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„Türkei Urlaub 2021“ | Die schönsten Orte im Land

Türkische Riviera - Synonym für „Türkei Urlaub“
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Redaktion
Geschrieben von Redaktion

„Türkei Urlaub 2021“ – das ist dieser einzigartige Mix aus Orient und Okzident, der nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt ist. Wer schwankt zwischen einem erholsamen Strandurlaub und einem Kulturtrip hat oft Probleme, das richtige Reiseziel zu wählen. Nicht so in der Türkei, denn es bieten viele Orte sowohl Sonne und Meer als auch Sehenswürdigkeiten satt. Hier kommt eine Liste der Ziele, die Sie im „Türkei Urlaub“ nicht verpassen sollten!

Inhaltsverzeichnis

Istanbul – eigentlich ein Muss im „Türkei Urlaub“

Istanbul - ein Muss im „Türkei Urlaub“

Istanbul – eigentlich ein Muss im „Türkei Urlaub“ | © RidacsA/pixabay

Istanbul – die Stadt auf zwei Kontinenten ist schon alleine einen „Türkei Urlaub“ wert. Römer, Byzantiner und Osmanen haben aus der Metropole am Bosporus einen Schmelztiegel der Kulturen und Zivilisationen gemacht. Ein Rhythmus, in dem noch heute ganz Istanbul schwingt. Wer seinen „Türkei Urlaub“ an der Riviera verbringt, hat häufig die Möglichkeit, einen Tagesausflug nach Istanbul mit dem Flugzeug zu buchen. Das reicht immerhin aus, um mit den vier Top-Sehenswürdigkeiten Hagia Sophia, Topkapi Palast, Blaue Moschee und Großer Basar auf Tuchfühlung zu gehen. Doch um der Schönen am Bosporus, die niemals schläft, gerecht zu werden, sollte ein längerer Aufenthalt in Istanbul eingeplant werden.

Sultanahmet – ideales Quartier in Istanbul

Am besten ist es, in Istanbul ein Quartier im historischen Zentrum in Sultanahmet zu beziehen. Denn so können alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreicht werden. Immer im Blick: die symbolträchtige Hagia Sophia. Traditionell wurde der Platz mit dem Thron in der Kirche als der Mittelpunkt der Welt betrachtet. Nachdem die Osmanen 1453 Konstantinopel erobert und die Stadt ihren heutigen Namen Istanbul erhalten hatte, wurde die Hagia Sophia in eine Moschee umgewandelt. Mit der Republikgründung wurde das UNESCO-Weltkulturerbe ein Museum, seit dem Jahr 2020 ist der Bau wieder eine Moschee.

Blaue Moschee in Istanbul

Blaue Moschee in Istanbul

Blaue Moschee in Istanbul | © vedatzorluer/pixabay

Nur einen Steinwurf entfernt von der Hagia Sophia liegt die Blaue Moschee, erbaut mit sechs Minaretten zwischen 1609 und 1616. Das verursachte damals einen Skandal in der islamischen Welt, da die große Moschee in Mekka ebenfalls über sechs Minarette verfügt. Den Namen Blaue Moschee hat das Bauwerk von den Fliesen aus Iznik, mit denen das Innere verkleidet ist. Es ist einer der schönsten Momente bei Sonnenuntergang auf den Bänken vor der Blauen Moschee zu sitzen und dem Gebetsruf zu lauschen.

Direkt hinter der Moschee liegt der Arasta Basar, in dem sich typisches Kunsthandwerk erstehen lässt.

Wer Museen nicht mag, wird seine Meinung vielleicht ändern – zum Beispiel im Mosaik Museum, im Museum für Islamische Kunst, dem Pera Museum, Istanbul Modern, dem Teppich Museum oder dem Archäologischen Museum, das sich im Topkapi Palast befindet.

Der Topkapi Palast in Istanbul – die geheime Welt des Harems

Im Topkapi Palast kann man sich verlieren. Mindestens ein halber Tag sollte eingeplant werden, um den Sultanspalast über dem Bosporus zu entdecken. Neben dem Harem gibt es die Palastküche, die Privatgemächer des Sultans oder die Tagungsräume des Diwans zu besichtigen.

Wer im Frühjahr seinen „Türkei Urlaub“ plant, wird seine Freude an einem Spaziergang durch den Gülhane Park unterhalb des Palastes haben. Denn der verwandelt sich um diese Jahreszeit wie alle anderen Grünflächen der Stadt in ein Tulpenmeer.

