Länderberichte

Yukon Territory | Skiexpedition durch eisige Wildnis

Skiexpedition über das Kluane Icefield
Astrid Därr
Geschrieben von Astrid Därr

Die Saint Elias Mountains im Kluane National Park zählen zu den entlegensten Gebirgszügen der Welt. Monatelang bereiteten sich Astrid Därr und ihre Freundinnen auf eine Skiexpedition durch die abgelegene Region im Yukon Territory vor – doch es kam alles anders als geplant. Ein Abenteuer in 25 Bildern

Unser Abenteuer beginnt in Haines Junction im Südwesten des Yukon Territory. Es ist Ende April und die Grizzlys erwachen langsam aus dem Winterschlaf

In den ersten Tagen genießen wir Hüttenromantik in den rustikalen Glanzmann Tour Cabins am Ostrand des Kluane Nationalparks

Haferflocken, Nüsse, Schokolade und gefriergetrocknete Nudeln aus der Tüte – wir schnüren unsere Fresspakete für elf Tage auf dem Kluane Icefield in den Saint Elias Mountains

Nochmal Wasser und Wärme auf der Haut, bevor wir ins ewige Eis fliegen: in der mit Holz eingeheizten Blockhüttensauna

Los geht´s! Ein winziger Skiflieger von Icefield Discovery bringt uns auf das größte Eisfeld jenseits der Polkappen

Zugschlitten, Skiausrüstung und Taschen gepackt – nun muss nur noch das Flugwetter passen

Beim ersten Flugversuch zwingt uns eine Nebelwand zur Umkehr, beim zweiten Versuch am nächsten Tag klappt es: Unter uns erstreckt sich der kilometerbreite Kaskawulsh Glacier

Nichts als Schnee, Eis und Berge. Die weiße Wildnis im Kluane Nationalpark flößt uns schon beim Anflug gehörig Respekt ein

Das Skiflugzeug muss zweimal fliegen, um das Vierer-Damenteam mitsamt Ausrüstung aufs Eisfeld zu bringen. Die beiden zuerst Ausgesetzten wirken wie winzige Ameisen in der gigantischen Gletscherlandschaft

Ein schnelles Foto nach dem Entladen, dann lässt uns der Flieger auf 3.000 Meter Höhe in der Wildnis zurück

Mit den schweren Pulkas an der Hüfte ziehen wir unsere Spuren in den Schnee

Schon am ersten Abend kündigt sich schlechtes Wetter an. Zum Schutz des Lagers bauen wir Mauern aus Schneeblöcken und verzurren die Expeditions-Zelte (exped.com) mit den Tourenski (dynafit.com)

Um genug Wasser für die Thermosflaschen und das Abendessen zu schmelzen, laufen die Benzinkocher zwei Stunden lang im Dauerbetrieb. In unserer Küchenhöhle aus Schnee fehlt nur der warme Ofen

Das Wetter in den Saint Elias Mountains gilt wegen der Nähe zum Pazifik als unberechenbar und extrem wechselhaft. Auch wir bleiben nicht verschont: Drei Tage und Nächte lang sitzen wir in unseren Zelten in einem heftigen Schneesturm fest …

Die Ruhe nach dem Sturm. Eine dicke Schicht Neuschnee bedeckt unsere Zelte und die Berge um uns herum

Der Wind hat die Schneeoberfläche fest gepresst und geformt

Nach dem Sturm heißt es schaufeln, schaufeln, schaufeln

Harte Arbeit am Morgen, um an unseren Tee und das Müsli zu kommen … Auch die mit einem Tarp abgedeckte Küchenhöhle ist eine Etage nach unten versunken

An Bergbesteigungen ist wegen der Lawinengefahr nicht mehr zu denken. Dennoch ziehen wir weiter und spüren die Freiheit in der endlosen Einsamkeit der Saint Elias Mountains

Wir wechseln uns mit dem Spuren ab. Einige Etappen müssen wir wegen der Spaltensturzgefahr in der Seilschaft gehen

Mmmh … Der Frühstücksbrei gibt Kraft für den Tag!

Mit Karte und GPS versuchen wir die beste Route durch die Gletscherwelt zu finden

Mount Logan in Sicht! Der höchste Gipfel (5.959 m) Kanadas gilt als einer der abgelegensten und kältesten Berge Nordamerikas

Auf der weiten Gletscherfläche des Hubbard Glaciers errichten wir unser letztes Lager. Es kündigt sich der nächste Sturm an, deshalb beschließen wir nach fünf Tagen, den Skiflieger zu bestellen

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Keine Powderabfahrt, kein Gipfelglück, keine Durchquerung bis zum geplanten Endpunkt – stattdessen Schneesturm und frühzeitiger Abbruch. Unser Skiabenteuer endet mit einem sehnsuchtsvollen Blick aus der Luft auf die Gipfel der Eliaskette

Weitere Informationen über Astrid Därr und die Kluane Icefield-Expedition: daerr.net


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Über diesen Autor

Astrid Därr

Astrid Därr

Als freie Reisejournalistin, Reiseleiterin und begeisterte Bergsportlerin (und ausgebildete Tiroler Bergwanderführerin ) bin ich rund sieben Monate im Jahr rund um den Globus unterwegs. Meine Reisegeschichten und Fotos wurden in diversen englisch- und deutschsprachigen Zeitschriften, Blogs und Onlineportalen veröffentlicht. Außerdem entstanden in den letzten 15 Jahren mehr als zehn Bücher in verschiedenen Verlagen. Ich bereiste 30 Länder Afrikas auf eigene Faust und verbrachte mittlerweile mehrere Lebensjahre auf dem schwarzen Kontinent. Ob mit dem 4x4 quer durch Afrika, mit Ski auf die aktiven Vulkane am Pazifischen Feuerring, zu Fuß durch die Wildnis Ostgrönlands oder mit dem Tauchboot zu den Molukken – ich liebe das Abenteuer!