Länderberichte

Singapur in 36 Stunden | Stopover als Kurzurlaub

Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Singapur in 36 Stunden erleben – geht das? Ja, wenn man sich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt. Wir zeigen, was man gesehen haben muss, unter anderem mit drei 360-Grad-Panoramen. Psst: 48 Stunden wären besser

Wer mit Singapore Airlines nach Australien, Bali oder Neuseeland fliegt, verlängert am besten die Umsteigezeit und veredelt die Anreise  mit einem Singapur Stopover zum Städteurlaub. Das Singapore Stopover Holiday-Programm (SSH) macht es möglich. Ab 33 Euro pro Person gibt es ein gutes Hotel, Bustransfer vom und zum Flughafen, freie Fahrt mit dem SIA-Hop-on-Bus sowie kostenlosen Eintritt zu den meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten im Gegenwert von über 350 Euro. Besser geht’s nicht.

Marina Bay Sands

Am neuen Wahrzeichen der Boomtown startet unser Singapur Stopover. Vom üppig bepflanzten Sky Garden des dreitürmigen Hotels auf 200 Meter Höhe und vom 150 Meter langen Infinity-Pool hat man eine großartige Aussicht auf die Skyline von Singapur. Baden dürfen leider nur die Hotelgäste. MRT-Station: Bayfront

Streetfood mit Blick auf das Marina Bay Sands im Makansutra on Gluttons Bay

Singapore Flyer

Das hohe Riesenrad war bis 2014 das höchste der Welt. Sehens- und erlebenswert und kostenlos für SSH-Kunden, sonst 22 Euro.
MRT-Station: Promenade

Gardens by the Bay

50 Meter hohe, von Kletterpflanzen bewachsene Supertrees, die am Abend die Kulisse für eine Sound & Light Show bilden. Zwei hypermoderne Gewächshäuser: Flower Dome (größtes Glasgewächshaus der Welt) und Cloud Forest. Eintritt in beide „Conservatories“ ist für SSH-Kunden kostenlos, sonst kostet er 18 Euro. MRT-Station: Bayfront

Colonial District

Rund um die wasserspeiende Steinskulptur des Merlion (halb Löwe, halb Fisch) herrscht immer reger Betrieb. Hier legen auch die Ausflugsschiffe ab: Auf der Singapore River Cruise oder bei einem der Original Singapore Walks (einer von fünf Walks ist kostenlos, sonst 12 bzw. 19 Euro) fühlt man dem kolonialem Herz der Glamour City den Puls: Cavenagh Bridge, Elgin Bridge, Empress Place Building, The Fullerton Hotel, Statue von Sir Stamford Raffles und Clarke Quay. Oder einfach auf eigene Faust den Singapore River entlang spazieren, von der Partymeile Clarke Quay bis zum Robertson Quay und zurück. MRT-Station: City Hall

Singapore River: Abendlicher Bummel vom Robertson Quay zum Clarke Quay

Chinatown

Lebhafte Gassen mit Shops für chinesische Stempel, Seidenklamotten, Lampions, Läden für chinesische Medizin und Dutzende von Restaurants. Das „Yum Cha“bietet sich als perfekter Stopp für Dim Sum an. Die pastellfarbenen Fassaden aus dem 19. Jahrhundert sind typisch für die Shophouse-Architektur jener Ära. Nicht verpassen sollten Sie das Chinatown Heritage Center, den indischen Sri Mariamman Temple, den Zahntempel des Buddha sowie den Thian Hock Keng Temple. MRT-Station: Chinatown

Orchard Road

Singapur ist ein Shoppingparadies, vor allem die mondäne Orchard Road. Im schwülwarmen Klima sind die Kaufhäuser kühle Oasen, die man gern etwas länger besucht. Singapurs spektakulärste Shoppingmeile bietet Flagship-Stores der globalen Luxuslabels, Fine Dining und nationale Modelabels. MRT-Stationen: Somerset, Orchard

Abenteuer Streetfood

Wer in keinem der über 100 Hawker Centres der Stadt gegessen hat, war nicht wirklich in Singapur. Nett und unser Lieblings-Spot ist ist der historische Lau Pa Sat Market zu Füßen der Bankentürme mit seinem vielfältigen Angebot.