Für eine Stärkung zwischendurch bietet sich ein Besuch beim Sultanahmet Köftecisi an, der Hackfleischbällchen vom Grill mit dem traditionellen Salat Piyaz aus weißen Bohnen serviert. Feudal speisen lassen sich Köstlichkeiten aus der osmanischen Palastküche im Restaurant Matbah in einer Gasse hinter der Hagia Sophia.

Istanbuls Unterwelt und die Spuren der Byzantiner

Istanbuls Unterwelt - die Zisterne

Istanbuls Unterwelt – die Zisterne | © narya/pixabay

Istanbuls Unterwelt kann in der Zisterne erkundet werden. Die Halle besteht aus 336 Säulen in zwölf Reihen und diente seit der Zeit von Kaiser Konstantin dem Großen als Wasserversorgung der wachsenden Stadt.

Zurück am Tageslicht warten das antike Hippodrom mit dem Brunnen an der nordwestlichen Seite. Den schenkte der deutsche Kaiser Wilhelm II. 1898 dem Sultan. Unübersehbar ist der ägyptische Obelisk aus Heliopolis.

Ebenfalls lohnenswert: Sülemaniye, Fatih und Rüstem Pascha Moschee. Auf den Spuren der Byzantiner wandeln lässt sich bei einem Besuch in der Chora Kirche, die in Edirnekapi liegt.

Quirliges Leben und der Geist des alten Istanbul lässt sich bei einem Spaziergang durch die Gassen der beiden historischen Viertel Fener und Balat am Goldenen Horn mit ihren schmucken osmanischen Häusern erfahren.

Großer Basar und Ägyptischer Basar

Großer Basar in Istanbul

Großer Basar in Istanbul | © Ben_Kerckx/pixabay

Ein weiteres Highlight, das im „Türkei Urlaub“ in Istanbul nicht fehlen darf, ist ein Spaziergang durch den Großen Basar. Hier schlägt zwischen Nuri Osmaniye und Beyazit Moschee das Herz Istanbuls. Wer durch eine der elf Türen den Basar betritt, kann alles an türkischem Kunsthandwerk kaufen, was das Herz begehrt.

Es lohnt sich, den Großen Basar zu verlassen und bergab durch das Basarviertel von Eminönü zu schlendern. In den Läden und den Hans, historischen Lager- und Handelshäusern, kaufen die Einheimischen Gegenstände des täglichen Bedarfs, Schmuck oder die komplette Aussteuer für die Hochzeit.

Die Tour durch Köstlichkeiten und Kuriositäten des Orients endet im Ägyptischen Basar, der einst aus Steuergeldern der osmanischen Provinz errichtet wurde. Es lohnt sich, hier die Vorräte an Gewürzen, Trockenfrüchten, Nüssen und Lokum, dem „Türkischen Honig“ aufzustocken.

Rund um den Taksim-Platz in Istanbul

Istanbuls modernes Leben pulsiert auf der Istiklal Caddesi, der Straße der Unabhängigkeit, die vom Taksim-Platz aus abgeht. In der Gegend finden sich nicht nur zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, sondern auch Hotels, Restaurants und Cafés. Es lohnt sich, in einem Fal Kahve vorbeizuschauen in einer der Seitengassen, um sich die Zukunft aus dem Kaffeesatz oder den Tarotkarten lesen zu lassen. In dem Viertel liegen zahlreiche Kirchen, da einst die Europäer in diesem Stadtteil ansässig waren.

Wer den Weg über die Galata Brücke zur Istiklal Caddesi nimmt, kann mit der Zahnradbahn Tünel fahren und dem Galata Turm einen Besuch abstatten. Im Galata Mevlevihanesi finden regelmäßig Zeremonien der drehenden Derwische statt.

Ruhe vom Trubel der Großstadt gibt es im Maçka Park mit seiner Seilbahn. Einen Besuch wert ist ebenfalls das Militärmuseum in Harbiye und der Dolmabahçe Palast am Bosporus, der 1854 den Topkapi Serail als Sitz der Sultane ablöste.

