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Hotel-Check | Das „Pfösl“ in Deutschnofen

Hotel Pfösl in Deutschnofen: Spektakuläre Fassade, cooler Pool und drei moderne Chalets
Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Der Pool? Total instagrammable. Die Küche? Sehr gut und regional. Die Architektur? Ein echter Hingucker. Die Lage? Hammer, mit Deluxe-Panorama-Trio aus Schlern, Rosengarten und Latemar. Wir haben uns das Hotel Pfösl genauer angesehen …

Das Besondere an diesem Haus? Das Pfösl ist ein Beleg dafür, dass ein Hotel, das über die Jahrzehnte hinweg wächst und ausgebaut wird, nicht zwangsläufig zu einer wirren Design-Wucherung werden muss.

Was als kleine Pension auf einem Hügel vor dem Ortsanfang von Deutschnofen begann, mutierte zu einem 66 Zimmer zählenden, sehr markanten Prachtstück. Ummantelt werden die Bauelemente aus vielen Jahrzehnten durch eine exzentrische Fassade, die mit Stilelementen des zum Anwesen gehörenden alten Stadls spielt.

Natur-Suite des Hotel Pfösl: Viel Holz, zen-mäßige Beleuchtung, große Fensterfronten mit Blick auf die Dolomiten

Natur-Suite des Hotel Pfösl: Viel Holz, zen-mäßige Beleuchtung, große Fensterfronten

Der jüngste Anbau des Pfösl mit seinen 18 reduzierten Natur-Suiten wurde im Stil einer Earth Lodge mit dem Rücken komplett in den Hang gebaut. Von hinten bzw. Parkplatz aus sieht man nichts, von vorn nur eine Reihe großer Glasfronten und dunkles Holz zur Abtrennung.

Erbaut wurde der neueste Appendix in der Rekordzeit von 88 Tagen, ebenso wie die drei modernen, kubistischen Chalets ein paar Schritte hangaufwärts.

So schläft und wohnt man

Viel Holz, Fensterfront auf voller Breite, kein Schnickschnack, Terrasse  – damit empfehlen sich die neuen, 40 Quadratmeter großen Alpina-Zirbe-Suiten im jüngsten Anbau.

Geschmackssachen

Gut, sehr aromenreich, regional und natürlich Südtirolerisch geprägt ist die Küche unter der Ägide von Chefkoch Markus Thurner. Der absolute Glücksbringer? Die Desserts. Von 13 bis 17 Uhr gibt es am Büffet knackige Salate, Suppe sowie je ein leichtes Pasta- und Fleischgericht…

Pfösl: Viel Geschmack und etwas Augenfutter – das ist die Küche von Chefkoch Markus Thurner

Viel Geschmack und etwas Augenfutter – das ist die Küche von Chefkoch Markus Thurner, der im Pfösl das Küchenzepter schwingt

Restaurant des Hotel Pfösl in Südtirol: Holzig, kantig, reduziert – und mit gewagter schwarzer Decke

Restaurant des Pfösl: Holzig, kantig, reduziert – und mit gewagter schwarzer Decke. Dazu ein wunderschöner Blick auf die Berge

Pfösl: Viel Holz, etwas Filz und Schiefer – sowie gute regionale Küche mit Pfiff

Viel Holz, etwas Filz und Schiefer – sowie gute regionale Küche mit Pfiff

Was uns am Pfösl besonders gefällt

Reduziertes Design ohne Schnickschnack. Die Kulisse – vor allem die rot glühenden Dolomiten bei Sonnenuntergang und die famosen Sonnenaufgänge. Last but not least: das samt und sonders nette Personal.

