Blogs und Posts

Blog Spotter | Reisen, Cruises, Hotels, Lifestyle

Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Große und kleine, anregende und langweilige, schicke und
schrecklich designte Blogs rund um die Themen Reisen,
Hotels, Lifestyle, Outdoor, Cruises und Genießen haben wir
berufsbedingt immer im Auge. Auf Blog Spotter möchte ich
einige meiner Eindrücke und Favoriten mit euch teilen.

Die Zahl der deutschsprachigen Reise-, Hotel und Food-Blogs ist bald sechsstellig. Da gibt es echte Flaggschiffe – und viele Randerscheinungen, die auf keine 30, 40 Besucher pro Tag kommen.

Nicht immer aber sind die Seiten, die am meisten Follower und Leser haben, auch die besten, was die Qualität von Fotos, Texten und Informationen angeht.

Die ästhetische, qualitative und konzeptionelle Bandbreite ist enorm. Es gibt technisch raffinierte Seiten, die gute Storys innovativ und professionell präsentieren und dabei zudem noch verrückte Ziele vorstellen. Und es gibt stilistische Flachwurzler, bei denen aber Nutzwert, Informationen und Sachkenntnis um so größer sind.

Und dann gibt es noch die vielen Nabelschau-Blogs, auf denen – im besseren Fall gut aussehende – Damen auf Dutzenden von Selfies grinsen, ständig ihre Füße porträtieren oder ihre Bikini Bridge knipsen. Herrschaften, die sich ekstatisch darüber auslassen, dass sich der Sitz in der Business Class zum flachen Bett nach hinten klappen lässt und die Tipps (= travel hacks) geben, wie man mit der Drohung eines Veriss‘ auf tripadvisor Hoteliers zum Upgrade oder Kostenlos-Dinner bringt.  Oder einfach nur dummes Zeug schreiben.

 

Hier also Pfänders ganz subjektive, willkürliche und persönliche Favoritenliste.

 

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Sieht gut aus und hat Tonnage-Salat-Allergie: MORE THAN CRUISES von Dirk Lehmann

So empfiehlt sich (Zitat) „Ihr unabhängiges Kreuzfahrt-Portal“:
„More than Cruises erzählt Kreuzfahrten neu. Unser Blogazine will nicht mit Tonnagesalat langweilen, es versteht sich als Reisemagazin. Mit großformatiger und überraschender Optik, mit schönen Texten und hilfreichen Infos“

Deshalb mag ich den Blog:
Er bietet neben schöner, großzügiger Optik gut geschriebene, oft pfiffige Texte. Echte, gute Reportagen. Von den viele Reise- und einige Kreuzfahrtblogs dominierenden sprachlichen Plattbodenschiffen, die im Jubel-Trubel-Watt immer wieder ungekonnt trockenfallen, keine Spur. More than Cruises ist von Profis (unter anderem vom Partner dpa) gemacht und deshalb mit Genuss zu lesen und schön anzusehen. Nicht geeignet ist der Blog für Technik-Nerds und Zahlen-Fetischisten. Dem Anspruch, Kreuzfahrten neu zu erzählen, werden die Macher nicht wirklich gerecht – vor allem, was die mediale Aufbereitung betrifft. Da hat Travel Episodes mit seinem Scrollytelling andere Standards gesetzt.

 


slowtravel

Entspannte Brise: Meerblog von Elke Weiler

So empfiehlt sich der Blog:
„Der Reise- und Lifestyleblog für Slow Traveller und Genießer. Für alle, die Meere, Küsten und Inseln lieben. Den weiten Horizont, Brandung und Wind.“

Deshalb mag ich ihn:
Angenehm uneitel, originell und ein lustiger Mix an Themen. Mitunter auch sehr meerfern. Von Nordsee über Marillenknödel bis zu yayla çorbasi. Intelligente Texte, meist mit einer frischen Brise.


 

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Raffiniert scrollig: The Travel Episodes von Johannes Klaus

So empfiehlt sich der Blog:
… veröffentlichen wir Multimedia-Reportagen, interessante Reiseberichte und Abenteuergeschichten aus der ganzen Welt von herausragenden Autoren! Dies ist eine sogenannte Scrollytelling-Plattform, d.h. statt zu klicken scrollst du dich durch die Geschichten (wir nennen sie Episoden)„.

Deshalb mag ich ihn:
Sehr professionell. Klasse zu konsumieren. Kreative Themen. The Travel Episodes bekam nicht umsonst 2015 den LEAD AWARD als einer der „independents“ des Jahres. Verrückte (Somalia) wie normale (Dolomiten) Reisen; das Ganze in toller, großer Optik und mit guten Clips. So muss Storytelling.


 

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Die Beauty unter den Blogs! The Pretty Hotels Blog von Robert Kittel

So empfiehlt sich der Blog:
Pretty Hotels ist ein unabhängiger Reiseführer, der ausschließlich über schöne, gemütliche, zum Teil auch spektakuläre, aber vor allem hübsche Häuser und Destinationen berichtet. Wir reisen für Sie um die Welt und entdecken immer wieder ein paar Highlights, von denen wir Ihnen gerne erzählen – natürlich auch von den Neuesten.