Istanbul asiatische Seite und Prinzeninseln

Europäische oder asiatische Seite? Wer im „Türkei Urlaub“ in Istanbul die Wahl hat, der hat die Qual. Mit dem Schiff geht es von Besiktas in wenigen Minuten nach Üsküdar auf der asiatischen Seite. Am Mädchenturm (Kiz kulesi) lässt sich ebenso hervorragend Tee trinken wie im Fetih Pasa Korosu mit Blick über den Bosporus. Kuzguncuk lädt mit seinen Holzhäusern und malerischen Gassen dazu ein, ausgiebig entdeckt zu werden. Von Kadiköy aus starten die Fährboote auf die Prinzeninseln, die der Metropole vorgelagert und ideal für einen Tagesausflug in die Natur sind.

Istanbul – Telli Baba

Istanbuls wohl kuriosester Ort: Das Grab von Telli Baba in Rumeli Kavagi kurz vor der Einmündung des Bosporus ins Schwarze Meer. Der Sarg des Heiligen ist mit Lametta bedeckt. Wer einen Partner sucht, spricht seine Gebete und schneidet sich einen Faden ab. Hat der Baba die Liebenden zusammengeführt, wird das Lametta zurückgebracht.

Tipp: Auf dem Rückweg in Sariyer Börek-Spezialitäten in den Cafés probieren! An den Strand in Istanbul? Das geht in Sariyer, in Sile am Schwarzen Meer oder in Yesilköy auf der europäischen Seite!

Türkische Riviera – Synonym für „Türkei Urlaub“

Türkische Riviera - Synonym für „Türkei Urlaub“

Türkische Riviera – Synonym für „Türkei Urlaub“ | © birolbali/pixabay

Wenn „Türkei Urlaub“, dann an der Riviera – nach dieser Maxime verfahren die meisten Feriengäste aus Europa. Kein Wunder, denn der Küstenstreifen, der sich auf 220 km zwischen Kemer und Anamur erstreckt, bietet bis weit in den Herbst hinein Sonne satt. Wer in der Türkei im Urlaub am Strand oder Pool liegen möchte, findet an der Türkischen Riviera eine hervorragende Infrastruktur mit erstklassigen Hotels vor.

Allerdings ist in der Türkei der Urlaub zu schade, um an den rund 300 Sonnentagen im Jahr nur im Liegestuhl zu bleiben. Denn zahlreiche historische Orte warten darauf, entdeckt zu werden.

Antalya – hier beginnt für die meisten in der Türkei der Urlaub

Marina Antalya

Marina Antalya | © MartinFuchs/pixabay

Die meisten Reisenden beginnen in der Türkei ihren Urlaub am Flughafen von Antalya. Die achtgrößte Stadt in der Türkei bietet viel mediterranes Flair mit einer felsigen Steilküste, kleinen Badebuchten und goldgelben Sandstränden. Zum Beispiel den Konyaalti Strand oder den Strand von Lara, wo auch Surfen und Tauchen möglich sind. Die Stadt Antalya selbst bezaubert vor allem mit der Kaleci genannten Altstadt, die mit Natursteinmauern, liebevoll restaurierten Häusern und verwinkelten Gassen besticht. Hier liegen auch die 1373 erbaute Yiyli Minare Moschee sowie der Uhrturm, Antalyas Wahrzeichen.

Das pulsierende Nachleben von Antalya rundet den „Türkei Urlaub“ ab – in den Clubs der Stadt kann bis in den frühen Morgen getanzt werden und danach geht es wieder an den Strand. Oder zu Ausflugszielen in der Umgebung wie beispielsweise den Kursunlu-Wasserfällen 40 km von Antalya entfernt. Auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelte Wasserfälle haben eine herrliche Seenlandschaft entstehen lassen, die ein Zuhause für zahlreiche Fischarten und Schildkröten bietet.

Kemer – mehr als beschaulicher Badeurlaub

Yacht vor Kemer

Yacht vor Kemer | © mastervideoshar/pixabay

Für den „Türkei Urlaub“ ist der Badeort Kemer so etwas wie ein Klassiker. Der Sandstrand ist wunderschön, die Wassersportangebote in der idyllischen Bucht zahlreich und am Abend lockt ein Spaziergang durch den Moonlight Park bevor in den Restaurants und Bars mit Livemusik im Zentrum gefeiert wird. Auf Tuchfühlung mit der Vergangenheit gehen lässt es sich 15 km von Kemer entfernt in der antiken Stadt Phaselis, die einst das Handelszentrum der Region war. Nach Besichtigung der historischen Bauten bietet sich Schnorcheln in der Südbucht oder ein Spaziergang in den umliegenden Kiefernwäldern an.

