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Hotels in Spanien | Schlafen wie die Grafen

Anja Keul
Geschrieben von Anja Keul

Die Urlaubszeit ist viel zu kostbar, um in irgendeiner gesichtslosen Unterkunft abzusteigen. In einem Hotel mit Geschichte, attraktiver Lage oder feinem Flair macht das Übernachten gleich viel mehr Freude! So wie diese zehn ganz besonderen Hotels in Spanien

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Lage, Lage, Lage – der vermutlich größte Trumpf des „Parador de Aiguablava“ an der Costa Brava

Viele berühmte Hotels in Spanien blicken auf eine lange Geschichte zurück. Etwa der Parador von Santiago de Compostela, der bereits im Jahr 1499 von den „Katholischen Königen“ direkt neben der Kathedrale als Pilgerhospiz eingeweiht wurde. Oder das „Hotel Rey Alfonso XIII“ in Sevilla neben der alten Tabakfabrik, in der Bizets Carmen Zigarren rollte. Andere haben sich in den letzten Jahren zu modernen Wahrzeichen ihrer Stadt entwickelt wie das segelförmige „W Hotel“ am Strand von Barcelona. Und dann gibt es die zahllosen charmanten Herbergen in kleineren Städten, in traumhafter Lage, mit Blick auf Meer oder Berge. Viele davon sind in wunderbar restaurierten Schlössern, Herrenhäusern, Gutshöfen oder Stadtpalästen untergebracht. Es lohnt sich, gezielt danach zu suchen. Spezialisiert auf diese Häuser „con encanto“, also mit Geschmack und dem gewissen Etwas, sind die Selektionen Greatness SL (für die Miete ganzer Häuser) und Rusticae mit sehr großer Auswahl im ganzen Land und oft erstaunlich günstigen Preisen. Ein immer verlässlicher Wegweiser ist auch die Website der staatlichen Hotelkette Paradores, auf der rund 100 Hotels in herausragender Lage gelistet sind.

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Die inneren Werte von „Aiguablava“ sind aber auch nicht zu verachten!

MEERBLICK DELUXE:
Parador de Aiguablava, Costa Brava, Katalonien

Das Zusammenspiel von sattgrünen, duftenden Kiefernwäldern und tiefblauem Meer ist das große Kapital der Costa Brava. Als „Balkon über dem Meer“ bietet der „Parador de Aiguablava“ an einem der schönsten Abschnitte der Küste von beidem reichlich. Das moderne Gebäude ist eher unspektakulär, der Blick aus den Zimmern dagegen umso mehr. Preis: DZ/F ab 110 Euro

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Nein, Sie haben nicht zu tief ins Glas geschaut: Das „Hotel Viura“ ist auch nüchtern betrachtet voller Schrägen und unkonventioneller Brüche

BESCHWIPSTE ARCHITEKTUR:
Hotel Viura, Villabuena de Álava, La Rioja

Star-Architekten wie Frank Gehry, Zaha Hadid und Santiago Calatrava entwarfen in der Rioja Alavesa moderne Kathedralen des Weins. Da passt das „Hotel Viura“ bestens ins Bild. Das aus zum Teil verspiegelten, containerartigen Elementen zusammengewürfelte Gebäude dominiert den 300-Einwohner-Ort Villabuena de Álava und harmoniert doch fantastisch mit der Umgebung. In die lassen sich viele weinselige Touren unternehmen. Preis: DZ/F ab 188 Euro

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Klar, dass da bei einem solchen äußeren Auftreten auch die Zimmer im „Hotel Viura“ nicht 08/15 sind …

WEITSICHT IM WELTERBE:
Hotel Las Casas del Consul, Úbeda, Andalusien

Mit rund 40 Kulturerbestätten der Unesco liegt Spanien ganz weit vorn. Eine davon ist das Renaissance-Ensemble der andalusischen Kleinstadt Úbeda. Direkt auf den historischen Stadtmauern liegt das Hotel „Las Casas del Consul“ in einem puristisch renovierten Palast – die effektvoll platzierten Antiquitäten kommen umso besser zur Geltung. Grandiose Aussicht über Olivenhaine. Preis: DZ/F ab 80 Euro

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Viel Platz auf der Terrasse, viel Platz im Haus, viel Platz zum Schauen: Das „Hotel Torralbenc“ bietet von allem genug

INSEL-CHIC MIT BLICK:
Hotel Torralbenc, Alaior, Menorca

So sieht Insel-Sehnsucht aus: weiß gekalkte Wände, feine Plätze zum Draußensitzen, ein Pool hoch über dem Meer und viel Ruhe. Ruhig auch das Design des in Menorca gelegenen „Hotel Torralbenc“, das die Atmosphäre des Landhauses aus dem späten 19. Jahrhundert wunderbar ins Heute übersetzt. Preis: DZ/F ab 300 Euro

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Pool oder Meer, Sauna oder Sonne, Siesta oder Wandertour? Im „Can Simoneta“ gilt es einige Fragen zu klären – zum Glück ja stets mit beiden Antwortmöglichkeiten!

