Auto

Reisemobile | Campen wie Krösus

Markus Stein
Geschrieben von Markus Stein

Wohnmobil – klingt irgendwie nach Klappstuhl und Dosenbier. Aber es geht auch extravant! Vom XXL-Offroader über Monster-Trucks bis zur „Landyacht“ im Lkw-Format ist alles drin. Fünf verrückte Reisemobile für den etwas anderen Urlaub auf Rädern

 

Gut eine Million Deutsche ab 14 Jahren haben 2015 eine Reise mit einem Wohnmobil unternommen, mehr als 390.000 Reisemobile sind im Land zugelassen. Je nach Wunsch und Portemonnaie sind die Urlaubsmobile unterschiedlich konzipiert und ausgestattet. Das Spektrum reicht dabei von Pick-up-Wohnkabinen und Kastenwagen bis hin zu Offroad-Fahrzeugen und rollenden „Traumschiffen“. Gerade Reisen mit dem First-Class-Mobil liegt im Trend, „Landyachting“ genannt: Wie ein Schiff auf dem Meer gleitet das Luxusheim auf Rädern über den Asphalt – großzügige Straßenverhältnisse vorausgesetzt. Man kann diese Premium-Mobile auch mieten, das Modell Home des Herstellers Morelo beispielsweise kostet ab 220 Euro pro Tag. Kaufpreis neu: ab 115.000 Euro …

Blade Runner

Damit würden auch Androiden und Roboter gern Urlaub machen:  Der Elemment Palazzo der Firma Marchi Mobile erinnert doch sehr an ein Science-Fiction-Gefährt. Allein die Front des zwölf Meter langen und 20 Tonnen schweren Trucks sieht aus, als hätte man den Kopf eines Insekts auf einen Sportwagen montiert. Im Inneren herrscht natürlich Luxus pur: Schlafzimmer mit inte­griertem Badezimmer, Marmor, edle Hölzer, ausfahrbare Dach­terrasse und vieles mehr. Preis: circa 2,2 Millionen Euro.

Unverwüstlich

Auf vier Achsen durch die Wüste mit dem allrad­taug­lichen Gelände-Reisemobil von Action Mobil! 600 PS treiben den Desert Challenger an, aufgebaut auf einem MAN-Chassis, das ursprünglich als Raketen­träger gedacht war … Mit zwei hydrau­lischen Seitenauszügen kann der Wohn­raum auf über fünf Meter Breite erwei­tert werden. Leder und Wurzel­furniere dominieren das Wohnambiente. Eine abgetrennte Küche aus Edelstahl und ein begehbarer Kühlraum sind weitere Ausstattungs-Highlights. Preis: 1,5 Millionen Euro.

Wasserratte

Ist der Campingplatz am See überfüllt? Kein Problem, fahren Sie weiter, hinaus ins Nass, und werfen Sie den Elektro-Außenbord­mo­tor an. Der Sealander ist Wohnwagen und Boot zugleich. Mit wenigen Handgriffen lässt er sich verwandeln. Außerdem: Pano­rama­scheiben und Verdeck. Preis: ab 18.500 Euro.

Krösus’ Villa

Man kann alles auf die Spitze treiben. Auch Komfort und Ausstattung eines Reise­mo­bils. Oder besser: einer Reisevilla! Da taucht „direkte und indirekte LED-Beleuch­tung Ober­schrän­ke in Beige high gloss und Mö­bel­fronten mit edlem Noce-Echtholz­fur­nier in ein angenehmes Licht“, so der Her­steller Concorde bei der Beschreibung seines Flagg­schiffs, des Liner Centurion. Weitere Details: elektrisches Hub-Bett, Ceran-Kochfeld und Sitze mit Leder­be­zug. Die Villa besitzt natürlich auch eine Garage (hier mit Platz für einen Smart). Preis: ab 425.900 Euro.

Knackig statt größenwahnsinnig

Mit einer Länge von nur 565 Zentimetern offeriert Spezialist Hymer das kompakteste Reise­mobil auf Basis eines Mercedes-Chassis. Den neuen teilintegrierten Van S gibt es in zwei Ausführungen: mit einem Doppelbett oder mit Einzelbetten. Des Weiteren bietet die Küchen­zeile zahlreiche Schubfächer sowie erweiterbare Arbeitsflächen, das Sanitärabteil dank eines hochklappbaren Wasch­beckens Bewe­gungs­frei­heit. Preis: ab 57.000 Euro.


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Über diesen Autor

Markus Stein

Markus Stein

Wenn Markus mal nicht vor dem Computer sitzt – das ist leider immer öfter immer weniger der Fall ... –, macht er mit Vorliebe die Bergwelt vor der oberbayerischen Redaktions-Haustür unsicher. Sei es mit dem Mountainbike oder Wanderschuh in der schneefreien Zeit, mit Touren- oder Alpinski im Winter. Bleibt dann noch Puste übrig, stürzt er sich auch gern mal in Münchens Kulturleben, mit Vorliebe in die Jodel-Hochburg Bayerische Staatoper. Die absoluten Reise-Highlights im Dienste der Redaktion: eine Rundreise durch Neuseeland („Der Hammer“) und Tiefschnee-Tauchgänge in Kanada („Auch nicht schlecht“).

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