Neben dem Meer gibt es auch Berge zu entdecken. Der Lift bringt Besucher auf den 2.355 Meter hohen Olympos, Türkisch Tahtali Dagi. Von dort herrscht ein einmaliger Ausblick über die gesamte Türkische Riviera.

Ein weiterer Ausflugstipp von Kemer aus: Ein Tag am Göynük Canyon mit eindrucksvollen Felsformationen, Wasserfällen und türkisblauem Wasser.

Belek – einfach nur entspannen

Belek, verkehrsgünstig zwischen Antalya und Side gelegen, wird in den letzten Jahren immer beliebter für einen „Türkei Urlaub“. Einige Luxushotels sind in dem beschaulichen Ort entstanden, die nicht nur bei Golfern, sondern auch Familien hoch im Kurs stehen. Einfach nur zu träumen funktioniert besonders gut am endlos langen Sandstrand von Belek, wo Himmelbetten auf die Besucher warten. Sportliche finden zahlreiche Wassersportangebote vor. Am Strand selbst gibt es einen eigenen Fitnessbereich und im Beach Park zahlreiche Attraktionen für die kleinen Feriengäste. Bei denen ist der Wasserpark Troy Aqua mit seinen Rutschen und gigantischen Pools ohnehin der Hit.

Side – Kultur und moderne Touristik

Apollon-Tempel in Side

Apollon-Tempel in Side | © katy_gorge207/pixabay

Die antike Hafenstadt Side ist ein echter Besuchermagnet. Viele Feriengäste verbringen ihren Urlaub direkt in einem der Hotels, andere kommen für einen Tagesausflug in die 3.500 Jahre alte Hafenstadt. In Side finden sich einige antike Schätze von Weltrang, darunter der Apollon-Tempel, die Überreste von Basilika und Bischofspalast und das Brunnenhaus Nymphaeum. Side ist eine Stadt mit einem quirligen Basarviertel und vielen langen Sandstränden, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen. Familien verbringen ihren Urlaub gerne am Strand von Colakli, der flach ins Wasser abfällt.

Der kleine Ort Kumköy gehört zu Side und ist ein beliebtes Reiseziel von Sportlern.

Um sich während seines Türkei Urlaubes ins Nachtleben zu stürzen, ist Side ebenfalls ganz vorne auf der Liste mit dabei. Discos, Clubs, Lounges, aber auch Bars für die romantische Zweisamkeit lassen keine Wünsche offen.

Alanya – nicht nur Partyhochburg

Alanya

Alanya | © rojurnalist/Pixabay

Feierlustige wie Sonnenanbeter zieht es gleichermaßen im  „Türkei Urlaub“ nach Alanya im Osten der Riviera. Am Kleopatra Strand mit seinem feinen Strand, der sich über 3,5 km erstreckt startet es sich mit einem Sonnenbad oder Wassersport nach Belieben in den Tag. Schon das Traumpaar der Antike die ägyptische Königin Kleopatra und der römische Kaiser Marcus Antonius badeten hier im kristallklaren Wasser. Direkt am Strand liegt die Damlatas Grotte. Die Tropfsteinhöhle ist über 10.000 Jahre alt und wurde zufällig 1948 bei Bauarbeiten entdeckt. Die Burg von Alanya wurde im 13. Jahrhundert von den Seldschuken erreichten und zählt zu den am besten erhaltenen Anlagen in der Türkei. Das Bauwerk ist insgesamt 6,5 km lang und verfügt über 140 Türme.

Die beste Aussicht über das östliche Mittelmeer gibt es vom 33 Meter hohen Roten Turm. In der Burg von Alanya befindet sich das ethnografische Museum mit osmanischen Teppichen, historischer Kleidung und alten Waffen. Am Hafen lässt es sich flanieren oder zu einem Segeltörn aufbrechen. Beliebt ist die sogenannte Blaue Reise mit dem Schiff. Ob Sonnenuntergang am Strand zu zweit genießen oder Abtauchen in die Bars und Clubs der Stadt – am Abend wird es in Alanya garantiert alles, nur nicht langweilig.

