Pretty Hotels

Pretty Hotels | Für Sparfüchse mit Geschmack

Christian Haas
Geschrieben von Christian Haas

Überkandidelte Plüschpaläste, alpine Jodlerbettenburgen oder triste Low-Budget-Absteigen müssen nicht sein. Clevere bekommen für höchstens 120 Euro pro Doppelzimmer cooles Ambiente und viel Lebensart in Toplage. Wie unsersere „Pretty Hotels“ in Athen, Biberwier, Warschau, Valetta, Münster und Barcelona.

Hotel Praktik Bakery, Barcelona

Doppelzimmer ab 89 Euro

„Drei Baguettes, bitte, und ein Zimmer!“ An der Rezeption des 2014 eröffneten, weltersten Bäckerei-Hotels würde so eine Bestellung keinen verwirren, checkt man doch direkt an der Bäckertheke ein. Die Zimmer sind genauso geschmackvoll wie das berühmte Brot Baluard, für das mancher Stadtbewohner extra einen Umweg ins  Stadtviertel Eixample macht. Architekt Lazaro Rosa-Violán kombinierte in den 74 Zimmern weißes Holz und weiße Fliesen mit Naturholz und warmen Farben. Groß sind die Räume nicht, aber dem aus dem Erdgeschoss kommenden Duft frischer Brötchen kann man ohnehin nicht allzu lang widerstehen …

Trabuxu Boutique Living, Valetta

Doppelzimmer ab 100 Euro

Boutique und Living – diese beiden Begriffe finden sich bereits im Namen des 2014 in den engen Gassen der Lower East Side von Valletta eröffneten Hotels. Und das nicht ohne Grund. Geschmackvolle Einrichtung und Behaglichkeit prägen das kinderfreie Hauses, das gerade einmal neun individuell gestaltete und hohen Komfort bietende Zimmer beherbergt. Die bestechen mit teils opulenter, teils gediegener Farbgestaltung, einem stilvollen Interieur und verwinkelten Schnitten, in denen die Bögen und Winkel eines renovierten, 350 Jahre alten Palazzo ideal zur Geltung kommen. Ein Ort zum Entspannen ist der charmante Innenhof. Praktisch: In Laufnähe liegen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Vallettas, außerdem Geschäfte und Restaurants. So befinden sich die von denselben Besitzern geführten und nicht minder unkonventionellen Lokale Trabuxu Bistro sowie die stylishe Trabuxu Wine Ba nicht weit.

Factory Hotel, Münster

Doppelzimmer ab 84 Euro

Industrielle Elemente und wohnlicher Komfort, nah am Stadtkern und dennoch ruhig gelegen – das in der alten Germania-Brauerei eingezogene Hotel vereint scheinbare Gegensätze. Das zu den Design Hotels gehörige Haus bildet das Zentrum eines Komplexes, in dem sich auch Geschäfte, Restaurants und Clubs finden. Die Disco Grey gilt gar als Top-Dance-Adresse. Praktisch für Nachteulen, dass es nur ein paar Schritte ins Bett sind. moderne Gestaltung aus Holz und Beton sorgt in den 128 Zimmern und 16 Suiten  für ein ungewöhnliches Ambiente. Ein echtes Pretty Hotel!

Fresh Hotel, Athen

Doppelzimmer ab 117 Euro

Der Name ist Programm. Alles in diesem Haus wirkt frisch: die Prise auf der  Dach­terrasse, die mit dem „Air Lounge Restaurant“ nicht nur feine griechische Küche und Cock­tails bietet, sondern auch feine Blicke auf die Akropolis und die  Altstadt. Die herzliche Wärme des viel gelobten Personals. Die an Wänden, Bettüberwürfen und im Bad wieder­kehrenden bunten Farben – allen voran Pink. Dazu Designerstühle von Philippe Starck, Lampen von Artemide und  Werke von Zaha Hadid. Kurz: ein erfrischender Ort für einen relaxten Aufenthalt zu Füßen der Akropolis.

H15 Boutique Hotel

Doppelzimmer ab 95 Euro

Die polnische Kapitale gehört zu den teuersten Übernachtungsadressen Europas. Auch das  H15 Boutique Hotel verlangt für seine Fünf-Sterne-Suiten stolze Preise. Doch zum einen gibt es bei den immerhin knapp 30 Quadratmeter großen Apartments regelmäßig satte Rabatte (vor allem rund um den 15. eines Monats!) und zum anderen ist in dem zur Vereinigung der Designhotels gehörenden Haus auch wirklich einiges geboten, wie Hammer- und Sichel-Ornamente im michelingekrönten Restaurant.

My Tirol, Biberwier

Doppelzimmer ab 39 Euro

Wie ein riesiger Eiswürfel liegt der spacige Glas-Kubus des My Tirol am Rand des kleinen Orts Biberwier, mitten in der Tiroler Zugspitzarena. Der Innenbereich ist geprägt von modernem  Sichtbeton, Glas und Holz, Loungemöbeln und einem bunten Lichtkonzept. Rampen führen zu allen Etagen. Wer will, der kann in diesem Pretty Hotel sogar mit dem Mountainbike direkt bis zu seinem, zugegebenermaßen recht kleinen Zimmer fahren und es in seinem privaten Vorraum abstellen. Sport ist  ohnehin das bestimmende Thema, auch im Winter: Die Skipiste liegt direkt vor der Tür. Der Zutritt zum schönen Wellness- und Poolbereich kostet übrigens nicht extra. Ebenso wenig der zur hoteleigenen Disco.

Über diesen Autor

Christian Haas

Christian Haas

Christian Haas – Jahrgang 1974, Wirkungsstätte München – liebt seit jeher die Kombination Reisen und Schreiben. Naheliegende Konsequenz: Studium der Geographie und Kommunikationswissenschaften in Eichstätt und München. Diplomarbeit in Venezuela, Nationalparkpraktikum in Puerto Rico, Redakteursanstellung in München. Seit 2002 als Reisejournalist und Autor selbstständig, Schwerpunkt Outdoor, Familie, Kurioses. Seit 2013 gehört Christian Haas zum Redaktionsteam von abenteuer und reisen.