So viel Hygiene wie möglich, aber kein antiseptisches Food-Mall-Feeling – so wurden die Hawker Centres zur touristischen Erfolgsstory. Die neben Lau Pa Sat bekanntesten sind Chinatown Complex Hawker Centre, Maxwell Road Hawker Centre, Tekka Hawker Centreund Chomp Chomp Food Centre. Dresscode? Flipflops. MRT-Stationen: Raffles Place, Downtown

Die besten Streetfood-Tips für Singapur gibt es hier!

Little India

Der Lebensrhythmus des Subkontinents ist in diesem Stadtteil überall sehr intensiv spürbar. In Little India wurde das berühmte Fish Head Curry erfunden. In den zahlreichen Mini-Shops stapeln sich Ganesha-Statuen, Bollywood-Movies und Sandelholzseifen. Verrückt: das mit Kitsch, Krimskram und Haushaltswaren bis unter die Decke vollgestopfte, 24 Stunden geöffnete Mustafa Center. Auf jeden Fall auch das moderne Indian Heritage Center besuchen. MRT-Station: Farrer Park

Little India: Toll sind die Kontraste zwischen den alten Shophouses und der modernen Architektur im Hintergrund

Little India: Das moderne Indian Heritage Center ist auf jeden Fall einen Besuch wert

Kampong Glam

Nicht weit von Little India entfernt wartet im „arabischen Viertel“ Kampong Glam ein lebhaftes Ausgehviertel mit konservativer Nachbarschaft. Zunächst fallen die Kuppel der Sultan-Moschee und die Malabar-Moschee auf. Parfümläden und Shisha-Cafés in den alten Shophouses mit ihren schmalen Arkadengängen tragen zum Orientflair bei. Tipp: Besuch im Malay Heritage Centre (kostenloser Eintritt für SSH-Kunden). MRT-Station: Bugis

Kampung Glam: Die von Shops gesäumte Bussorah Street führt direkt zur Sultan Mosque

Kampung Glam: Schmale Arkaden sind den alten Shophouses im malayischen Viertel vorgelagert

National Gallery

Sehenswerte Architektur und mit seinen zwei Sammlungen ein museales Schwergewicht. Allein die im früheren Rathaus untergebrachte Nationalsammlung zählt rund 10.000 Exponate moderner südostasiatischer Kunst, dazu kommen die Werke der eigenständigen UOB Southeast Asia Gallery.

Die National Gallery (kostenlos für SSH-Kunden, Ticket sonst 15 Euro) bildet das Herz des kleinen, aber feinen Museum District, zu dem auch Asian Civilisations Museum, SAM Singapore Art Museum und SAM at 8 Q sowie das gut gemachte Nationalmuseum gehören. In der National Gallery gibt es hervorragende Restaurants unter der Führung bekannter Köche – teils in toller Lage mit Blick über die Stadt. MRT-Station: City Hall

National Gallery: Bereich zwischen den beiden Gebäudekomplexen


Singapur Stopover

Stopover-Packages

Singapore Stopover Holiday-Programms: aktuelle Preise, genaue Leistungen und weitere Infos

Anreise

Am besten mit dem Premiumanbieter Singapore Airlines, nonstop von Frankfurt, München und Düsseldorf ab 609 Euro, in der Premium Economy Class ab 1.229 Euro.

Hier sehen Sie ein 360-Grad-Foto der Premium-Economy-Kabine

Vor Ort unterwegs

Am besten mit der Metro MRT. Bequem, saubere Züge und Stationen, sehr pünktlich und günstige Tageskarten!

Übernachten

Mitte Januar hat das kleine, feine The Warehouse Hotel eröffnet: 37 schicke Zimmer, lässige Bar, Bio-Pflegemittel, kleiner Pool. Zu Fuß erreicht man entlang des Singapore River in 15 Minuten die Feiermeile Clarke Quay. Mitglied der Design Hotels. DZ ab 190 Euro.

The Warehouse Hotel: Der Pool ist klein, aber spektakulär und bietet Blick über den Singapore River

The Warehouse Hotel: Design-Hotel im industrial chic direkt am Singapore River

Direkt an und über der Shopping-Meile Orchard Road liegt das im Sommer 2014 eröffnete Jen Orchardgateway. Es hat einen schönen Dachgarten und eröffnet vom 19. Stock aus einen großartigen Blick auf die Stadt. Das Vier-Sterne-Haus mit 499 Zimmern (DZ/F ab 180 Euro) ist auch wegen des schönen Rooftop-Pools ein Tipp.

Hotel Jen Orchardgateway: Der Rooftop-Pool im 19. Stock lässt mit 25 Metern auch sportliches Schwimmen zu

Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „abenteuer und reisen“ liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.

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