Alanya wird aufgrund der vielen Deutschen im Volksmund auch Almanya genannt 😉

Patara – der längste Strand der Türkei

Der längste Strand des Landes befindet sich in Patara. Sonnenschirme und Liegen lassen sich zu vernünftigen Preisen mieten. Wer während seines Türkei Urlaubes Glück hat, kann von einer Düne aus den Sonnenuntergang und Mondaufgang gleichzeitig beobachten.

Wasserfall und Basar in Manavgat

Side & Co. liegen alle im Kreis Manavgat, doch die Stadt selbst ist als Ausflugsziel im „Türkei Urlaub“ ebenfalls interessant. Der Basar in Manavgat findet immer am Montag und Donnerstag statt. Es kommen die Einheimischen aus allen umliegenden Orten. Will man das echte Orientfeeling, ist man hier richtig. Daneben sollte die Gelegenheit genutzt werden, den Manavgat Wasserfall zu besuchen.

Amphitheater in Aspendos

Amphitheater in Aspendos

Amphitheater in Aspendos | © Ben_Kerckx/pixabay

Ein Muss für alle Liebhaber antiker Orte sind die Ruinen von Aspendos zwischen Manavgat und Antalya. Das Siedlungsgebiet umfasste einst rund 20 Hektar. Heute verteilen sich die Ruinen auf das untere Aspendos am Fluss mit den Wohnvierteln, Hafen und dem wunderbar erhaltenen Amphitheater. Die Oberstadt oder Akropolis liegt auf dem Hügel über dem Theater.

Felsengräber und Heiliger Nikolaus in Myra

Myra liegt im westlichen Teil des Taurus Gebirges in der Provinz Antalya. Viele werden von den Felsengräbern magisch angezogen, die im Stil lykischer Wohnhäuser gehalten sind. In den Himmel ragen die Gräber, weil das antike Volk dem Glauben anhing, dass Vogeldämonen die Seele der Verstorbenen in den Himmel tragen. Die Nikolauskirche wurde über dem Grab des Heiligen im sechsten Jahrhundert erbaut. Bis heute herrscht der Glaube, das sich am Grabmal Wunderheilungen und andere unerklärliche Dinge ereignen.

Übrigens waren Felsengräber und Kirche jahrhundertelang in einem Fluss versunken und sind erst dank der Ausgrabungen deutscher Archäologen wieder zugänglich.

Türkische Ägäis – „Türkei Urlaub“ inklusive Meer und Kultur

Türkische Ägäis – „Türkei Urlaub“ inklusive Meer und Kultur

Türkische Ägäis – „Türkei Urlaub“ inklusive Meer und Kultur | © alimcvk/pixabay

Strahlend blaues Wasser, jede Menge Kultur und grünbewachsene Landschaften, in denen Oliven und sogar Wein wachsen – warum nicht einmal in der Türkei den Urlaub in der Ägäis verbringen? Die Landschaft erstreckt sich vom Norden Izmirs bis nach Mugla im Süden.

Izmir – Metropole in der Ägäis

Geht der „Türkei Urlaub“ in die Ägäis, kann die Millionenmetropole Izmir mit Direktflug von Deutschland aus angesteuert werden. Der Kemeralti Basar mit seinen 15.000 Shops ist lebendiges Treiben pur und ideal zum Shoppen. Es lohnt ein Abstecher zur antiken Agora neben dem Basar. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Uhrturm am Konak Platz. Bevor es zum Asansör, dem Aufzug zu einer Aussichtsplattform geht, empfiehlt sich eine Stärkung mit den köstlichen, ofenfrischen Broten von Numan Pide. Die Burg Kadifekale ist ein weiterer, traumhafter Aussichtspunkt in Izmir. Bummeln lässt sich am Kordon, am Abend locken die Restaurants am Konak Pier.

Çesme samt Halbinsel

Die malerische Hafenstadt Çesme sollte definitiv für den „Türkei Urlaub“ in die engere Wahl kommen. Kleine Buchten, enge Gassen und Weinberge in der Umgebung laden zum Verweilen ein. Wer mit dem eigenen Boot seinen „Türkei Urlaub“ plant, kann im Yachthafen von Çesme anlegen. Entspannt wird sich am Ilica Strand.

Ein Abstecher nach Alacati gehört dazu. Allerdings ist das Dorf so heimelig mit seinen Cafés, schmucken Häusern und Boutiquen, dass es sich fast lohnt, hier die Basisstation aufzuschlagen.

Von Izmir oder Çesme aus lohnt sich ein Ausflug nach Urla mit seinen Weingütern, Fischrestaurants und romantischer Altstadt.

