-zack aufs Abra-Wassertaxi, das uns bei strömendem Regen ein Stück über den Creek gen Gewürz-Suk schippert.
Hurry up slowly ging es zuvor schon durch das Nationalmusem im alten Fort (brutto 22 Minuten!). Und Hurry up slowly geht es auch durch den Gold-Suk, wo neben dem größten Goldring der Welt (56,5 kg reines Gold plus viele Edelsteine) vor allem "Copy-Watch!"-Verkäufer aus Indien und Regenschirmverkäufer den Ton angeben (die müssen das mit dem Wetter geahnt haben, oder woher kommen plötzlich containerweise Schirme made in China? Wobei letztere momentan das beste Geschäft machen: es regnet seit dem Morgen in Strömen. Des Regens wegen wurde auch der geplante Rundflug über Dubai gecancelt - schlechte Sicht und keine Kunden.
Video-Clip von der Eröffnung des Burj Khalifa
Und weil Dubai eigentlich (!) in einer extrem trockenen Region liegt, baut man Straßen ohne Kanalisation. Die Folge: Dubai steht das Wasser schnell - nein, nicht bis zum Hals, aber locker bis zum Hosenboden. Und die Shaikh Zayed Road wird zum spritzigen Wasserpark.
Hurry up slowly könnte auch die neue Business-Devise des Emirats und seines Herrschers werden. Konnte es bis dato nicht schnell genug hoch genug hinausgehen, kommt jetzt der Slowly-Faktor dazu.
Es liegt nicht am nachlassenden Ehrgeiz der Eminenzen, sondern daran, dass Investorengelder nur noch tröpfeln - wie der Regen, der aus den Deckenleuchten des brandneuen Address-Hotels Montgomery in die Lobby platscht. Versiegender Cash Flow führt zu Future on the rocks. Großprojekte werden mangels Dirhams auf Eis gelegt, Deira Palm etwa, Palm Jebel Ali und der große Arabische Kanal.
Wurde Scheich Muhammad bin Râshid Al Maktûm jahrelang als kühner Visionär und Getriebener gefeiert und bewundert, der Dubai zur ultimativen Boom-Destination machte, spielt er nun die Rolle des Buhmanns. Er verfüge zwar über ein milliardenschweres Privatvermögen, habe aber längst den Überblick und die Kontrolle über sein Reich verloren und sei nun Khalifa Bin Zayid Al-Nayhan, dem Herrscher des potenten Nachbaremirats Abu Dhabi ausgeliefert (Anm. der Red: was man angesichts der am 4. Januar bekannt gewordenen Änderung des Turmnames in Burj Khalifa nicht mehr völlig von der Hand weisen kann)
Mit den Zahlungsschwierigkeiten des Staatskonzern Dubai World Ende November begann die Misere. „Furcht vor Staatsbankrott“ titelten die Wirtschaftsgazetten. Vor einigen Tagen krakeelte Bild online: „Reporterin Karolina Pajdak hat sich im untergehenden Wüstenstaat umgesehen“ und injurierte den Herrscher gleich noch als "Pleite-Protz-Scheich".
Dubais Kreditwürdigkeit ist vorerst mal im Keller. Auch die Kreditausfallversicherungen für die Nachbarn wurden sündhaft teuer. Da wird mancher Scheichkollege sauer sein. Aber keine Frage, dass „His Highness“ den Kopf nicht in den heute ungewöhnlich nassen Sand steckte, sondern unverdrossen zuversichtlich in die Zukunft blickt.
Zwar entsprechen Dubais Verbindlichkeiten seinem jährlichen Bruttoinlandsprodukt. Aber Japan hat eine Schuldenquote von über 180 Prozent, ohne sprudelnde Ölquellen in der Nachbarschaft. Und Deutschland nähert sich mit großen Schritten einer Schuldenquote von 80 Prozent des BIP.
