Outdoor

Test | Trockenpackung für Winter-SUPler

Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Mit einem guten SUP Trockenanzug lässt sich die Saison um die kalte Jahreszeit verlängern. Solche Anzüge sind im Idealfall absolut wasserdicht und atmungsaktiv. Das klingt wie die Quadratur des Kreises, geht aber. Wir haben diesen Winter zwei Produkte auf dem heimischen Ammersee getestet

Manch einer stellt sich in seiner Verzweiflung im Neoprenanzug aufs Board, um auch im Winter stehpaddeln zu können. Doch wer das sportlich und über längere Zeit hinweg betreibt, gerät unter der dicken Gummihaut recht schnell sehr ins Schwitzen.

Viel komfortabler sind der einteilige All Star SUP Suit (Modell 2017) von Starboard (ab 699 Euro) und der Quantum Race des Schweizer Herstellers Dador (ab 849 Euro). Wir haben beide Anzüge den Winter über getestet, bei Wassertemperaturen von zwei Grad und Luftwerten von deutlich unter null Grad.

Das geht prima, da beide Anzüge so geschnitten sind, dass noch ein oder zwei wärmende Schichten darunterpassen, ohne dass man sich eingezwängt fühlt und die Bewegungsabläufe beeinträchtigt sind.

 

Dicht und bequem?

Der dreilagige SUP Suit von Starboard lässt sich wesentlich leichter und schneller an- und ausziehen als der Trockenanzug von Dador. Letzterer hat einen diagonalen Reißverschluss und eine Halsmanschette, durch die man den Kopf erst mal bekommen muss – eine Art Geburtskanalerlebnis.

Dafür bietet er mit seinen dickeren und höheren Hals-, Bein- und Arm-Manschetten aus Neopren im Fall des Falle(n)s deutlich besseren Schutz vor dem eiskalten Wasser und ist hermetisch dicht, auch wenn man länger im kalten Wasser ist.

An Flexibilität und Atmungsaktivität stehen sich die beiden Modelle in nichts nach. Starboards Clima-Core-Haut und Dadors Climatec sind Faszinosa: wind- und wasserdicht, sie regulieren die Körpertemperatur, vermeiden Überhitzung bei großer Anstrengung, leiten den Schweiß ab und wärmen, wenn man es gemütlicher angehen lässt und ein empfindlich kalter Wind bläst.

So leicht! So dicht!

Die Verarbeitung ist tadellos und die Frontreißverschlüsse lassen – korrekt eingerastet – keinen Tropfen Wasser durch. Auch dann nicht, wenn ich mich zum Abschluss der Tour ein paar Minuten auf dem Wasser floaten lasse.

Wasser: zwei Grad. Luft: minus fünf Grad. Erfrischender Dichtigkeitstest…

Die Luft unter dem Trockenanzug bleibt drin und wirkt wie ein Auftriebskörper. Vorteil beider Anzüge: das überraschend geringe Gewicht von knapp einem Kilo dank sehr dünner Stoffe.

Resümee. Beide Produkte halten, was die Hersteller versprechen. So bleibt als Entscheidungskriterium der Preis – da hat Starboards All Star SUP Suit die Nase vorn, wie auch beim Komfort. Für alle, die häufiger ins Wasser fallen – oder steigen–, ist hingegen der hermetischere Quantum Race von Dador die Verpackung der Wahl.

 

Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch? 10.000-km-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „abenteuer und reisen“ liebt fremde Ufer und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up Paddling, auf dem Bike und in der Sauna.

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