Wer eine Abwechslung braucht, kann von Çesme aus einen Tag mit dem Boot zur griechischen Insel Chios fahren.

Kusadasi mit Ephesos

Celsus Bibliothek in Ephesos

Celsus Bibliothek in Ephesos | © slh_altuntas/pixabay

Eine weitere Basisstation für den „Türkei Urlaub“ befindet sich in dem Badeort Kusadasi. Hier legen die internationalen Kreuzfahrtschiffe im großen Hafen an und Kusadasi verfügt über lange Sandstrände, an denen sich herrlich entspannen lässt.

Ganz in der Nähe liegt die antike Stadt Ephesos, eines der sieben Weltwunder der Antike. Im Theater fanden einst 30.000 Besucher Platz, daneben befinden sich in Ephesos die Celsus Bibliothek, der Artemis Tempel sowie Villen der römischen Aristokratie.

Weitere Ausflusgziele in der Nähe: Die Höhle der Sieben Schläfer, das Haus der Mutter Maria (Meryamana), das Wohn- und Sterbehaus der Gottesmutter gewesen sein soll.

Fethiye und der Ölüdeniz Strand

Blaue Lagune in Fethiye

Blaue Lagune in Fethiye | © nenadkostic1975/pixabay

Erholsamer „Türkei Urlaub“ in nahezu paradiesischer Umgebung gewünscht? Dann sollte die Reise in die Kleinstadt in der Provinz Mugla gehen. In Fethiye gibt es einen Naturhafen, viele versteckte kleine Buchten und ganz in der Nähe den Strand von Ölüdeniz.

Die Blaue Lagune gilt als der schönste Ort zum Baden in der ganzen Türkei. Tipp: Kurz vor Sonnenaufgang ist der Strand menschenleer – wer zur Hauptsaison alleine in der Natur sein möchte, nutzt die Gunst der Stunde.

Bodrum – das St. Tropez der Türkei

Bodrum

Bodrum | © yeshimss/pixabay

Wer einen „Türkei Urlaub“ wie der Istanbuler Jetset verbringen möchte, darf Bodrum nicht verpassen. Der Ort ist von den Fassaden der weißen Kalksteinvillen sowie blühenden Bougainvillea geprägt. Doch Bodrum ist nicht nur ideal für einen Familienurlaub am Strand, sondern auch für alle, die kulturell interessiert sind. Die Burg St. Peter aus dem 15. Jahrhundert ist heute das Heim des größten Museums für Unterwasserarchäologie, wird aktuell renoviert. Mit den Überresten des Mausoleums von Halikarnassos lässt sich ein weiteres der sieben Weltwunder besuchen. Sehenswert sind das antike Theater von Bodrum und natürlich der moderne Teil mit vielen chicen Geschäften und Restaurants.

Marmaris – vielseitiger Urlaubsort in der Ägäis

Ein „Türkei Urlaub“ mit ganzjährig milden Temperaturen – den gibt es in Marmaris. Mit dem Mietwagen lassen sich herrlich-einsame Badebuchten entdecken und Ausflüge in den Nationalpark unternehmen. Im Ferienort Dalyan in der Nähe befinden sich lykische Felsengräber. Ein Muss ist die Fahrt auf dem Dalyan-Fluss und ein Besuch in der Schildkrötenaufzuchtstation. Die besten Tauchspots soll es ebenfalls in Marmaris geben.

Foca – das beschauliche Ausflugsziel in der Nähe von Izmir

Foca – das sind die Sireneninseln, die schon Homer in der Odyssee erwähnte, eine genuesische Burg, ein persisches Grab, das 2400 Jahre alt ist, ein Hafen mit Fischerbooten und am Wochenende Ausflugsziel von halb Izmir. Viele davon verschwinden in den Beachclubs, die an der Straße von Yeni nach Eski Foca liegen, doch empfiehlt es sich, den Ausflug besser auf einen Wochentag zu legen.

„Türkei Urlaub“ abseits der Küste

Ob von den Badeorten aus oder im Rahmen einer Rundreise. Wer im „Türkei Urlaub“ durch das Land reist, sollte diese Ziele unbedingt auf die Liste setzen.

