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Condor | Business Class im Test

Condor Business Class im Test
Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Wir testeten die Condor Business Class auf dem 7.885 Kilometer langen Flug von der Karibik-Insel Grenada nach Frankfurt

Erster Eindruck

Der Condor-Flug DE 2224 aus Curaçao zum Weiterflug nach Frankfurt landet mit über 30 Minuten Verspätung am Maurice Bishop Airport auf Grenada. Egal, die 8 Stunden 47 Minuten beim Rückflug (hin mit Zwischenstopp auf Curaçao 13 Stunden 25 Minuten) sind ohnehin konkurrenzlos. Wer mit British Airways (schlimme Business Class!) oder Jet Blue/Lufthansa fliegt, muss mit einer Gesamtreisezeit von 18 und mehr Stunden rechnen.

Die ausgesprochene Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der Flugbegleiterinnen hält sich vom Boarding bis zur Landung. 18 Plätze umfasst die ausgebuchte Business Class unserer Boeing 767 300 ER, davon sind zwei als abgetrennte Ruheplätze für die Crew reserviert.

Stauraum und Ablagefläche für das sichere Verwahren von Smart­phone, Tablet und Pass fehlen. Die ausklappbare Trennwand zwischen Gang- und Fensterplatz sorgt nicht wirklich für Privacy, aber etwas Distanz …

Sitzprobe

Die Sitze der Condor Business Class mit Leselampe lassen sich bis maximal 170 Grad neigen, sodass der Kopf beim Schlafen leicht erhöht liegt. Das kam mir nur entgegen. Die Sitze sind 50 Zentimeter und damit ausreichend breit, nur 1,80 Meter lang und in 2-2-2-Formation angeordnet. Damit haben zwei Drittel der Businesskunden freien Zutritt zum Gang. Der Abstand zum Vordersitz beträgt 1,50 Meter.

Condor Business Class im Test - Sitz als Bett

Beim Servieren werde ich gewarnt: „Sitzen Sie bequem? Mit ausgeklapptem Tisch lässt sich die Sitzposi­tion nämlich nicht mehr verstellen.“

Schmeckt’s? Der obligatorische Begrüßungssekt ist o.k., das Menü abwechslungsreich: Jamaikanische Hähnchenbrust mit Quinoa-Salat, in Mango marinierte Scam­pi oder Graved Lachs mit Aioli stehen als Vorspeise zur Auswahl. Als Hauptgang gibt es gegrilltes Rinderfiletmedaillon mit Spargel oder Tilapiafilet in Putanesca-Soße.

 

Der Pfälzer Mondeiche-Riesling von Motzenbäcker ist sehr gut, ebenso der Memoro Rosso, ein Cuvée von Picci­ni. Er sorgt mit einem abschließenden Whisky für die nötige Bettschwere. Gut 90 Minuten vor der pünktlichen Landung wird uns das Frühstück serviert.

Entertainment in der Condor Business Class

Recht unorthodox ist der nicht verstellbare 15-Zoll-Bildschirm: Er ist extrem tief montiert, kei­ne 80 Zentimeter über dem Boden. Gutes Angebot von über 60 Filmen. Läuft stabil, lässt sich leicht bedienen. Ordentliche Kopfhörer.

Condor Business Class Entertainment

Preis/Leistung

30 Kilo Gepäck, 16 Kilo Handgepäck sowie ein kostenloses Sportgerät sind weitere gute Gründe für einen Flug mit Condor Business Class  auf die Karibik-Inseln Curaçao, Grenada oder Barbados.


INFO Condor Business Class

Frankfurt–Grenada mit neuem Flugplan: freitags hin nonstop, zurück mit Stopp auf Barbados
Frankfurt–Curaçao sonntags hin und zurück non­stop
Tickets hin und zurück je nach Saison 450–600 Euro in der Economy Class, in der Business Class  2.000 bis 2.800 Euro
condor.de

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Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von ABENTEUER UND REISEN liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.