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Nicaragua | Unterwegs im Land der 1000 Vulkane

Vulkane Nicaragua
© JancickaL/Pixabay

Nicaragua ist sicherlich nicht das erste Reiseziel der Wahl für die meisten Reisenden, doch wer etwas erkunden möchte, was noch nicht zu touristisch ist, ist hier im Land der 1000 Vulkane richtig. 

Leider hat das Land immer noch einen eher negativen Ruf. Erst hat die politische Krise im Jahr 2018 und die schwierigen Regierungsverhältnisse das Land schwer getroffen, weil dies auch die Tourismusbranche stark getroffen hat. Dann die folgende Pandemie, mit der Nicaragua wie der Rest der Welt auch zu kämpfen hatte, die den Tourismus komplett zum Erliegen brachte und dieses Land zu einem der ärmsten in Amerika machte.

Aber trotzdem findet man hier eine freundliche, bewusste Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft wie eine Familie.

Warum Nicaragua?

Nicaragua

Von den 19 Vulkanen in Nicaragua sind 10 noch aktiv | ©12019/Pixabay

Nicaragua ist ein wahres Paradies für Vulkanliebhaber. Nicht umsonst wird das Land auch “Land der Vulkane” genannt. Von den 19 Vulkanen in Nicaragua sind 10 noch aktiv und spucken regelmäßig feurige Lava. Hinzu kommen dichte Nebelwäldern mit einer vielfältigen Artenvielfalt.

Ich muss gestehen, ich bin kein typischer Backpacker, der allein durch das Land reist, aber mit dem einheimischen Guide David von “Enjoy Nicaragua”, der mir sein Land so nah wie möglich brachte, war es die beste Entscheidung überhaupt.

Auf die Frage nach den Gefahren einer Reise durch Nicaragua…er musste nur lachen und antwortete: “Das einzige Risiko, das du eingehst, ist, dass du am Ende der Reise nicht mehr weg möchtest”.

Im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas ist die Sicherheitslage in Nicaragua besser.  Wegen des geringen Touristenaufkommens in vielen Landesteilen gibt es auch keine auf Touristen spezialisierte Banden. Gelegenheitsdiebstähle, Autoaufbrüche und ähnliche Vorkommnisse sind eher seltener an der Tagesordnung.

Natürlich sollte man die politische Lage im Blick behalten und in den größeren Städten wie der Hauptstadt Managua vorsichtig mit Wertsachen hantieren, aber das muss man ja auch in Berlin oder Paris.

Reisetipps Nicaragua

San Juan del Sur

Jesus Statue

Die größte Christusstatue Mittelamerikas überragt San Juan del Sur | © JancickaL/Pixabay

Hier gibt es die größte Christusstatue Mittelamerikas.  Über 25 Meter hoch wacht sie über der Bucht von San Juan del Sur. Das ehemalige Fischerdorf liegt im Südwesten des Landes an der Pazifikseite. Der Ort ist bekannt für seine zahlreichen Strände sowohl im Norden als auch im Süden.

Surfer, Reisende und Einheimische kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten und sind sehr beliebt. Kilometerlange Strände und abgelegene Buchten prägen den Ort.

Isla de Ometepe

Auf dem Nicaragua See lassen sich großartige Kajaktouren unternehmen. | © grebmot/Pixabay

Eine der größten Vulkaninsel der Welt sollte auf keinen Fall im Besuch von Nicaragua fehen. Die beiden Vulkanen, Concepción (1.610 m) und Maderas (1.394 m) ragen majestetisch aus einem der größten Seen der Erde, dem Lago Cocibolca oder  Nicaragua-See. Dieser ist fast fünfzehn mal so groß wie der Bodensee.

Wer eine Vulkanbesteigung vor hat sollte den Maderas mit 1.394 m wählen. Er ist etwas weniger hoch und auch leichter zu besteigen als der Conception, bietet aber ein herrliches  Panorama auf den Vulkan Concepción und den Nicaragua-See.

