
Autor:
Andreas Hub
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Bericht einer Schiffsreise auf dem Mekong. Von Menschen und Motoren. Mädchen und Mopeds. Von Märkten und Metropolen und von Maschinengewehren und anderen Merkwürdigkeiten.
Äußerlich nicht gerade ein Hingucker, die "Mekong Pandaw" ein vierstöckiges, schwimmendes Ding, bei dem man nicht erkennen kann, wo hinten und vorn ist und bei dem man sich eher wundert, dass es im Wasser nicht umfällt. Bei My Tho im Mekongdelta wartet das unförmige Teil. Vor bald 100 Jahren hatten solche Schiffe in Südostasien ihre große Zeit. Als Straßen und Eisenbahnen selten waren, bewältigten sie den Personen- und Frachtverkehr auf den großen Strömen. Die weltberühmten, grün-weißen Boote der Star Ferry in Hongkong sind nach dem gleichen Prinzip gebaut.
1997 entdeckte der schottische Historiker Paul Strachan in Myanmar, dem ehemaligen Burma, ein trauriges Wrack - und sah die Zukunft. Er ließ das alte Schiff komplett restaurieren, 34 Kabinen wurden eingebaut, die meisten mit Balkon, alles in edlen Hölzern und Messing, um den kolonialen Charme der alten Dame zu bewahren. Heute fahren vier Schiffe unter der Pandaw-Flagge, die anderen sind originalgetreu nach dem historischen Vorbild gebaut. Die "Mekong Pandaw" ist sehr erfolgreich auf dem Mekong unterwegs, vom Delta durch Vietnam und Kambodscha, vorbei an Phnom Penh, bis nach Siem Reap bei Angkor. Eine herrliche Mischung aus Luxus und Understatement: keine Fernseher, kein Pool, keine Telefone, kein Dress Code, kein Captain's Dinner - aber eine äußerst aufmerksame 27-köpfige Crew aus Burmesen, Vietnamesen und Kambodschanern. Dazu eine exzellente Küche, die den Bogen zwischen landestypischen Spezialitäten und westlichen Geschmacksnuancen schlägt.
Und es gibt richtige Fenster in den klimatisierten Kabinen, die man öffnen kann, um frische Luft und Sonne herein zu lassen oder nachts unter Sternen dem leisen Klang des Flusses zu lauschen. Bis fünf in der Früh zumindest, dann wirft der Mekong den Diesel an. Ab kurz vor Sechs kann ich dann auch meinen Augen wieder trauen - innerhalb von fünf Minuten wird es hell. Mit einer Tasse Kaffee und ein paar von den aromatischen, kleinen Bananen setze ich mich nach draußen in meinem Korbstuhl und genieße den Mekong vorm Balkon. Die wunderbare Wasserwelt zieht in aller Ruhe an mir vorbei. Mehr als sieben oder acht Kilometer in der Stunde macht das Schiff nicht.
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Julez sagte vor 3 Jahre 9 Wochen:
Hört sich sehr schön an. Ich habe letztes Jahr eine ähnlich Reise auf einem Holzboot von Can Tho nach Cai Be gemacht. Wenn es jemand interessiert.
http://www.mekongeyes.com/de/home
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