Sonnenaufgang aus der Zirben-Suite aus betrachtet: Der Himmel über dem Eggental glüht. Pfösl

Sonnenaufgang aus der Zirben-Suite aus betrachtet: Der Himmel über dem Eggental glüht

Ideal für…

Langläufer, Bergsportler und Mountainbiker. Aber auch für entschlossene Relaxer und Entschleuniger. Sowohl mit oder ohne Kind(er)…

Hotel Pfösl: Warmes Sole-Wasser verlockt auch im Winter zu einigen Bahnen im 25 Meter langen Infinity-Pool

Hotel Pfösl: Warmes Sole-Wasser verlockt auch im Winter zu einigen Bahnen im 25 Meter langen Infinity-Pool

Im Winter – und bei ausreichendem Schneefall – kommt man vom Hotel Pfösl direkt ins 25 Kilometer lange Loipennetz von Deutschnofen. Mehr Loipen warten auf dem rund 20 Autominuten entfernten Passo Lavazè.

Langlaufen im Eggental für Gäste des Pfösl

Langlaufen im Eggental

Wer lieber winterwandert, dem sei der Panorama-Weg ans Herz gelegt, der über Bergwiesen und durch Lärchenwälder führt. Dort hat man stets den Schlern, den Rosengarten und das Latemar vor Augen. Entspannte Schneeschuhtouren sind eine weitere Option, etwa die von Maria Weissenstein zur Schönrastalm (1.690 Meter) und über die Schmiederalm bis zur Laneralm.

Panoramaweg Deutschnofen: Blick auf den Rosengarten im Winter

Panoramaweg Deutschnofen: Blick auf den Rosengarten im Winter

Abfahrer finden im knapp 10 Kilometer entfernten Skigebiet Latemar-Obereggen ein familienfreundliches Revier mit 48 Pistenkilometer, 18 Liften und zwei Rodelbahnen. Für Pisten-Quickies oder die ersten Schwünge mit dem Nachwuchs empfiehlt sich die 600 Meter kurze Piste mit dem 2017 erneuerten Dorflift (Tellerlift) keine fünf Gehminuten hinter dem Hotel Pfösl…

Farbspektakel: Latemar beim Sonnenaufgang

Farbspektakel: Latemar beim Sonnenaufgang

Sauna, Pool, Spa?

Das naturaspa des Pfösl bietet auf 2.000 Quadratmeter ein breites Angebot an Saunen und Dampfbädern – uns hat neben der finnischen Außensauna „Ritual“ die Lavendelsauna mit 45 Prozent Luftfeuchtigkeit, 65 Grad und dem entspannenden natürlichen Lavendelaroma am besten gefallen.

Ein optisches Highlight, das auch Schwimmer erfreut und nicht nur selfie-verliebte Plantscher, ist der 25 Meter lange Infinity-Pool mit leicht salzigem Sole-Wasser.

Pfösl in Deutschnofen: Schöne Bahnen ziehen und immer wieder den Blick auf Latemar genießen

Schöne Bahnen ziehen und immer wieder den Blick auf den Latemar genießen

Natura Spa des Pfösl: Der Pool ist ganzjährig nutzbar

Natura Spa des Pfösl: Der Pool ist ganzjährig nutzbar

Der kleine (oder größere) Haken

Abgefülltes Bergwasser aus der Leitung kostet 4,50 Euro pro Flasche, 0,4 Pils 6 Euro. Die Weinliste des Pfösl ist für Südtiroler Verhältnisse hochpreisig, unter 30 Euro ist keine Flasche zu bekommen. Dasselbe Bild an der – bestens sortierten – Bar. Kein Drink unter 9,50 Euro.

Der allgegenwärtige Strada Provinciale 72, die sich um den Hotelberg windet, entkommt man akustisch und optisch weder in der Sauna noch beim Blick aus dem Restaurant, aus dem Pool oder von den meisten Terrassen.

Die Preisfrage

Übernachtung in der Alpina-Zirben-Suite inklusive 3/4-Pension ab 177 Euro pro Person. Weitere Infos und Packages wie das Pfösl’s Langlaufpaket mit 7 Nächten ab 792 Euro pro Person unter pfoesl.it

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Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von ABENTEUER UND REISEN liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.