FINCA MIT MEERWERT:
Hotel Can Simoneta, Canyamel, Mallorca

Die meisten Fincas liegen ja im Inselinneren von Mallorca, das „Hotel Can Simoneta“ jedoch thront direkt über dem Meer. An warmen Tagen locken die Aussichtsplätze am Pool und im Garten. Sollte es mal etwas kühler sein, macht man es sich im Wintersalon mit Kamin gemütlich oder wärmt sich in der Sauna, im Dampfbad oder in einem der Jacuzzis auf. Hochwertiges Mobiliar ohne Design-Schnickschnack in den Zimmern mit schönen, restaurierten Steinwänden. Dezember bis Ende Februar geschlossen. Preis: DZ/F ab 210 Euro

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Alles so schön weiß hier im „Can Simoneta“! Und so großzügig!

KOLONIALSTIL MAL ANDERS:
Hotel Quinta de Villanueva, Villanueva, Asturien

Viele Spanier wanderten Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts nach Südamerika aus. Wenn sie wohlhabend und tatendurstig wieder zurückkehrten, bauten die „Indianos“ gerne im Übersee-Stil mit viel Mahagoni und bunten Fassaden. Die „Quinta de Villanueva“ zwischen Bergen und Meer ist ein Paradebeispiel dafür. Preis: DZ/F ab 100 Euro

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Hotel oder Kloster? Der „Parador de Cuenca“ ist beides in einem. Wortwörtlich.

SCHMUCKSTÜCK IM KLOSTER:
Parador de Cuenca, Kastilien-La Mancha

Weite Landschaften, kleine Orte, deftiges Essen und viel Ruhe – wer mit Muße mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann in Kastilien-La Mancha viele Entdeckungen machen. Cuenca, die Hauptstadt der Provinz, gehört mit ihren direkt an den Fels gebauten „hängenden Häusern“ zu den Pflichtzielen. Vom „Parador de Cuenca“ aus bietet sich der beste Blick auf das Unesco-Weltkulturerbe. Anderswo wäre das Hotel selbst schon die Attraktion, ist es doch in einem ehemaligen Kloster mit verglastem Kreuzgang und Caféteria in einer ehemaligen Kapelle untergebracht. Preis: DZ/F ab 90 Euro

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Klosterschlafzimmer müssen nicht zwangsläufig karg sein – erst recht nicht, wenn sie zu einem Hotel wie dem „Parador de Cuenca“ gehören

MITTEN IN MADRID:
Matute11 Suites, Madrid

Um die Ecke der lebendigen und zentralen Plaza Santa Ana fühlt es sich so an, als würde man wirklich in Madrid wohnen und nicht nur logieren: Designerin Marga Pérez richtete die 25 Studios und Apartments des „Matute 11“ in einem top-restaurierten Herrenhaus mit verspielten Details wie Wand-Graffiti, Kachelböden, Glasbausteinen oder Textiltapeten ein – cool, aber doch wohnlich und durchdacht. Preis: Studio ab 76 Euro

Parador Cruz de Tejeda- Canarias

Und noch ein Parador: der „Cruz de Tejeda“ auf Gran Canaria

PARADIES IM PINIENHAIN:
Parador de Cruz de Tejeda, Gran Canaria

Mitten in einem der schönsten Wandergebiete und nahe den höchsten Gipfeln von Gran Canaria liegt der „Parador de Cruz de Tejeda“ auf 1.500 Meter Höhe, wo es durchaus auch mal frisch werden kann, weit entfernt vom Rummel der Küsten. Die Architektur ist nicht sonderlich spektakulär, die Aussicht umso mehr – grandios, wenn sich morgens der Nebel über dem eingesunkenen Vulkankrater hebt. Moderne, komfortable Zimmer, der Hit sind natürlich die Balkone mit Vista. Preis: DZ/F ab 95 Euro

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Der „Parador de Cruz de Tejeda“ liegt in den Bergen herrlich versteckt in einem Pinienhain – mit Blick auf den eingesunkenen Vulkankrater

LANDLIEBE À LA SPANIEN:
Hotel Quinta de San Amaro, Rias Baixas, Galicien

Ringsum grüne Hügel und Weinberge, drinnen ein „Wohnzimmer“ für alle mit Kamin und Lese-Ecken, dazu 14 gemütliche, allesamt unterschiedlich gestaltete Zimmer zum Teil im Kolonialstil, jede Menge romantische Plätze zum Draußensitzen und die freundlichen Gastgeber Nacho und Julio, die sich hier ihren Lebenstraum erfüllt haben – man ist im „Hotel Quinta de San Amaro“ zwar in der Mitte von Nirgendwo, fühlt sich aber wie zuhause. Schöne Strände liegen nur wenige Kilometer entfernt, auch Vigo, Santiago de Compostela oder La Coruña sind mit dem Auto schnell erreicht. Preis: DZ/F ab 83 Euro

Hier will man wohnen: In der "Quinta de San Amaro"

Hier will man wohnen: In der „Quinta de San Amaro“


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Über diesen Autor

Anja Keul

Anja Keul

Volontariat kurz nach dem Abitur, danach Redakteurin, dann freie Journalistin, um parallel Philosophie zu studieren – uff. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag zog Anja aber die Bremse, um erst einmal ein halbes Jahr um die Welt zu reisen und in Mexiko hängen zu bleiben. Als Kulturressortleiterin bei „Cosmopolitan“ und Journalismus-Dozentin ging es danach zwar weiter, aber irgendwie schlichen sich immer mehr Reisegeschichten in ihre Arbeit. Deshalb machte sie sich als freie Reise-Autorin und Entwicklerin von (Reise)-Magazinen selbstständig. Besonders gern fährt sie in spanischsprachige Länder, weil sie die Sprache und ihre Variationen mag – von der iberischen Halbinsel über Kuba bis Argentinien.

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