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CO2 Kompensation | Unser Wiederaufforstungs-Projekt

Nachhaltig reisen - CO2 Kompensation Urwald
©Pixabay GregMontani
Redaktion
Geschrieben von Redaktion

Seit Anfang März 2019 versucht ABENTEUER UND REISEN eine CO2 Kompensation, den die Flüge und Schiffsreisen unserer Reporter zu ihren Reportagen verursachen, durch das Pflanzen von Regenwaldbäumen in Costa Rica auszugleichen. Wie wir das tun und weshalb, erzählen wir hier.

Schon länger diskutierte das Redaktionsteam von ABENTEUER UND REISEN über den Carbon Footprint unserer Produktionsreisen. Wir entschieden uns für die CO2 Kompensation durch ein Wiederaufforstungs-Projekt in Costa Rica. Dazu berechneten wir mit atmosfair.de die Mengen an ausgestoßenem CO2, die durch jene Flüge und Kreuzfahrten anfallen, die Fotografen und Autoren für Produktionen exklusiv von uns beauftragter Reportagen antraten.

CO2 Kompensation von ABENTEUER UND REISEN und Travel to Nature

Zusammen mit dem deutschen Reiseveranstalter travel-to-nature pflanzten wir im Rahmen des Wiederaufforstungsprojekts Reserva Bosque La Tigra auf nunmehr geschütztem Privatland pro 700 Kilogramm ausgestoßenem CO2 einen Baum. Wo früher eine 23 ha große Maracujaplantage war, wachsen heute unsere neuen Setzlinge. Und das ziemlich gut.

Unsere Partner berichten das bis Januar 2021:

46 ha geschützter Regenwald entstand,
3123 Bäume gepflanzt waren,
313 Pflanzenarten entdeckt und
62 Vogelarten gezählt wurden, sowie
35 Amphibien- und Reptilienarten wieder heimisch waren.

Das ist ein erster Erfolg um den hier früher wachsenden primäreren Regenwald neu entstehen zu lassen und die CO2 Kompensation voranzutreiben.

CO2 Kompensation

© Pixabay/FINTANOBRIEN

Der neue Wald dient als weiterer Korridor zwischen den umliegenden Regenwäldern und bietet den Tieren Schutz beim Durchqueren der Wälder. Wichtig ist dabei: Es kommen keine schnellwachsenden Bäume zum Einsatz, sondern nur einheimische, vom Aussterben bedrohte Baumarten, wie sie für den Regenwald vor Ort typisch sind, etwa der endemische Tostado-Baum. So wollen wir mit unseren Partnern in Costa Rica sicherstellen, dass ein wichtiger Genpool entsteht.

Das Reserva Bosque La Tigra ist dabei kein reines Naturschutzprojekt. Es ist ein Ort, der Einheimische wie auch Reisende informiert und für Arterhalt, Natur- und Umweltschutz sensibilisiert.

Nach fünf Jahren haben viele der Bäume schon eine Höhe von 8,9 Metern. Ist das gesamte 23 Hektar große Areal des Reserva Bosque La Tigra bepflanzt, wird es Teil des wichtigen National Program of Biological Corridors PNCB sein.

CO2 Kompensation: Was jeder von uns tun kann

Wir wissen genau so gut wie Ihr, dass die Vermeidung von CO2 noch besser als die CO₂ Kompensation ist. Aber es ist schon viel gewonnen, wenn wir alle bewusster verreisen, uns nochmals überlegen, ob man nur für ein Wochenende nach Marrakesch oder für vier Tage nach Bangkok (9.366 Kilo) fliegen muss, oder ob es bei Reisen innerhalb Deutschlands und Mitteleuropas nicht umweltfreundlicher (und entspannter) mit dem Zug geht.

Seit 2020 zahlt die Luftfahrtbranche für die CO2 Kompensation in zertifizierten Projekten, sorgt für CO2-neutrales Wachstum und verschafft sich so die Zeit, die nötig ist, um neuen Antriebe und Kraftstoffe zu entwickeln – immerhin haben sich Flugzeughersteller, Airlines und Flughäfen dazu verpflichtet, bis 2050 die Emissionen der Luftfahrt im Vergleich zum Jahr 2005 um 50 Prozent zu senken. Dahinter stecken auch wirtschaftliche Überlegungen – mit jeder Tonne CO2, die nicht ausgestoßen wird, spart eine Airline rund 225 Dollar.

Auch interessant: Schon heute verursachen Internet, Internet der Dinge und Video-Streaming mehr CO2-Emissionen als der weltweite Luftverkehr – sie tragen zu 3,7 Prozent dazu bei. Forscher schätzen, das bis 2030 der Anteil des Internets am weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen auf 8 Prozent steigen wird, mehr als der von Autos und Motorrädern.

Wusstet Ihr, dass …
… durch das Pflanzen eines Baumes 915 Kg CO2 pro Jahr kompensiert werden können?

Wer seine Flüge mit Anbietern wie myclimate.orgatmosfair.de oder direkt bei Reserva Bosque La Tigra kompensiert und seinen persönlichen Carbon Footprint verringert, tut damit einen ersten, wichtigen Schritt zur CO2 Kompensation.

Wer Teil des Reserva Bosque La Tigra Regenwaldprojektes werden möchten kann selbst aktiv werden und sich einen oder sogar mehrere Bäume kaufen und so zur CO2 Kompensation beitragen. Dann wird ein Mitarbeiter der La Tigra Rainforest Lodge den Baum pflanzen. Im Anschluss erhält jeder ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie der Baum gepflanzt wird. GPS Daten bestimmen den genauen Standort und wir informieren über das Wachstum der Fläche.

Mehr Infos zum Projekt: https://www.bosquelatigra.com/de/

 

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