Die Kalksteinterrassen von Pamukkale

Kalksteinterrassen von Pamukkale

Kalksteinterrassen von Pamukkale | © zhuwei06191973/pixabay

Kaum jemand, den es im „Türkei Urlaub“ nicht nach Pamukkale zieht. Der Name bedeutet so viel wie „Baumwollburg“ und ist zurückzuführen auf die Kalksteinterrassen, die heute zum UNESCO-Welterbe zählen. Denn sobald das heiße, extrem kalkhaltige Thermalwasser in Pamukkale verdunstet, entstehen Ablagerungen wie Watte. Täglich fließen über 250 Liter Wasser über die Terrassen, dessen heilende Wirkung seit der Antike bekannt ist.

Ganz in der Nähe von Pamukkale liegt das antike Hierapolis mit Amphitheater, Gräbern, Apollontempel und Stadttor.

Kappadokien – das Land der Märchen

Kappadokien aus der Vogelperspektive entdecken

Kappadokien aus der Vogelperspektive entdecken | © Trudi90/pixabay

Kappadokien liegt in Zentralanatolien und sollte im „Türkei Urlaub“mindestens einen Kurztrip verdienen – entweder per Bus von Antalya aus oder mit dem Flugzeug von Istanbul. Vor Millionen von Jahren lagerte sich Tuffasche ab, Wind und Wetter formten eine einzigartige Landschaft mit den bizarren Feenkaminen und atemberaubenden Tälern. Die erste Besiedlung erfolgte bereits vor 7500 Jahren. Besonders die Christen nutzten die Landschaft für Einsiedeleien und um sich später vor Verfolgungen in den Höhlen zu verstecken. Mit der Zeit entstanden im Tuffgestein einzigartige Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen, teilweise bis zu zehn Stockwerke tief. In Kappadokien muss der Weg in das Open Air Museum in Göreme führen, wo sich 150 Höhlenkirchen samt Fresken befinden. Bis vor kurzem waren die Höhlen in Kappadokien noch bewohnt, heute werden sie als Lagerräume, Ställe, aber auch Urlaubsunterkünfte mit Flair genutzt.

Noch mehr Höhlenleben gibt es im Museum in Zelve und den unterirdischen Städten Derinkuyu und Kaymakli. Es werden noch um die 50 weitere, unentdeckte Höhlenstädte in Kappadokien vermutet.

Wer im „Türkei Urlaub“ wandern will, findet in Kappadokien im Liebestal, im Tal der Rosen oder im Ihlara Tal ausreichend Gelegenheit.

Ein Abstecher nach Hacibektas zum Kloster der Bektasi-Derwische lohnt sich ebenfalls. Ein Muss ist zudem eine Ballonfahrt über Kappadokien.

Troja – für alle Archäologie-Fans

Im Südosten der Dardanellen liegt die antike Stadt Troja, die der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann im 19. Jahrhundert entdeckt hatte. Es lassen sich bequem Touren von Istanbul oder den Urlaubsorten am Meer aus buchen. Am Eingang des Areals grüßt das hölzerne Trojanische Pferd. Insgesamt neun verschiedene Schichten der Stadt wurden freigelegt. Damit Troja nicht einfach ein Haufen alter Steine bleibt, sollte man sich gründlich in die Thematik einarbeiten oder einen Führer buchen. Köstlich ist der frische Maulbeersaft, der am Straßenrand überall von fliegenden Händlern angeboten wird.

Ani – einmal kurz nach Armenien schauen

Die Stadt Kars im Nordosten der Türkei ist Startpunkt für einen Ausflug nach Ani. Vor über 300 Jahren wurde die armenische Hauptstadt und wichtigste Handelsstadt an der Seidenstraße verlassen. Beim Spaziergang in der Geisterstadt begegnet man Erdmännchen, weidenden Schafen und Ziegen und kann bis nach Armenien schauen. Ani gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Erzurum – Skifahren im Sommer-Sonne-Urlaubsparadies Türkei

Erzurum - Skifahren im Sommer-Sonne-Urlaubsparadies Türkei

Erzurum – Skifahren im Sommer-Sonne-Urlaubsparadies Türkei | © Aytan/pixabay

Es müssen nicht immer die Alpen sein. Im Dezember lockt die Stadt im Osten zum Wintersport. 65 Pistenkilometer warten alleine im Skigebiet Ejder.

Erzurum selbst ist ein wandelndes Geschichtsbuch. Mongolen, Seldschuken und Osmanen haben in der Stadt ihre architektonischen Spuren hinterlassen.

