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Tokio Japan | Kontraste der größten Stadt der Welt

Tokio Japan
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Tokio Japan zum Nachreisen – mit architektonischen Highlights, kulinarischen Newcomern, authentischen Vierteln für Entdecker und jeder Menge „Überlebenstipps“. So wird der Besuch in Japans Hauptstadt zum perfekten Erlebnis.

# Tokio Japan Tipps zum Erleben

Akhihabara

Tokio Japan Akihabara

Tokio Japan: Akihabara ist ein urbaner Tempel für Verehrer japanischer Subkulturen mit Pop-Idolen und Cosplayern | © TCVB

Das Stadtviertel Akihabara begann in der Nachkriegszeit als Zentrum des Schwarzmarkts und entwickelte sich später zu einem Schaufenster japanischer Technik, voller Geschäfte, die verschiedene Arten von Elektronik und Informationstechnologie an die weite Welt verkaufen. In jüngerer Zeit bildet es auch die kulturelle Heimat für die eingefleischten Fans von Videospielen, Manga und Anime – den sogenannten Otaku. Das Gebiet ist ein urbaner Tempel für Verehrer japanischer Subkulturen mit Pop-Idolen und Cosplayern.

Yanaka und Nezu

Tokio Japan Yanaka Ginza

Tokio Japan: Unterwegs in der Yanaka Ginza Shotengai Shopping Street | © TCVB

Wie durch ein Wunder sind die beiden Stadtteile Yanaka und Nezu von größeren Schäden während der Weltkriege und Naturkatastrophen verschont geblieben und haben ihren Charme aus dem letzten Jahrhundert bewahrt.

Historische Stätten wie der Yanaka-Friedhof und der Nezu-Schrein liegen versteckt zwischen Shitamachis engen Gassen, traditionellen Holzhäusern, Izakaya-Kneipen, stimmungsvollen Cafés und Retro-Läden, die Süßigkeiten und Snacks im alten Stil verkaufen. Hier können Sie sich in die Zeit zurückversetzen lassen, in ein langsameres, vornehmeres Tokio.

Die Retro-Einkaufsstraße Yanaka Ginza beherbergt etwa 70 Geschäfte auf einer 170 Meter langen, von Laternen gesäumten Strecke. Der Bummel durch die Straße gleicht einer Zeitreise ins letzte Jahrhundert. Kleinen Läden laden ein die traditionelle japanische Snacks, Süßigkeiten und Kunsthandwerk kennenzulernen. Dazu passt auch das traditionelle Street Food wie scharfe Süßkartoffeln, saftige Schweinekoteletts, süße Kastanien oder gegrillte Tintenfische.

In den Straßen von Yanaka und Nezu gibt es nicht nur kleine Läden, die traditionelle Lebensmittel und Kunsthandwerk verkaufen, sondern auch eine lebendige Kunstszene, die Werke aus allen Bereichen der Kunst präsentiert.

HAGISO ist eine renovierte Holzwohnung, die in ein florierendes Café und eine Galerie umgewandelt wurde, während SCAI the Bathhouse – einst ein öffentliches Bad – zu einer Galerie für zeitgenössische Kunst geworden ist, die Werke japanischer Avantgarde-Künstler und internationaler Künstler ausstellt.

Tennoji-Tempel – Der Glücksbringer

Tori-no-ichi Tokio Japan

Tori-no-ichi ist ein jährliches traditionelles Fest, das an Schreinen und Tempeln landesweit an festgelegten Tagen (Hahnentagen) im November abgehalten wird, um Glück und Wohlstand zu wünschen. | © TCVB

Der älteste buddhistische Tempel Yanakas mit seinem großen Bronze-Buddha „Tennoji Daibutsu“ liegt oberhalb der Nippori-Station und ist umgeben von einem riesigen Friedhof.  Er geht aufs 13. Jahrhundert zurück, sehenswert ist auch der kleine Schrein des Glück und Geld bringenden Bishamonen.

Senso-ji – der Promi-Tempel

Tokios älteste und größte buddhistische Tempelanlage ist auch als Asakusa-dera bekannt. Sie geht auf das Jahr 628 zurück. Die gegenwärtigen Bauten stammen aus dem vierten Wiederaufbau nach verheerenden Bränden – und erfolgten mit reichlich Stahlbeton. Die Anlage betritt man von der langen Souvenir- und Devotionalienstraße Nakamise-dori aus durch das gewaltige „Donnertor“ Kaminaro-mon und das Tor Hōzō-mon. Sehenswert außerdem die fünfstöckige Pagode und die kleine sechseckige Halle Rokkakudō.

