ReiseBücher
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Herman Bang / Klaus Mann / Friedrich Sieburg u. a.
Herman Bang – Eines Dichters letzte Reise
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Literarisches Trio auf großer Tour
Das unglückliche Leben eines der größten dänischen Romanciers, Herman Bang, endet auf seiner letzten Reise. Es handelt sich um den in seiner Zeit als Homo diskriminierten dänischen Erzähler von Weltgeltung. Leider rutschte Herman Bang (geb. 20. April 1857 / gest. 29. Januar 1912) im Ranking namhafter Literaten auf die hinteren Plätze. Thomas Mann hat dessen Werk tief verehrt. Diese nie publizierte Bewunderung des Großdichters muss sich auf Manns Sohn Klaus übertragen haben, denn der hat Bangs Erzählung „Der große Kahn“ in dem Band „Eines Dichters letzte Reise“ – damit ist die Reise des Dänen ins ungeliebte Amerika gemeint – einfühlsam mit seiner „Reise ans Ende der Nacht“ zu enträtseln versucht. Es ist das Verdienst des Verlags, der Erzählung Bangs über seine stürmische Atlantiküberquerung noch einen zweiten Autor hinzugesellt zu haben, der über die letzten Stunden des Dichters, der auf einer Leserreise in Ogden (Utah) stirbt, zartfühlend den „Tod des Dichters“ in einem Eisenbahnabteil improvisiert. Ganz gleich, was man von dem Reisenden, Schriftsteller und Literaturkritiker Friedrich Sieburg wegen seiner NS-Verirrung hält, in dieser Short Story beweist er, dass er zu Unrecht „der Nachwelt ziemlich abhanden gekommen“ („SZ“) ist. Der „außergewöhnliche Mensch und Schriftsteller“ Bang konnte keine bessere Reisebegleitung finden als in diesem „grandiosen Buch“.
Wer übrigens nach der Lektüre mehr von dem dänischen Impressionisten lesen möchte, dem sind die autobiografischen Romane „Das weiße Haus / Das graue Haus“ (Suhrkamp, 10 Euro) empfehlen, denn mehr gibt es zurzeit nicht auf dem deutschen Markt.
160 S., mit Schutzumschlag
Arche
18 Euro
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