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Hamburg | 25hours Altes Hafenamt

25hours Altes Hafenamt Hamburg Boilerman Bar
©Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Das denkmalgeschützte Alte Hafenamt in Hamburg ist gelebte Geschichte! Wir haben für euch das Hotel 25hours Altes Hafenamt in Hamburgs Hafencity getestet.

In seiner ursprünglichen Funktion war das backsteinerne Gründerzeit-Ensemble das Amt für Strom- und Hafenbau. Es wurde 1885/86 auf dem Grasbrook im entstehenden Freihafen erbaut und ist das älteste Gebäude der HafenCity.

Der Ausgangspunkt für Expeditionen und Sightseeing könnte vom 25hours Hotel Altes Hafenamt nicht besser sein: Michel, Landungsbrücken, Hauptbahnhof – alles zum Greifen nah. Jungfernstieg, Alster, Rathausmarkt – in zehn Minuten erreicht. Herrlich bequem: Die U-Bahn-Linie 4 hält nur wenige Meter entfernt.

2001 wurde nur das Haus unter Denkmalschutz gestellt. Die Entwicklung des Überseequartiers brachte in den Jahren 2006 und 2007 den Abriss aller anderen Gebäude an der ehemaligen Dalmannstraße mit sich – bis auf den denkmalgeschützten Teil.

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Gangway im 25hours Altes Hafenamt | © Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Damit ist das Alte Hafenamt nicht nur historischer Zeuge im Überseequartier, sondern auch eines der am tiefsten gelegenen Gebäude: Die Neubauten entstehen nämlich auf Warften, angehäuften Flächen zum Hochwasserschutz in einer Höhe von acht bis neun Metern über Normalnull. Das Gründerzeitbauwerk dagegen befindet sich auf einem Höhenniveau von 4,5 Metern und scheint fast im Boden zu versinken.

Der Ziegelbau mit schlösschenhaft verspielter Fassade bekam substanzbedrohende Schlagseite:„Der Bau der Tiefgarage unter dem Alten Hafenamt hatte Risse im Mauerwerk verursacht. Im Hochdruckinjektionsverfahren mussten zunächst die Fundamente stabilisiert werden.“

Tausende Tonnen Beton später hat der Bau die Contenance wiedergefunden – und wartet seither als 25hours Hotel Altes Hafenamt mit 49 Zimmern (die hier Stuben heißen) auf Gäste mit Schwäche für perfekt insze­nierte designerische Extravaganz.

Frech-frisches Design: 25hours Altes Hafenamt

Freches Design ohne jede funktionale Fixierung gehört zur Philosophie der 25hours Hotels, die von Stephan Gerhard, Ardi Goldman, Christoph Hoffmann und Kai Hollmann gegründet wurden.

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Das richtige für Badwannenkapitäne | ©Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Für die Umsetzung eines entsprechenden Designkonzeptes wurde bewusst ein interdisziplinäres Team zusammengestellt, um das maritime Leitmotiv möglichst vielschichtig anzugehen. Auch auf den zweiten und dritten Blick offenbart das Haus kleine Geschichten, Überraschungen und Fundstücke.

Das Designbüro Dreimeta hat im 25hours Altes Hafenamt aus dem Vollen geschöpft und gestaltete das Hotel im Stile eines wohnlichen Kapitänsheims: Die würdevolle Figur des alten Hafenmeisters steht Pate und begleitet den Gast inspirierend durchs Haus. Möglichst viele historische Details wurden erhalten und in kreativer Interpretation integriert. Die gestalterische Qualität lebt vom feinfühligen Umgang mit spannenden Materialien, nostalgischen Sammlerstücken und neuen Objekten.

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Die Zimmer im 25hours Altes Hafenamt sind stylish und gemütlich zugleich | ©Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Ein Genuss: Boilerman Bar und NENI

25hours Altes Hafenamt Hamburg Boilerman Bar

Nicht nur die Highballs sind ein Hingucker | ©Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Im ehemaligen Kartenraum des 25hours Altes Hafenamt ist die Boilerman Bar eingezogen: Ein kleiner, feiner und ungewöhnlicher Ort mit lässigem Charakter. Im Sinne einer hochwertigen Nachbarschafts-Bar werden hier bei entspannter Atmosphäre präzise gemischte Highballs serviert. Wer es noch nicht weiß: Highballs sind Shortdrinks im geeisten Glas für den zügigen Genuss.

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Die ungezwungene Atmosphäre im 25hours Altes Hafenamt ist einzigartig | ©Stephan Lemke/ 25hours Hotel Company

Das Restaurant NENI  bietet ein kulinarisches Mosaik aus persischen, russischen, arabischen, marokkanischen, türkischen, spanischen, deutschen und österreichischen Einflüssen. Was auf den Tisch kommt? Das Beste, aus aller Welt – Vorspeisen wie Dreierlei Hummus mit Pitabrot oder Babaganoush, ein geräuchertes Auberginenpüree mit Har Bracha Tahina.

Oder wie wäre es mit einem Jerusalem Teller: Gegrilltes Hühnerfleisch mit orientalischen Gewürzen, frischen Kräutern, Humus, Zwiebeln, Har Bracha Tahina und Paprika. Dazu gesellen sich aber auch natürlich spezielle Hafen- und Fischgerichte aus heimischen Produkten. „Matjes und NENI sind dicke Freunde!“ schmunzelt Patrick Moreira.

Zusammengefasst: Likes and Dislikes

Uns gefällt die entspannte Check-out-Politik im 25hours Altes Hafenamt: Erst um 12 muss die Stube geräumt sein. Gutes Frühstück. Kostenlose Leihräder und Leih-Mini (ja, das Auto!). Die extrem gut duftenden Pflegeartikel im Bad. Die UE Boom Bluetooth-Lautsprecher. Und nicht zuletzt die Spitzenlage mit viel Hafenflair  gegenüber vom sehenswerten IMMH (Internationales Maritimes Museum Hamburg), neben der Speicherstadt und nur 15 Gehminuten von der Elbphilharmonie.

Nicht so toll: Zu wenig Ablagefläche im Badezimmer. Verglaste Dusche, die das Bad unter Wasser setzt. Die etwas düsteren Grüntöne im Gang und gedeckten Farben in den Zimmern sind an sonnigen Tagen okay, bei grauem Himmel könnten sie dem einen oder anderen aufs Gemüt schlagen.

Weitere Infos:

Lage:
Als Teil des Überseequartiers befindet sich das Haus im Herzen der HafenCity zwischen Attraktionen wie der Elbphilharmonie, dem Kreuzfahrtterminal und dem Internationalen Maritimen Museum. Die Innenstadt um Rathaus und Mönckebergstraße ist in gut zehn Minuten zu Fuß erreichbar.

Zimmer im 25hours Altes Hafenamt:
Medium ab EUR 159 pro Nacht
Extra Large ab EUR 209 pro Nacht
(Preise inkl. MwSt. exkl. Frühstück)
Frühstücksbuffet EUR 21 pro Person
15% Rabatt bei Vorauszahlung (nicht kostenfrei stornierbar)

25hours Hotel Altes Hafenamt 

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