Shibuya Sky – Top of the Top View

Blick zum Fuji Tokio Japan

Japans legendärer Berg Fuji ist bei klarer Sicht zum Greifen nah | © TCVB

Das Gebiet rund um den Bahnhof Shibuya wurde in den letzten Jahren stark saniert, und am 1. November 2019 wurde der Shibuya Scramble Square eröffnet, ein rund 230 Meter hoher Großkomplex (der höchste in Shibuya!), der von einem Aussichtsbereich namens Shibuby Sky gekrönt wird. Er bietet einen großartigen Panoramablick auf Tokio, der die Shibuya Scramble Crossing, den Tokyo Tower, den Tokyo Skytree und sogar den Mt. Fuji.

Nezu Jinja Shrine – Rot sehen!

Nezu jinja Shrine Tokio Japan

Jedes Jahr beeindruckend – die Azaleenblüte im Nezu-jinja-Shrine | © TCVB

Es heißt, dass der Nezu-jinja-Schrein vor etwa 1.900 Jahren vom legendären Priester Yamato Takeru no Mikoto gegründet wurde und 1706 auf Befehl von Tokugawa Tsunayoshi, dem fünften Shogun der Edo-Periode (1603-1867), an der heutigen Stelle errichtet wurde.

Der Schrein ist dem Tosho-gu-Schrein in Nikko, Präfektur Tochigi, nachempfunden, der die letzte Ruhestätte des ersten Shoguns der Edo-Periode, Tokugawa Ieyasu, darstellt. Viele der damals errichteten Bauwerke sind heute noch erhalten und wurden als wichtige Kulturgüter ausgewiesen. Der Nezu-jinja-Schrein gilt als einer der zehn wichtigsten Schreine in Tokio.

Kaiserpalast

Kaiserpalast Tokio Japan

Die Gärten des Kaiserpalast sind eine Welt fernab vom hektischen Treiben der Stadt | © TCVB

Seine wunderschönen Gärten sind eine Welt fernab vom hektischen Treiben der Stadt. Nur 10 Gehminuten vom Bahnhof Tokio und dem Hochhaus-Finanzbezirk Marunouchi entfernt, erstreckt sich diese ruhige grüne Oase. Der an der Stelle der ehemaligen Burg von Edo errichtete Palast wurde 1869 zum ständigen Wohnsitz der kaiserlichen Familie.

Das Innere des Palastes ist nicht zugänglich (nur bei seltenen speziellen Gelegenheiten kann man einen Blick auf die Innenausstattung erhaschen), aber die umliegenden gepflegten Gärten sind nicht nur schön anzusehen, sondern vermitteln auch eine gute Vorstellung davon, was es bedeutet, ein kaiserliches Leben zu führen.

Art Museum Termachi – klein, aber fein

Diese kleine Privatgalerie in Yanaka hat wechselnde Ausstellungen. Wir sahen dort die außergewöhnlichen Arbeiten von Hiro Chiba. Sie nutzt getrocknete Pflanzenblätter als Fotopapier – verrückte Idee. teramachi-artmuseum.com

Sightseeing-Straßenbahn – Tokyo Sakura Tram

Tokios einzige Tram tuckert 12 Kilometer weit von der Minowabashi Station zur Waseda Station, bis vor drei Jahren war sie als Toei Streetcar Arakawa Line bekannt. Dann wurde ihr nach Meinungsumfragen der neue Spitzname Tokyo Sakura Tram verpasst, da die Route viele Kirschbäume passiert – aber die Fahrt ist nicht nur zur Zeit der rosa Kirschblüten ein nettes Erlebnis.

Shibamata

Shibamata Tokio Japan

Shibamata – Tokios ruhige Seite im Norden der Stadt | © TCVB

Nur wenige Stationen von Ueno im Nordosten von Tokio Japan entfernt liegt Shibamata und ein Besuch dort ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Hauptstraße, gesäumt von nostalgischen Süßwarenläden und Restaurants, führt zum Taishakuten-Tempel mit seinen imposanten Holztoren und spektakulären Schnitzereien über den Inhalt des Lotos-Sutra. Hinter dem Tempel gibt es in ruhigen Straßen interessante Museen, Badehäuser und die Villa eines Großindustriellen, in der man eine Tasse Tee genießen kann.