Trabzon und Kloster Sümela

Im „Türkei Urlaub“ einmal ans Schwarze Meer? Die Region ist bei Einheimischen beliebt, gilt jedoch bei Urlaubern aus dem Ausland noch als Geheimtipp. Denn hier lassen sich Natur, Kultur und Baden hervorragend kombinieren. Trabzon ist die Hauptstadt der Haselnüsse und nach Rize, dem Zentrum der türkischen Teeproduktion, ist es ebenfalls nicht weit. Wandern im Urlaub in der Türkei ist in den Nationalparks rund um Trabzon möglich. Auch eine Tour um den Uzungöl-See auf 1090 Metern Höhe lohnt sich.

Nicht verpassen: das Felsenkloster Sümela aus dem vierten Jahrhundert mit seinen grandiosen Fresken im Inneren. Alleine die Anfahrt über die kurvige Straße ist schon Abenteuer pur!

Van See und Akdamar

Größter See der Türkei und sodareichster See der Welt – der Van See im Südosten bricht so einige Rekorde. Grund genug, um im „Türkei Urlaub“ in der Region vorbeizuschauen. Am südlichen Teil des Sees bei Gefas liegt die Insel Akdamar mit armenischen Sakralbauten aus der Zeit um die Jahrtausendwende. Noch älter ist die Festung Cavustepe aus dem siebten vorchristlichen Jahrhundert. Der „Türkei Urlaub“ in Südostanatolien lohnt sich vor allem im Frühjahr, wenn die Mandelbäume in voller Blüte stehen.

Nemrut Dag – der Thron der Götter

Nemrut Dag - der Thron der Götter

Nemrut Dag – der Thron der Götter | © katja/pixabay

Der Berg Nemrut mit einer Höhe von über 2000 Metern liegt in der Provinz Adiyaman im Südosten der Türkei. Schon in prähistorischer Zeit befand sich am Berg ein heiliger Bezirk der Sonnengöttin Khepat. König Antiochos soll später der Legende nach einen Vertrag mit den Göttern geschlossen haben, um Parther und Römer in Schach zu halten. Der König ließ auf dem Berg Palast, Tempel, Zeremonialstrassen und Gräber anlegen. Den Sonnenaufgang auf dem Berg zu erleben ist sicher eines der Highlights während eines Türkei Urlaubes.

Sehenswert sind in der Region die Perri Ruinen und die Pirrin Höhlen.

Konya – die Stadt der drehenden Derwische

Ausflüge, die im „Türkei Urlaub“ von einem der Ferienorte am Mittelmeer nach Kappadokien führen, stoppen häufig in Konya. Ist das zufällig an einem Samstag der Fall, können die drehenden Derwische der Sufi-Bruderschaft der Mevlevi erlebt werden. Denn die drehen sich nur am Samstag. Hauptsehenswürdigkeit in Konya ist das Mevlana-Museum mit dem Grabmal von Rumi, dem berühmten Sufi-Poeten. Auf dem Alaeddin-Hügel finden sich Zeugnisse aus seldschukischer Zeit, einen Rundgang lohnt das alte Basarviertel.

Von Konya aus sind es nur 40 km nach Çatalhöyük. Die Siedlung aus der Jungsteinzeit datiert auf 7500 bis 5700 v. Chr. und ist eine archäologische Sensation.

Bursa – wo der Kebab erfunden wurde

Während des Türkei Urlaubes in Istanbul lohnt sich ein Tagesausflug nach Bursa. Die 1,5 Millionen Einwohnerstadt am Fluss Nilüfer zu Füßen des Berges Uludag ist bekannt für ihre Thermalquellen, kandierte Kastanien und herrliche Frottierwaren. Im Stadtteil Tophane mit seinen osmanischen Häusern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Unbedingt besichtigt werden müssen Grüne Moschee, Große Moschee, Emir Sultan Moschee und Koza Han, das alte Handelszentrum für Seide. In Bursa wurde angeblich der Kebab erfunden.  Erste Adresse in der Stadt dafür seit 1867: Kebapçi Iskender.

Ausflüge führen von Bursa aus in den Uludag Nationalpark sowie in das malerische Dörfchen Cumalikizik.

Corona-Info hinsichtlich „Türkei Urlaub 2021“

Die Ausbreitung von COVID-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Beachten Sie daher die aktuellen Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes hinsichtlich „Türkei Urlaub 2021“.

 

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