Sollte der Scheich in letzter Zeit häufiger in den Himmel blicken, tut er es wohl weniger, weil dort er sich von dort Beistand erhofft, sondern weil er auf den himmelstürmenden 818 (offizielle Höhenangabe lautet: 800 m plus!) Meter hohen Burj Dubai stolz ist, den er am 4. Januar 2010 eröffnen wird – mit viel Tamtam und so viel Sicherheitsvorkehrungen, dass wir voraussichtlich leider keinen Zutritt bekommen werden.
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peter_pfaender sagte vor 12 Wochen 18 Stunden:
Frau Glück, das ist kein PR-Geschwätz, sondern Fakt. Giorgios Akribie ist groß, wie man von verschiedenen Beteiligten zu hören bekam.
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anuschka_dresel sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
ich hoffe giorgio hat sich nicht nur um die geschmacksrichtung der zahnpasta gekümmert, sondern auch um die auswahl der weine - oder gewinnt allah vor bacchus?
grüsse aus der redaktion!
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Sebastian Stinne (nicht überprüft) sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Bislang war mir Dubai lediglich wegen seiner Rekorde bekannt. Daher würde mich schon interessieren, was es da sonst so anzuschauen gibt. Ist das Emirat eigentlich nur Stadt, oder gibt's da noch Hinterland wie z.B. in Abu Dhabi? Und was ist mit den normalen Bewohnern, es wird doch wohl nicht nur Scheichs geben?
Aus Krefeld herzliche Grüße an den Web-Reporter von Sebastian
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jessica harazim sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Ihr Wort in den Ohren von Steve Jobs. Ob das auch für ein 8 Jahre altes Macbook gilt? Hoffen wir es, bringen es heute oder morgen zum Gravis Store. Würde mich nicht wundern, wenn jetzt noch die Lichtmaschine beim Auto ausfällt. Denn unser Wasserkocher ist auch am Samstag über den Jordan gegangen - ob es da einen Zusammenhang gibt??? HILFE!
Na, bleibt zu hoffen, dass wenigstens bis 4. Jan. 2010 der Lift im Burj Dubai funktioniert. Und nicht während des Himmelssturms steckenbleibt…
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Miriam Glück (nicht überprüft) sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Armani kümmert sich tatsächlich um Wattestäbchen?????????? Das glaube ich niemals, ist ja lächerlich. Möglicherweise hat er einen Wattestäbchen-Beauftragten, okay. Aber himself? Das halte ich nun doch für PR-Geschwätz.
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peter_pfaender sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Jessica! Trotzdem :-), Macs sind eigentlich ganz robust
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peter_pfaender sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Ciao Gregor, also das Burj al-Arab ist schon was Besonderes. Etwas weniger Prunk, aber viel Stil bietet das Address Downtown. Und ab März steht das Armani-Hotel allen
Brand Victims offen, demnächst kommt eine Filiale in Milano dazu. Freu dich!
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peter_pfaender sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Hi Nik, die spinnen nicht, sie handeln einfach nach dem Motto THINK BIG! Und für die Wohnung kannst du lange sparen :-)
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Gregor sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Okay - Sie vergleichen das Burj al Arab mit Charles Schumann, das Atlantis mit dem Gruselrapper 50 Cent. Ich kenne weder das eine noch das andere Hotel persönlich, nur aus dem TV und von den Beiträgen hier auf der Website, aber: Das Burj al Arab sah mir doch eher immer überladen, übertrieben, mit zu viel Gold und zu viel Hochflorteppich aus… Also eher wie Elton John in den 1980er-Jahren aus. Oder täuscht dieser Eindruck denn doch?
Grüße aus dem schönen Italien, Gregor
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nik sagte vor 12 Wochen 2 Tage:
Wahnsinn!!!!Die spinnen, die Scheichs. Aber die Vorstellung, eine Eigentu(r)mswohnung im Burj Dubai zu besitzten, hat schon was. Kommt auf meine Weihnachtswunschliste...
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