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Georg Brunold
Nichts als die Welt
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164 Reportagen aus aller Welt
Also, bibliophil sollte der Leser schon sein, wenn er sich entschließt, dieses Buch zu kaufen. Denn „Nichts als die Welt“ präsentiert in einem Folioband, für den der Verlag 85 Euro verlangt, „die ganze Welt in einem Buch“. Wer den Preisschock verdaut hat, für den ist allein schon das Inhaltsverzeichnis ein Genuss, wie Hans Magnus Enzensberger jubelt. Zum Jubeln besteht auch aller Grund, denn zwischen den Buchdeckeln sind 164 Reportagen aus 2.500 Jahren versammelt. Die hat der Herausgeber Georg Brundhold mit feinem Gespür zusammengestellt. Die Liste der schreibenden Augen- und Ohrenzeugen beginnt bei Herodot und reicht mit Andreas Langenbachers Reportage „Weit über das 3. Jahrtausend hinaus“. Das Lesen wird nie zur Qual, weil man nicht chronologisch vorgehen muss, man kann die Beiträge nach Lust und Laune wählen oder nach dem nächsten Reiseziel. Ein paar Autoren und Titel sollen für die gelungene, illustre Auswahl stehen – Amerigo Vespucci: „Eine neue Welt“, Alexis de Tocqueville: „Wie die Amerikaner die Künste pflegen“, Georges Simenon: „Mit Hitler im Fahrstuhl“ oder Timothy Garton Ash: „Die Mauer fällt“. Diese Aufzählung kann nur andeuten, was Sie eigentlich erwartet. Schrauben Sie Ihre Ansprüche ruhig hoch, zu den Autoren zählen nämlich auch Cäsar, Kolumbus, Voltaire, Goethe, Heine etc. etc. Mehr wird hier nicht verraten. Nur eines noch: So erfrischend kamen Weltgeschichte und Weltgeschehen selten rüber. Nicht zu vergessen: Der Band macht in jedem Bücherregal ungemein was her …
684 S., 2 Lesebändchen
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85 Euro
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