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Stephen Clarke
Überleben unter Franzosen – Schnellkurs in 10 Lektionen
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Schadenfreundlich unterwegs
Zwei Engländer, ein Comedian und ein Journalist lassen sich auf Frankreich ein: Was ich schon immer gewusst habe …
Als europäischer Tourist deutscher Nation hält man bei der charakterlichen Bewertung von Nachbarvölkern gern hinter dem Berg. Zu groß ist die Scheu, als notorischer Nörgler und großmannssüchtiger Kyffhäuserianer anzuecken. Aus dieser zugeeigneten Verklemmung heraus goutiert der Deutsche denn auch mit umso größerer Schadenfreude, was Fremde über die jeweils Fremden von sich geben. Mal reinlesen, was der englische Redakteur und Publizist Stephen Clarke, der schon seit 13 Jahren in Frankreich lebt, in „Überleben unter Franzosen – Schnellkurs in 10 Lektionen“ so anbietet. Er lässt uns schmunzeln, weil er all unsere Vorurteile bestätigt. Allerdings mit einer deutlichen Bewunderung für seine Opfer. Ob es ihm die danken, wenn Clarke denkt, dass, wer es mit Franzosen zu tun hat, wissen sollte, dass jeder von ihnen meint: „Ich bin Franzose, also habe ich recht.“ Oder wenn er sich an den Stoßseufzer von Charles de Gaulle erinnert: „Wie soll man ein Land regieren, das 258 Käsesorten produziert?“ Und dann, peng!: „Das Brotstück, mit dem Sie Ihre Vinaigrette auftunken, ist so aller Wahr-scheinlichkeit nach … bereits von anderen Gästen befummelt (worden) und lag vielleicht sogar schon auf dem Boden des Lokals.“ Darauf einen zur Wiedergutmachung. Der Segler Olivier de Kersauson sinniert über das niveauvolle Saufen seiner Landsleute: „Ich bin doch sehr verwundert, dass sich die Polizei bei ihren Alkoholtests nur für den Promillegehalt interessiert und nicht für den Jahrgang.“ Als Ergänzung empfehle ich den Comedian Toni Hawks „Mit dem Piano in die Pyrenäen“ (Malik), Untertitel: „Wie ich lernte, unter lauter Franzosen zu leben“, als Brite …
256 Seiten
Malik
16,90 Euro
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