Deshalb mag ich ihn:
Ganz einfach: Weil der Blog zu 100 Prozent hält, was er verspricht. Tolle Hotels nicht nur im Luxus- und Highend-Bereich. Dazu ausnahmslos erstklassige Fotos und mitunter launische, oft fröhlich-freche und aufschlussreiche Texte. Unter „pretty places“ servieren einem die Macher auch schöne Reisefeatures etwa über Kuba, selbstredend mit erstklassischer Optik (aber warum anonym, ohne Autorennennung?) Sieht super aus, ist super hilfreich, macht gute Laune.


 

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Kein Flachwurzler! Run.Travel.Grow von Philipp Laage

So empfiehlt sich der Blog:
„Für wen ist dieser Blog geschrieben? 1. für Leser, die in den kleinen Dingen ein großes Ganzes sehen. 2. für Leser, die Sprache lieben“

Deshalb mag ich ihn:
Philipps Texte haben alle enormen Tiefgang, die Seite ist eine plattitüdenfreie Zone. Manchmal geht es nicht nur sehr reflektiert und kritisch, sondern fast ein wenig verkopft zu. Die Texte sind humorvoll, bestückt mit frechen assoziativen Querschlägern – und Headlines, die mitunter wie Leber-Haken daherkommen. Die üblichen Jubelarien-Tonlagen, wie sie hundertfach und immer wieder gleich von Bloggern und Magazinautoren etwa zum Oman zu lesen sind, vermeidet er. Solche Storys MUSS und WILL man zu Ende lesen. Und das ist bei Reise-Blogs eher die Ausnahme. Letzter Jubel: Philipp, der präzise Beobachter, macht wirklich starke Fotos. Also, dieser Blog hat einige Tausend mehr Follower und FB-Likes verdient, Mensch!


 

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Nutzwert in Sicht! Cruisetricks von Franz Neumeier

So empfiehlt sich der (Zitat) „Kreuzfahrt-Ratgeber:
Verlässliche, unabhängige und detailreiche News und Informationen zu Kreuzfahrtschiffen, Reedereien und Destinationen mit hohem, journalistischem Anspruch“

Deshalb mag ich ihn:
Prallvoll mit Infos, sachkundig geschrieben – und mit netten Tools wie interaktiven 360-Grad-Panos von  Schiffen. Das Design stand lange nicht im Vordergrund, da war bis Ende April 2016 stilistisch wenig Wasser unterm Kiel. Seit dem Refresh kann sich die Seite wirklich sehen lassen und auch mobil gut genutzt werden. Für Kreuzfahrt-Freunde eine wichtige Anlaufstelle. Gut gefallen uns die vielen News und die Podcasts. Kein Blabla wie auf anderen Kreuzfahrtblogs.


 

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Berlinsiderin! Stil in Berlin von Mary Scherpe

So empfiehlt sich der Blog:
„At its inception in the beginning of 2006
Stil in Berlin dealt with streetstyle, a city finding its feet, fashionwise, but over the past few years its scope has expanded, covering everything from food, style, art and life in ever-changing Berlin. „

Deshalb mag ich ihn:
Diese Fundgrube legen wir allen berlinvernarrten Gourmands ans Herz, die keinen Bock haben, ständig derselben halben Hundertschaft zu begegnen, die den Insider-Tipps von Reiseführern in sechsstelliger Auflage und den Top-Ten Lokalen auf tripadvisor hinterherjagt. Außerdem endet Marys Horizont nicht hinter „leckerem Essen“ und Vintage-Mode, ganz im Gegenteil. Aber hungern muss kein Blog-Besucher – großartige, exotische Tipps von Frühstück und Brunch bis Kaffee&Kuchen und Dinner warten dort. Und immer mit Stil. Und mit tollen Fotos.


 

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Viel und gut! Le Gourmand von Götz A. Primke

So empfiehlt sich der Blog:
Der Titel des Blogs ist die Klammer um alle Themen (….) Le Gourmand , der Feinschmecker, doch eher der feinschmeckende Vielfraß, der Genießer, der von allem möglichst viel aufnimmt. Nein, nicht der, der den Hals nicht voll bekommt – so ja nun auch wieder nicht.“

Deshalb mag ich ihn:
Götz A. Primke aka GAP ist nicht nur Genießer, er hat Gastronomie und Hotellerie gelernt und gelebt, später die Seite gewechselt und sich diesen Themen als Journalist gewidmet. Für ihn sind gutes Essen und guter Wein erkennbar Dinge, denen man sich nicht nur und immer durch den Sucher des iPhones nähern sollte, um möglichst schnell möglichst viele Food-Porns zu posten.

 

 

Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch? 10.000-km-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten in während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „abenteuer und reisen“ liebt fremde Ufer und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up Paddling, auf dem Bike und in der Sauna.

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