#  Tokio Japan Tipps zum Probieren

Schnellküche - einfach mal probieren

Schnellküche in Tokio Japan – einfach mal probieren – lecker | © TCVB

Schlürfst du! Ramem, Udom, Soba

Wer mit den langen Nudeln viel Luft einsauge, schmecke mehr, sagen die Japaner. Für uns Europäer ist dies auch bei schwacher Stäbchen-Technik sehr hilfreich. Also, weit über die Schüssel beugen, Nudelportion etwas mit dem Löffel stützen und dann so durch die Stäbchen ziehen, dass die Nudeln nicht hin und her schießen und alles mit Brühe bekleckern.

Sushi on a budget Sushi Zanmai Shibuya East Exit

Sashimi

Die wichtigste Regel für den Genuß von Sashimi besteht in der Frischegewährleistung der Rohware | © TCVB

Sushi Zanmai ist eine große Kette mit über 40 Niederlassungen und immer eine super Anlaufstelle mit guter Qualität zu günstigen Preisen, 24 Stunden geöffnet. Meistens im Sushi-Bar-Stil, manchmal auch Kaiten-Sushi (am Laufband). Große Niederlassung am East Exit der Shibuya Station.
Wo: Shibuya Station, Yurakucho Station, Shinbashi Station

Onigiri deluxe – Onigiri Yadoroku

Onigiri, den populären Streetfood-Snack, gibt es in diesem kleinen Lokal mit 66 jähriger Tradition (hinter einer eher abweisenden Fassade) mit 18 verschiedenen Füllungen wie Ume-Pflaumen, Kabeljau-oder Lachs-Rogen, Ingwer in Sojabohnenpaste, rote Pfefferblätter, Shrimps, Gurke mit Hering-Rogen, Tintenfisch oder Whitebait. Set Menue mit Miso-Suppe, eingelegtem Rettich und drei Onigiri 920 Yen (6,50 Euro). 16 Plätze, davon 8 am Tresen.
Öffnet um 11.30 Uhr. Mittags bis zu 40 Minuten Wartezeit
Wo: Asakusa Station. Kototoi Street

Udon-Klassiker mit Stil – Kamachiku

Handgemachte Udon-Nudeln zum Selbstwürzen mit Winterzwiebel, Ingwer oder Shichimi-Togarashi-Peffermischung nebst Side Dishes wie Goma-Tofu, Tako-Kasazuke (Oktopus), Miso-Gurke oder geräuchertes Pferdefleisch. Blick auf den schönen Garten, in altem, architektonisch wunderschönen Ziegelgebäude mit tollem Holzinterieur. Man sitzt an traditionellen hori-gotatsu-Tischen auf dem Boden. Schuhe ausziehen. Reservieren
Wo: Nezu. Chome-14-18. Nezu Station

Super Soba – Konjiki Hototogisu

Dieses Nudel-Restaurant bekam 2019 seinen Michelin-Stern, entsprechend lang steht man für den Signature Dish des „Goldenen kleinen Kuckucks“ an: Shouyu Soba aus Schweinefleischbrühe, Hamaguri Clam Dashi oder die Shio Soba mit Hamaguri Clam und Rotbrasse. Lange Wartezeiten von 90 Minuten und mehr, am besten schon um 10 Uhr anstellen
Wo: Shinjuku Station

Drinks mit Kick – Bar Benfiddich

Hiroyasu Kayamas Team mixt seit 2013  in echtem Old-school-Ambiente Drinks auf der Basis von seiner Familie in Chichibu selbst angebauter Kräuter, Gewürze und Infusionen. Alles auf der Basis von Whisky, Gin, Absinth oder Amaro. Freitags und samstags extrem stark besucht.
Wo: Shinjuku Station. Yamatoya Bldg. 9F

# Tokio Japan Tipps für Unterwegs

Tokio Japan Pasmo Card

Die Guthabenkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel kann jederzeit am Automaten mit Cash aufgeladen werden und in vielen Convenience Stores zur Bezahlung genutzt werden. Erhältlich an allen Metro-Stationen und Flughäfen der Stadt.

Tokio Japan Tradition

Tradition ist in Tokio  allgegenwärtig … | © TCVB

 

Tokio Japan Cosplay

… wie die Cosplay Generation. | © TCVB

Bargeld einstecken

In vielen Cafés, Bars, Izakayas und Restaurants kann man sehr oft nur bar bezahlen – also genügend Yen am ATM ziehen. Zu viel Getauschtes kann man am Flughafen zurücktauschen, selbst 100er-Münzen!