Quellen

Auf dem Rückweg bietet sich eine herrliche Abkühlung in den natürliche Pools. | © JancickaL/Pixabay

Auf dem Rückweg bietet sich in Ojo de Agua eine herrliche Abkühlung. Versteckt zwischen den beiden Vulkanen im Schatten des Dschungels liegen die natürlichen Pools. Gerade richtig nach einer anstrengenden Vulkanbesteigung.  Auf der Ostseite des Vulkans Maderas findet man auch Petroglyphen aus präkolumbianischer Zeit.

Cerro Negro

Ein ganz anderes Vulkanabernteuer biete der Cerro Negro in der Nähe von Leon – Vulkan-Boarding. Allerdings muss der aktive Cerro Negro erst bestiegen werden, bevor man wieder hinunter boarden kann. Dass der Vulkan aktiv ist, erkennt man am erhitzten Boden oder an der gelegentlich aufsteigenden Rauchfahne.

Oben angekommen, wird man mit einer überwältigenden Aussicht belohnt.

Um dich vor dem scharfkantigen Vulkangestein zu schützen, wirst du mit Schutzkleidung, Handschuhen und Schutzbrillen ausgestattet, bevor du die Vulkan-Rodelpartie beginnen kannst und den Hang runter schotterst.

Granada

Altstadt Granada

Die 1529 erstmals erbaute Kathedrale gilt als einer der wichtigsten Kolonialbauten Zentralamerikas. | © JancickaL/Pixabay

In Granada wirst man direkt in eine andere Zeit versetzt. Die größte Stadt am Lago Cocibolca begeistert mit einem zauberhaft romantischen Kolonialflair und prächtigen Plätzen. Die Stadt mit ihren bunten Kolonialhäusern und zahlreichen Kirchen besichtigt man am besten in einer Kutsche den „Coche de Caballos“. Das verleiht der Stadtführung einen besonderen Charme ohne abgedroschen zu wirken.

Und abends verwandelt sich diese Kulturstadt in eine Partystadt mit dröhnender Musik aus jedem Restaurant und jeder Bar.

Ausgelassene Stimmung, Getränke wie das lokale Bier Tona und Victoria und Nicaraguanischer Rum und freies Tanzen. Hier wird das Leben gelebt!

Ganz in der Nähe der Stadt – wie sollte es auch anders sein, liegt der 1.400 meter hohe Vulkan Mombacho. Der Vulkan ist schon seit einigen Jahren erloschen und ein Naturreservat wo nicht nur seltene Vögel, Pflanzen und Orchideen bestaunt werden können, sondern angstfreie Menschen können hier ein ungeahntes Freiheitsgefühl erleben und auf sogenannten Canopy Touren in an Drahtseilen von einem Baumwipfel zum anderen gleiten.

Leon

Über den Dächern der Kathedrahle von Leon. | © engelmog/Pixabay

Die Kolonialstadt León ist die zweitgrößte Stadt Nicaraguas und gilt als Zentrum für Dichter, Revolutionäre und Liberale. Es ist eine wunderschöne Stadt mit einer reichen Geschichte und einzigartigen Sehenswürdigkeiten: Der Mittelpunkt von Leon ist der Parque Central und die Kathedrale, die Basilica de la Asunción, die zugleich die größte und älteste Kathedrale Mittelamerikas ist.

Blubbernde Lava am Vulkan Masaya

Möchtest du echte blubbernde Lava eines Vulkans sehen – hier ist er!

Managua

Die Hauptstadt Nicaraguas liegt am Südufer des Managua-Sees. Auf dem Hauptplatz, der “Plaza de la República”, stehen noch heute die Reste der beim Erdbeben zerstörten Kathedrale, in der Bäume wachsen.

Natürlich gibt es auch hier COVID und entsprechende Maßnahmen, aber man versucht sich arrangieren. Und das tun die Menschen hier, arbeiten und – in Nicaragua sagt man

“Diacachimba”

Die Ausbreitung von COVID-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.
Beachten Sie daher die aktuellen Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes.

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Melanie Bromund

„Ich liebe das Reisen in ferne Länder, um neue Abenteuer zu erleben, neue Menschen und andere Kulturen kennenlernen und neue Eindrücke zu erhalten. Reisen ist für mich eine Bereicherung für mein Leben und ein Lebenselixier.“

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