Das Allzweck-Tuch Mederu Tenugui

Das japanische Tenugui ist ein Alleskönner. Das Tuch kann als Tellerunterlage, Handtuch, Geschenkverpackung, Halstuch, Banderas oder gerahmt als Wandschmuck eingesetzt werden. Besonders schöne Exemplare mit klassischen japanischen Motiven und Mustern in über 200 Varianten gibt es ab 10 Euro in diesem kleinen, sympathischen Laden in Yanakas Kototoi-dori.
Wo: Nezu Station

Tokio Japan U-Bahn-Kodex

In den Zügen (und Aufzügen) spricht man nicht, notfalls im Flüsterton, aber nie wagonfüllend. Und auf den Rolltreppen gilt: Links stehen, rechts gehen!

So benutzt man Washlets

Die meisten, auch öffentlichen Toiletten in Tokio sind Washlets mit beheizter Brille. Mitunter sind die elektronischen Bedien-Panels nur japanisch beschriftet. Die Piktogramme für die Wasserstrahlreinigung des Hinterteils sind klar erkennbar, ebenso die für die Steuerung der Stärke des Strahls. Bei der Spülung sieht es anders aus: Manchmal ist es ein getrennter blauer Button, im Idealfall oft mit Flush beschriftet. Sind die Buttons aber versteckt und nur japanisch beschriftet gilt: 小 bedeutet „klein“ und 大 „groß“.

Keine Stäbchen – Finger statt Chopsticks

Sushi kann mit der Hand gegessen werden. Das ist selbst in 3-Sterne-Lokalen salonfähig. Und ein Segen für alle, die mit dem stabilen Einsatz der Stäbchen ihre Not haben.

Nix to go- Straßen-Benimm

Essen auf der Straße? Geht gar nicht. Spätestens bei der Entsorgung der Verpackung steht man zudem vor einem Problem – es gibt quasi keine öffentlichen Mülleimer. Das Maximum ist ein Onigiri im Stehen, aber nicht im Gehen. Und mit Blick auf Olympia hat das frühere „Smokers Paradise“ die Regeln extrem verschärft. Rauchen im Gehen ist verboten. Wer Kippen auf den Boden wirft, zahlt Strafe – die Aschenbecher vor allen Konbinis, früher beliebte Raucherorte, wurden samt und sonders entfernt. Kurios: Noch immer darf in vielen Izakayas und kleineren Restaurants geraucht werden

Uhr vorstellen – Pünktlich sein!

Pünktlich bedeutet in Japan, eher fünf bis zehn Minuten vor dem Termin da zu sein.

Hochziehen statt schneuzen

Bitte nicht in der Öffentlichkeit die Nase putzen, schon gar nicht im Restaurant. Hochziehen.

# Tokio Japan Tipps zum Übernachten

Kaisu Asakusa

Dieses Gästehaus bewirbt sich selbst als Ryotel – eine Kombination aus Ryokan und Hostel – und ist der perfekte Ort für diejenigen mit gehobenem Geschmack und kleinem Budget. Wiederverwendete Details aus seiner Vergangenheit als traditionelles japanisches Restaurant tragen zu seinem Charme bei. In der ersten Etage befindet sich Bar&Table, ein schickes Restaurant, in dem Sie feine Gerichte aus frischem Obst und Gemüse vom örtlichen Bauernmarkt genießen können. Es werden auch Mikrobiere aus ganz Japan und Kaffee von lokalen Röstern serviert.

http://kaisu.jp/

Capsule Hotels in Tokio Japan

Kapselhotels, bekannt auch als Pod-Hotels, ist eine einzigartige Art der einfachen, erschwinglichen Unterkunft. Jeder Gast bewohnt eine Kapsel, im Wesentlichen eine bettgroße Gondel, die Sie entweder mit einer Tür oder einem Vorhang verschließen können (die Tür lässt sich laut japanischem Gesetz nicht abschließen). Diese Kapseln sind in Reihen angeordnet, doppelt gestapelt.

Es ist typisch, aber nicht garantiert, dass Ihre Kapsel eine Klimaanlage sowie Steckdosen zum Aufladen Ihrer Geräte hat. Die Habseligkeiten werden in der Regel in einem vom Hotel zur Verfügung gestellten Schließfach aufbewahrt.
Für Junge und Jungebliebene
Nur für Frauen

Weitere Tokio Japan Infos kompakt

Die Ausbreitung von COVID-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Beachten Sie daher die aktuellen Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes.

Touristinformation Tokio Japan

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